US-Futures steigen, während Anleger Iran-Deal und Fed abwägen
Die US-Aktienfutures stiegen am Donnerstag, da die Anleger über das hawkishe Pausieren der Federal Reserve hinwegsahen und sich stattdessen auf die Marktentlastung durch ein Abkommen zwischen den USA und dem Iran zur Beendigung des Krieges und zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus konzentrierten. Der Deal drückte die Ölpreise nach unten und gab Aktien neuen Auftrieb, nachdem der S&P 500 in der vorangegangenen Sitzung abverkauft worden war.
Höhepunkte
- S&P 500-Futures stiegen um 0,8 %, während Nasdaq-Futures um 1,4 % zulegten.
- Brent-Rohöl fiel unter 78 $ pro Barrel.
- Die Fed hielt die Zinsen stabil, signalisierte aber mögliche Erhöhungen im weiteren Jahresverlauf.
- Das US-Iran-Abkommen verringerte das mit der Straße von Hormus verbundene geopolitische Risiko.
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Futures erholen sich nach Fed-Ausverkauf
S&P 500-Futures stiegen um 0,8 %, während Nasdaq 100- und Dow Jones-Futures um 1,4 % bzw. 0,5 % zulegten und sich damit teilweise von den Verlusten vom Mittwoch erholten. Der S&P 500 fiel um 1,2 %, nachdem die Federal Reserve die Zinssätze unverändert ließ, aber signalisierte, dass die Kreditkosten möglicherweise weiter steigen müssen, um die Inflation einzudämmen, berichtet Bloomberg.
Die Bewegung zeigte, wie schnell sich die Aufmerksamkeit der Anleger von der Geldpolitik auf die Geopolitik verlagerte. Die Botschaft der Fed bleibt ein Gegenwind für Aktien, aber niedrigere Ölpreise milderten die Sorge, dass der Iran-Krieg die Inflation hochhalten und die Zentralbank zu einer aggressiveren Haltung zwingen würde.
Brent-Rohöl fiel unter 78 $ pro Barrel, nachdem Präsident Donald Trump ein vorläufiges Memorandum mit dem Iran unterzeichnet hatte. Es wird erwartet, dass das Abkommen die Straße von Hormus, einen wichtigen energetischen Engpass, wieder öffnet, obwohl unklar blieb, ob Teheran die notwendigen Schritte zur Wiederherstellung des vollen Verkehrs eingeleitet hat.
Öl-Entlastung gleicht Zinsrisiko aus
Die Fed-Entscheidung markierte die vierte Sitzung in Folge, auf der die Entscheidungsträger die Zinsen stabil hielten. Beamte bezeichneten das Wachstum als solide und verwiesen auf eine starke Produktivität und Kapitalinvestitionen, während sie deutlich machten, dass die Inflation nun die Schwäche des Arbeitsmarktes als wichtigstes politisches Anliegen überwiegt.
Etwa die Hälfte der Fed-Vertreter prognostizierte Zinserhöhungen in diesem Jahr. Händler preisten eine Erhöhung bis Oktober vollständig ein und sahen eine starke Chance für einen Schritt bereits im September. Die Renditen von Staatsanleihen gaben am Donnerstag nach, nachdem sie als Reaktion auf die Fed gestiegen waren, wobei die 10-jährige Rendite um vier Basispunkte auf 4,45 % und die zweijährige Rendite um zwei Basispunkte auf 4,16 % fiel.
Die Entlastung bei den Aktien wurde weitgehend durch den Energiesektor getrieben. Niedrigeres Öl reduziert den Druck auf die Inflationserwartungen, die Haushaltskosten und die Unternehmensmargen.
Märkte balancieren Friedenshoffnungen und Fed-Druck
Das Abkommen zwischen den USA und dem Iran hat das unmittelbare Marktnarrativ verschoben. Anleger preisen nicht mehr nur das Risiko von Energieunterbrechungen ein; sie preisen auch die Möglichkeit ein, dass sich die Ölströme am Golf normalisieren und der Inflationsschock abklingt.
Das beseitigt das Fed-Problem nicht. Die Inflation bleibt über dem Zielwert, und Warsh lehnte es ab, in seiner ersten Pressekonferenz als Fed-Vorsitzender klare Leitlinien für den nächsten geldpolitischen Schritt zu geben. Er kündigte außerdem eine Task Force zur Überprüfung der 6,7 Billionen Dollar schweren Bilanz der Fed an – ein weiteres Zeichen dafür, dass die Politik weniger vorhersehbar werden könnte.
Vorerst hilft das billigere Öl den Aktien, die Aussicht auf höhere Zinsen zu verkraften. Die Frage ist, ob das Abkommen lange genug hält, um die Energieströme wiederherzustellen und die Inflationserwartungen unter Kontrolle zu halten.
Wir berichteten auch, dass die IEA vor einer schwächeren Ölnachfrage und einem Angebotsüberschuss bis 2027 warnt.
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