Volkswagen kürzt Modellpalette im Zuge des Sanierungskurses

Volkswagen kürzt Modellpalette im Zuge des Sanierungskurses
VW streicht Modelle kräftig

Volkswagen verschärft seinen Sparkurs, um auf steigenden Wettbewerbsdruck, geopolitische Unsicherheiten und höhere Kosten zu reagieren. Der Konzern will dafür seine Modellpalette um bis zu 50 Prozent und die Ausstattungslinien um bis zu 75 Prozent reduzieren.

Höhepunkte

  • Volkswagen verschlankt seine Modellpalette und baut Überkapazitäten sowie interne Strukturen im Rahmen eines umfassenden Sanierungsplans ab.
  • Der Abbau von bis zu 120.000 Arbeitsplätzen und die mögliche Schließung von bis zu vier deutschen Werken stehen laut BILD.de zur Diskussion.
  • Volkswagens Maßnahmen reflektieren zunehmenden Anpassungsdruck durch chinesische Konkurrenz, hohe Kosten und unsichere geopolitische Bedingungen im deutschen Automobilsektor.

Umbau des Kerngeschäfts nimmt Fahrt auf

Wie BILD.de berichtet, richtet Volkswagen Produktion, Entwicklung und Investitionen konsequent auf das automobile Kerngeschäft aus und baut zugleich Überkapazitäten sowie interne Strukturen ab.

Mit dem Sanierungsplan will der Autobauer eine Krise abwenden oder zumindest einen weiteren Rückstand gegenüber der Konkurrenz aus China verhindern. Der Schritt ist Teil einer weiteren Schrumpf-Phase, mit der Volkswagen seine Kostenbasis und sein Angebot deutlich verschlanken will.

Mögliche Folgen für Standorte und Beschäftigung

Im Gespräch ist nach dem Bericht zudem der Abbau von bis zu 120.000 Arbeitsplätzen. Außerdem könnten bis zu vier deutsche Werke geschlossen werden.

Für den deutschen Automobilsektor unterstreicht der Vorstoß den wachsenden Anpassungsdruck durch internationale Konkurrenz, hohe Kosten und unsichere geopolitische Rahmenbedingungen. Besonders für Standorte in Deutschland wären Werksschließungen und ein Stellenabbau von dieser Größenordnung von erheblicher wirtschaftlicher Bedeutung.

In unserem früheren Artikel zum möglichen Stellenabbau bei Volkswagen haben wir die internen Planungen bis 2030 zusammengefasst, die insgesamt auf bis zu 120.000 Jobs hinauslaufen könnten. Im Fokus standen dabei die Zukunftsaussichten der Werke in Emden, Zwickau, Hannover und Neckarsulm, wo nach dem Auslaufen aktueller Modelle fehlende Folgeaufträge das Schließungsrisiko erhöhen. Zudem berichteten wir über zunehmende Proteste und Forderungen nach verbindlichen Zusagen für neue, zukunftsfähige Modelle.

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