Bundeswehr plant Ausstieg aus Fregatte-126-Projekt und prüft TKMS-Alternative

Bundeswehr plant Ausstieg aus Fregatte-126-Projekt und prüft TKMS-Alternative
Fregatte 126 vor Aus?

Nach jahrelangen Verzögerungen und steigenden Kosten steht das bislang größte Kampfschiffprojekt der Bundeswehr vor einem möglichen Abbruch. Im Raum steht ein Strategiewechsel bei der Marine, obwohl für die Fregatte 126 bereits Milliardenbeträge gebunden und erste Einheiten seit 2024 im Bau sind.

Höhepunkte

  • Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius plant den Ausstieg aus dem Fregatte-126-Projekt mit einem ursprünglichen Volumen von bis zu 10 Milliarden Euro.
  • Die Bundeswehr prüft den Kauf von acht Meko-200-Fregatten beim deutschen Hersteller TKMS zu Stückkosten von 1,6 Milliarden Euro, insgesamt etwa 12 Milliarden Euro.
  • Die Fregatte 126 erleidet weiterhin Lieferverspätungen, zuletzt wurde das Jahr 2028 als Ziel für die Auslieferung genannt.

Projektstopp und Beschaffungswechsel

Wie der BILD unter Verweis auf den „Spiegel“ berichtet, plant Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius den Ausstieg aus dem Rüstungsprojekt Fregatte 126. Das Vorhaben umfasst ursprünglich sechs Schiffe, die laut Verteidigungsministerium für die „dreidimensionale Seekriegsführung“ vorgesehen sind und damit Ziele unter Wasser, auf dem Wasser und in der Luft bekämpfen sollen.

Die Fregatte 126 ist mit 166 Metern Länge und einer Besatzung von bis zu 198 Soldaten als größtes Kampfschiff der Bundeswehr angelegt. Die Kosten für das Programm belaufen sich auf bis zu 10 Milliarden Euro, während die ersten Einheiten bereits 2024 in der Peene-Werft in Wolgast auf Kiel gelegt wurden. Die Auslieferung verschiebt sich jedoch wiederholt, zuletzt gilt 2028 als Zielmarke.

Laut dem Bericht will Pistorius stattdessen acht Fregatten des Typs Meko-200 beim deutschen Hersteller TKMS kaufen. Diese Schiffe sind mit 120 Metern deutlich kürzer und leichter, die Kosten werden mit 1,6 Milliarden Euro je Einheit beziehungsweise rund 12 Milliarden Euro insgesamt angegeben.

Die Kosten für Beamtenbesoldung und Pensionen in Deutschland standen in unserem früheren Beitrag im Fokus. Dort ging es um jährliche Gesamtausgaben von 244 Milliarden Euro sowie wachsenden Reformdruck, weil Empfehlungen der Rentenkommission auch eine Übertragung von Rentenreformen auf die Beamtenversorgung ins Spiel bringen. Zudem wurde beschrieben, wie geplante Anpassungen der Beamtenbezüge die Haushalte von Bund und Ländern zusätzlich belasten.

Dieses Material kann Meinungen Dritter enthalten, keine der Daten und Informationen auf dieser Webseite stellt eine Anlageberatung gemäß unserem Haftungsausschluss dar. Obwohl wir uns an strikte redaktionelle Integrität halten, kann dieser Beitrag Verweise auf Produkte unserer Partner enthalten.