Märkte steigen, nachdem Rubio signalisiert, dass ein US-Iran-Abkommen bereits am Montag möglich ist

Märkte steigen, nachdem Rubio signalisiert, dass ein US-Iran-Abkommen bereits am Montag möglich ist
Öl fällt in Erwartung eines Iran-Deals

Die Aussage des US-Außenministers Marco Rubio, dass eine Einigung mit dem Iran bereits am Montag erzielt werden könnte, steigerte die Nachfrage nach risikoreichen Anlagen und ließ die Ölpreise deutlich fallen. Anleger werteten seine Äußerungen als Signal, dass Washington und Teheran einer Einigung über die Straße von Hormus, eine wichtige Route für die weltweite Energieversorgung, nähergekommen sind.

Höhepunkte

  • Rubio sagte, ein Abkommen mit dem Iran könne bereits am Montag zustande kommen, warnte jedoch, dass es noch nicht abgeschlossen sei.
  • Die Ölpreise fielen deutlich: Brent näherte sich 99 $ pro Barrel, während WTI in Richtung 91 $ sank.
  • Asiatische Aktien legten zu, der Nikkei 225 stieg um 2,8 % und überschritt die Marke von 65.000 Punkten.
  • Die Wiedereröffnung der Straße von Hormus bleibt das zentrale Thema für die Märkte.

Dieser Artikel wurde aus dem Original übersetzt. Lesen Sie die Originalversion unseres Korrespondenten hier.

Öl fällt, Asien steigt

Laut BBC sagte Rubio während eines Besuchs in Neu-Delhi, dass es eine „ziemlich tragfähige“ Grundlage für Gespräche über die Wiedereröffnung der Straße gebe. Gleichzeitig betonte er, dass die Arbeit noch nicht abgeschlossen sei und die Antwort des Iran Zeit in Anspruch nehmen könnte. Seine Äußerungen folgten auf die Aussage von Donald Trump, dass die Verhandlungen „geordnet und konstruktiv“ verlaufen, er die Unterhändler jedoch angewiesen habe, sich nicht zu einem schnellen Abschluss drängen zu lassen.

Die Märkte reagierten prompt. Der japanische Nikkei 225 stieg um 2,8 % auf 65.130,03 Punkte, Australiens S&P/ASX 200 legte 0,4 % zu und der Shanghai Composite gewann 0,8 %. Der Handel in Südkorea und Hongkong blieb feiertagsbedingt geschlossen.

Die Ölpreise gaben nach: US-WTI-Rohöl fiel um 5,52 $ auf 92,21 $ pro Barrel, während Brent um 5,56 $ auf 99,06 $ sank. Brent näherte sich zudem einem Zweiwochentief und verlor im Zuge der Deal-Erwartungen rund 4,5 %.

Die Straße von Hormus ist der Knackpunkt

Die vorläufigen Bedingungen des Abkommens beinhalten Berichten zufolge eine Verlängerung der Waffenruhe, die Wiedereröffnung der Straße von Hormus und weitere Gespräche über das iranische Atomprogramm. Ein erheblicher Teil der weltweiten Öl- und Flüssigerdgaslieferungen passiert diese Route, sodass jede Aussicht auf eine Wiedereröffnung die Energiepreise sofort beeinflusst.

Der ehemalige CIA-Direktor David Petraeus sagte gegenüber CNBC, dass der Iran offenbar dabei sei, in Bezug auf Hormus nachzugeben. Seiner Ansicht nach sollte ein erstes Friedensabkommen verlangen, dass die Straße wieder geöffnet wird, ohne dass Teheran die Kontrolle über den Schiffsverkehr erhält, Durchfahrtsgebühren erhebt oder mit einer erneuten Schließung droht.

Dennoch bleibt Unsicherheit bestehen. Iranische Offizielle wiesen Behauptungen zurück, dass eine vollständige Wiedereröffnung der Straße bereits vereinbart sei, während ein Vertreter des Militärkommandos erklärte, Teheran wolle die Kontrolle über die Passage behalten.

Der Marktpreis der Deeskalation

Die Marktreaktion zeigt, wie stark Ölpreise und Aktienindizes von politischen Signalen rund um den Iran abhängen. Sollte eine Einigung erzielt und die Straße ohne neue Beschränkungen wieder geöffnet werden, könnte der geopolitische Aufschlag im Öl weiter sinken und Aktien, Währungen von Rohstoffimporteuren sowie Konsumsektoren stützen.

Doch solange kein Abkommen unterzeichnet ist, bleiben die Märkte anfällig für jede Kehrtwende in den Gesprächen. Die wichtigsten Zahlen des Tages – Brent verliert rund 4,5 %, WTI mehr als 5 $ und der Nikkei 225 steigt um 2,8 % – spiegeln nicht das Ende der Krise wider, sondern die Erwartung, dass sie in eine diplomatische Phase übergehen könnte.

Wir berichteten außerdem, dass europäische Aktien zulegen dürften, da sich die USA und der Iran einer Einigung annähern.

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