Amazon setzt auf maßgeschneiderte KI-Chips für Endverbrauchergeräte

Amazon setzt auf maßgeschneiderte KI-Chips für Endverbrauchergeräte
Amazon baut maßgeschneiderte KI-Chips für Geräte

Amazon richtet seine Hardware-Strategie für Endverbraucher verstärkt auf selbst entwickelte Chips aus, um mehr künstliche Intelligenz direkt auf Geräten wie Echo-Lautsprechern, Smart Displays und Fire TV-Produkten auszuführen. Dieser Wandel zeigt, wie große Technologieunternehmen versuchen, mehr Kontrolle über die Hardware hinter KI-Assistenten zu erlangen, während sich der Wettbewerb von Cloud-Modellen hin zu Haushalten und persönlichen Geräten verlagert.

Höhepunkte

  • Amazon entwickelt maßgeschneiderte KI-Chips für einige Endverbrauchergeräte.
  • Die Chips werden bereits in Echo Show- und Fire TV-Produkten eingesetzt.
  • AZ3 und AZ3 Pro sind für die Unterstützung von On-Device-KI konzipiert.
  • Alexa+ ist zentral für Amazons Strategie des Geräte-Ökosystems.

Dieser Artikel wurde aus dem Original übersetzt. Lesen Sie die Originalversion unseres Korrespondenten hier.

Panos Panay, Amazons Leiter für Geräte und Dienstleistungen, erklärte gegenüber CNBC, dass das Unternehmen End-to-End-Silizium für einige seiner ausgelieferten Geräte herstellt, darunter den Echo Show 8, Echo Show 11 und Fire TV.

Ein verstärkter Fokus auf On-Device-KI

Amazon führte seine AZ3- und AZ3 Pro-Chips im Jahr 2025 als Teil einer umfassenden Erneuerung der Echo-Hardware ein, die für Alexa+, seinen verbesserten KI-Assistenten, entwickelt wurde. Die Chips sind darauf ausgelegt, mehr lokale KI-Verarbeitung zu unterstützen – eine Richtung, die viele Gerätehersteller als schneller und potenziell privater ansehen, als jede Anfrage an Cloud-Server zu senden. TechCrunch berichtete damals, dass Amazons neue Echo-Geräte maßgeschneidertes Silizium mit einem KI-Beschleuniger für Edge-Modelle verwenden.

Dieser Ansatz spiegelt ein breiteres Branchenmuster wider. Apple nutzt seit langem eigene Chips, um Hardware und Software enger miteinander zu verknüpfen. Auch Google und Samsung betten KI-Funktionen tiefer in Telefone, Betriebssysteme und Smart-Home-Produkte ein. Für Amazon besteht das Ziel darin, Alexa+ über eine breite Gerätebasis hinweg – von Echo und Ring bis hin zu Fire TV – reaktionsschneller zu machen.

Amazon ersetzt externe Lieferanten nicht vollständig. Panay sagte, das Unternehmen verwende weiterhin Chips von Partnern wie Qualcomm. Doch maßgeschneidertes Silizium gibt Amazon mehr Kontrolle über die Leistung, den Datenschutz und die Kosten der KI-Funktionen, die es in kritische Geräte integrieren möchte.

Zukünftige Geräte bewegen sich weg von Bildschirmen

Die Chip-Strategie ist mit einem umfassenderen Überdenken der Art und Weise verbunden, wie Nutzer mit Technologie interagieren. Panay sagte, dass Amazon Geräte erforscht, die auf Konversation und Kontext basieren, anstatt auf Apps und Bildschirmen. Er sagte auch, dass das Unternehmen ein Labor voller experimenteller KI-Geräte habe, obwohl die Kategorie noch nicht gefestigt sei.

Dazu gehört auch Hardware für unterwegs. Amazon hat letztes Jahr Bee übernommen, einen Hersteller von 49,99-Dollar-Armbändern, die zuhören, Listen erstellen, Fragen beantworten und Notizen entwerfen können. Der Kauf deutet auf Amazons Interesse an tragbaren KI-Geräten hin, die mit dem häuslichen und beruflichen Kontext des Nutzers verbunden bleiben.

Die nächste Front bei KI-Hardware

Es steht viel auf dem Spiel, da KI-Assistenten weniger zu einzelnen Apps und mehr zu Ökosystemen werden. Amazon möchte, dass Alexa+ seine Heimgeräte, Unterhaltungsprodukte, Shopping-Dienste und zukünftigen Wearables zu einem einzigen, beständigen Assistenten verbindet.

Eigene Chips könnten Amazon dabei helfen, Latenzzeiten zu verringern, den Datenschutz zu verbessern und Geräte nützlicher erscheinen zu lassen, ohne ausschließlich von Cloud-Verarbeitung abhängig zu sein. Die Herausforderung liegt in der Umsetzung. Amazon muss beweisen, dass intelligentere Hardware die Nachfrage in Kategorien ankurbeln kann, in denen Verbraucher oft zögerlicher bei Upgrades waren als bei Smartphones. Wenn dies gelingt, könnten die Echo- und Fire TV-Linien mehr als nur Smart-Home-Zubehör werden. Sie könnten die Hardware-Basis für Amazons nächste KI-Plattform für Endverbraucher bilden. 

Zuvor berichteten wir, dass Samsung und SK Hynix massive Investitionen in KI-Chips in Südkorea planen. 

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