Bundesregierung meldet Löschung von 687.000 Emissionszertifikaten für stillgelegte Kraftwerke
Die Bundesregierung legt dem Bundestag eine Mitteilung zur freiwilligen Löschung von Emissionszertifikaten für Emissionsminderungen im Jahr 2024 vor. Die Unterrichtung betrifft zuvor stillgelegte und der Europäischen Kommission notifizierte Stromerzeugungsanlagen und knüpft die Löschmenge an die Gesamtmenge der im Jahr 2025 im Umlauf befindlichen Zertifikate.
Höhepunkte
- Die Bundesregierung meldet die Löschung von 687.000 Emissionszertifikaten für stillgelegte Kraftwerke im Jahr 2024 an die Europäische Kommission.
- Die Zertifikatslöschung erfolgt nur, wenn die Gesamtmenge umlaufender Zertifikate 2025 über 1.096.000.000 liegt; bei 833.000.000 bis 1.096.000.000 beträgt sie null.
- Die Löschung betrifft bereits notifizierte, stillgelegte Stromerzeugungsanlagen und verknüpft Emissionsminderungen 2024 mit Anpassungen im EU-Emissionshandel.
Löschmenge und regulatorische Bedingungen
Wie aus einer Unterrichtung der Bundesregierung an den Bundestag hervorgeht, meldet Berlin der Europäischen Kommission die genaue Anzahl der Zertifikate, die für Emissionsminderungen im Jahr 2024 gelöscht werden sollen. Die Mitteilung erfolgt nach Artikel 12 Absatz 4 der EU-Richtlinie vom Oktober 2003 über ein System für den Handel mit Treibhausgasemissionszertifikaten in der Union.Die Menge der zu löschenden Zertifikate beträgt insgesamt 687.000, sofern die Gesamtmenge der in Umlauf befindlichen Zertifikate im Jahr 2025 nicht unter 1.096.000.000 Zertifikate fällt. Liegt diese Gesamtmenge zwischen 833.000.000 und 1.096.000.000 Zertifikaten, beträgt die Menge laut Mitteilung null.
Folgen für Stromerzeugung und Emissionshandel
Die vorgesehene Löschung bezieht sich auf Stromerzeugungsanlagen, die bereits in Vorjahren stillgelegt und der Europäischen Kommission notifiziert worden sind. Damit verbindet die Bundesregierung Emissionsminderungen aus dem Jahr 2024 mit einer möglichen Anpassung der Zertifikatemenge im europäischen Emissionshandel.Für den Energiesektor ist die Mitteilung vor allem mit Blick auf die Verknüpfung von Kraftwerksstilllegungen und Zertifikatsangebot relevant. Zugleich zeigt die genannte Schwelle für die im Umlauf befindlichen Zertifikate, dass die tatsächliche Löschung an Marktbedingungen im Emissionshandelssystem gekoppelt ist.
In unserem früheren Beitrag zum Bundesbericht Forschung und Innovation 2026 haben wir zusammengefasst, dass die FuE-Ausgaben in Deutschland 2024 mit 137,1 Milliarden Euro einen neuen Höchststand erreicht haben und die FuE-Quote bei 3,17 Prozent lag. Zudem zeigte der Bericht, wie die Bundesregierung ihre Forschungs- und Innovationspolitik mit der Hightech Agenda Deutschland stärker auf Wettbewerbsfähigkeit, industrielle Wertschöpfung und den schnelleren Transfer von Forschung in marktfähige Anwendungen ausrichtet.
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