Öl fällt, da die USA Fortschritte bei Iran-Abkommen melden

Öl fällt, da die USA Fortschritte bei Iran-Abkommen melden
Öl fällt nach US-Iran-Gesprächen

Washington meldet Fortschritte in den Gesprächen mit Iran, doch der Ölmarkt bleibt weiterhin von Schlagzeilen aus der Straße von Hormuz abhängig. Nach einer neuen Welle von Angriffen und gegenseitigen Beschuldigungen versuchen Investoren einzuschätzen, wie nah beide Seiten einer Einigung sind, die den fast dreimonatigen Krieg beenden und den freien Schiffsverkehr durch die Wasserstraße wiederherstellen könnte.

Höhepunkte

  • Die USA berichten von Fortschritten in den Gesprächen mit Iran, doch Rubio warnte, dass ein Abkommen noch mehrere Tage dauern könnte.
  • Die Hauptstreitpunkte sind 24 Milliarden US-Dollar an eingefrorenen Vermögenswerten, die Straße von Hormuz und hoch angereichertes Uran.
  • Brent notiert bei etwa 97,86 US-Dollar, WTI ist auf rund 91,85 US-Dollar gefallen – das spiegelt Erwartungen auf eine mögliche Deeskalation wider.

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Einigung könnte nahe sein, aber Hindernisse bleiben

Bloomberg berichtete, dass die Vereinigten Staaten sagen, die Verhandlungen mit Teheran würden trotz erneuter Zusammenstöße weiterlaufen. Präsident Donald Trump erklärte, es werde daran gearbeitet, die Waffenruhe zu verlängern und die Straße von Hormuz wieder zu öffnen, während Außenminister Marco Rubio warnte, dass der Abschluss eines Abkommens wahrscheinlich noch mehrere Tage dauern werde.

Die zentralen Streitpunkte bleiben unverändert. Einer davon sind Irans eingefrorene Vermögenswerte in Höhe von 24 Milliarden US-Dollar: Laut der halbamtlichen iranischen Nachrichtenagentur Tasnim will Teheran nach einer Einigung Zugriff auf die Hälfte dieses Betrags. In den USA könnte ein solcher Schritt auf Widerstand von Iran-Hardlinern stoßen, die befürchten, Washington könnte zu viele Zugeständnisse machen.

Weitere Hindernisse betreffen die Regeln für die Durchfahrt von Schiffen durch die Straße von Hormuz sowie die Zukunft von Irans Vorräten an hoch angereichertem Uran. Die USA, Europa und arabische Staaten fordern freien Durchgang durch die Meerenge, während iranische Offizielle Gebühren für Navigationsdienste verlangen wollen. Trump fordert zudem eine Zusage Irans, Uranvorräte, die Washington als potenzielle Grundlage für eine Atombombe sieht, zu transferieren oder zu vernichten.

Öl reagiert auf gemischte Signale

Der Ölmarkt bleibt äußerst sensibel gegenüber jeder Meldung aus der Region. Brent kletterte in Richtung 100 US-Dollar pro Barrel, nachdem der Preis am Montag um mehr als 7 % gefallen war: Hoffnungen auf ein Abkommen stützten die Aktienmärkte, doch neue Angriffe brachten das geopolitische Risiko zurück in die Preise.

Die jüngste Marktübersicht zeigte erneut fallende Preise: WTI notierte bei 91,85 US-Dollar, ein Minus von 2,24 %, während Brent bei 97,86 US-Dollar lag und 1,73 % verlor. Das deutet darauf hin, dass Investoren gleichzeitig zwei Szenarien abwägen: eine mögliche diplomatische Einigung und das Risiko einer weiteren Eskalation.

Das US-Militär erklärte, es habe Selbstverteidigungsschläge im Süden Irans durchgeführt und dabei Raketenwerfer und Schiffe angegriffen, die angeblich versuchten, Minen zu legen. Die Islamischen Revolutionsgarden Irans wiederum erklärten, sie hätten auf einen F-35-Kampfjet und mehrere Drohnen geschossen, nachdem diese in den iranischen Luftraum eingedrungen seien.

Hormuz bleibt der Haupttreiber für Öl

Die Lage rund um die Straße von Hormuz bestimmt weiterhin die kurzfristige Richtung des Ölmarktes. Jeder Fortschritt in den US-Iran-Gesprächen senkt die Risikoprämie, doch neue militärische Aktionen lassen die Preise rasch wieder steigen und erhöhen die Volatilität.

Bis ein Abkommen unterzeichnet ist, werden Investoren Äußerungen beider Seiten vermutlich mit Vorsicht betrachten. Selbst bei Anzeichen diplomatischer Fortschritte ist der Markt nicht bereit, eine erneute Eskalation vollständig auszuschließen – insbesondere solange Streitpunkte über die Freiheit der Schifffahrt, Irans eingefrorene Vermögenswerte und sein Atomprogramm bestehen.

In einem früheren Bericht hatten wir festgestellt, dass Öl zulegt, da US-Angriffe neue Unsicherheit in die Iran-Gespräche bringen.

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