Nato-Staaten sagen Ukraine Militärhilfen von 140 Milliarden Euro bis 2027 zu

Nato-Staaten sagen Ukraine Militärhilfen von 140 Milliarden Euro bis 2027 zu
Nato verspricht 140 Mrd. Euro

Beim Nato-Gipfel in Ankara sagen die Bündnisstaaten der Ukraine weitere Militärhilfen in Höhe von insgesamt 140 Milliarden Euro bis Ende 2027 zu. Das Paket umfasst Waffen, Munition, Ausbildung und sonstige militärische Unterstützung, während ein Teil der Summe bereits aus einem geplanten EU-Hilfspaket stammt.

Höhepunkte

  • Nato-Staaten sagen der Ukraine bis Ende 2027 Militärhilfen in Höhe von 140 Milliarden Euro zu, davon 70 Milliarden Euro allein 2024.
  • 60 Milliarden Euro der Gesamtsumme stammen aus einem geplanten EU-Hilfspaket, die verbleibenden 80 Milliarden Euro tragen die Nato-Staaten aus eigenen Haushalten.
  • Deutschland plant 2024 mit 11,5 Milliarden Euro für Militärhilfe einen Rekordbeitrag, da die US-Hilfen laut Bericht unter Präsident Trump stark reduziert wurden.

Finanzierungsrahmen und Zusagen bis 2027

Wie BILD berichtet, wollen die Nato-Staaten bis Ende 2027 insgesamt 140 Milliarden Euro für die militärische Unterstützung der Ukraine bereitstellen. Davon fließen in diesem Jahr allein 70 Milliarden Euro, zudem soll die Hilfe auch 2027 mindestens auf diesem Niveau fortgesetzt werden.

Rund 60 Milliarden Euro der Gesamtsumme sind demnach bereits in einem geplanten EU-Hilfspaket für verteidigungsrelevante Ausgaben vorgesehen. Die übrigen 80 Milliarden Euro müssen die Nato-Staaten aus ihren eigenen Haushalten finanzieren.

Folgen für Deutschland und das Bündnis

Bundeskanzler Friedrich Merz erklärt, das Milliardenpaket sende ein deutliches Signal an Moskau. Er sagt, dem Kreml dürfte langsam klar werden, dass Russland sich in diesem Krieg nicht durchsetzen und seine Kriegsziele nicht erreichen wird, der Gipfel könne sogar einen Einschnitt im Kriegsverlauf markieren.

Besonders stark dürfte Deutschland belastet werden, weil die U.S. unter Präsident Donald Trump ihre Ukraine-Hilfen weitgehend gestoppt haben. Für dieses Jahr hat die Bundesregierung bereits 11,5 Milliarden Euro für Artillerie, Drohnen, gepanzerte Fahrzeuge und weitere Ausrüstung eingeplant, so viel wie noch nie seit Beginn des russischen Angriffskriegs im Februar 2022.

In unserem früheren Beitrag zur Debatte über eine mögliche Mehrwertsteuererhöhung ab 2028 haben wir erläutert, dass die Koalition eine Anhebung des regulären Satzes von 19 auf 22 Prozent prüft, um eine erwartete Haushaltslücke von über 30 Milliarden Euro zu schließen. Zugleich stand der Vorschlag im Raum, den Steuersatz auf Lebensmittel zu senken, während Experten vor sozialen Belastungen und politischen Glaubwürdigkeitsrisiken warnten. Damit wurde deutlich, wie stark der Finanzierungsdruck auf künftige Haushaltsentscheidungen bereits vor den nun diskutierten Ukraine-Zusagen ist.

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