EUR/USD rutscht unter wichtige Unterstützung, da Nachfrage nach sicherem Hafen den US-Dollar beflügelt
Der Euro bleibt unter Druck, nachdem die Europäische Zentralbank die Zinssätze nach der Anhebung im Juni unverändert gelassen hat, während sie gleichzeitig bekräftigte, dass künftige Entscheidungen datenabhängig bleiben werden. Obwohl sich die Inflation in der Eurozone im Juni weiter verlangsamte, räumten die Entscheidungsträger ein, dass eine erneute Stärke der Energiepreise, getrieben durch eskalierende Spannungen im Nahen Osten, den Inflationsausblick erschweren und die Möglichkeit einer weiteren Zinserhöhung im späteren Jahresverlauf offen halten könnte.
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Die Märkte konzentrieren sich nun auf den September als nächstes realistisches Zeitfenster für etwaige geldpolitische Anpassungen.
Gleichzeitig bleiben die Erwartungen an die Federal Reserve relativ ausgewogen. Anleger gehen weiterhin davon aus, dass die US-Notenbanker eine sofortige Straffung vermeiden werden, doch stärkere Treasury-Renditen und eine erneute Nachfrage nach dem US-Dollar als sicherem Hafen haben das Aufwärtspotenzial für EUR/USD begrenzt. Der Konflikt unter Beteiligung des Irans, Angriffe auf die Handelsschifffahrt im Roten Meer und Ölpreise, die sich der Marke von 100 $ pro Barrel nähern, stützen weiterhin defensive Positionierungen an den globalen Märkten.
Makrodaten lenken Aufmerksamkeit auf Inflation und Zentralbanken
Jüngste makroökonomische Veröffentlichungen deuten darauf hin, dass beide Volkswirtschaften in eine ungewissere Phase eintreten. Die Inflation in der Eurozone hat sich im Vergleich zu den Vormonaten abgeschwächt, aber höhere Ölpreise drohen den Disinflationsprozess zu verlangsamen. In den USA beobachten die Märkte weiterhin die eingehenden Inflations- und Arbeitsmarktdaten vor der nächsten Sitzung der Federal Reserve, während die Entscheidungsträger prüfen, ob erhöhte Energiekosten die Anzeichen einer abkühlenden Binnennachfrage ausgleichen könnten. Infolgedessen bleiben die Zinserwartungen einer der Haupttreiber für die Richtung von EUR/USD.
Die wachsende geopolitische Unsicherheit hat auch die Volatilität an den Devisenmärkten erhöht. Jede weitere Eskalation im Nahen Osten, die die Energiepreise noch weiter nach oben treibt, würde wahrscheinlich die Nachfrage nach dem US-Dollar durch seine traditionelle Rolle als sicherer Hafen stärken. Umgekehrt könnten Anzeichen für eine Entspannung der geopolitischen Spannungen oder eine schwächere US-Inflation die Stimmung gegenüber dem Euro schnell verbessern.
Technischer Ausblick deutet auf wachsende Abwärtsrisiken hin
Das technische Bild hat sich spürbar verschlechtert. Wie im Chart zu sehen ist, ist EUR/USD unter die untere Grenze der vorherigen Konsolidierungsspanne nahe 1,1390 bis 1,1400 gefallen, die nun zu einem unmittelbaren Widerstand geworden ist. Das Paar bleibt unter seinen kurz-, mittel- und längerfristigen gleitenden Durchschnitten, was bestätigt, dass das bärische Momentum weiterhin dominiert.
Eine Erholung über 1,1400 wäre erforderlich, um die Stimmung zu stabilisieren und es den Käufern zu ermöglichen, den Widerstand im Bereich von 1,1420 bis 1,1470 herauszufordern. Bis dahin könnten Erholungsversuche weiterhin Verkaufsinteresse anziehen. Wie in EUR/USD hält sich in Schlüsselspanne, während EZB-Entscheidung und Nahost-Risiken Händler vorsichtig stimmen beschrieben, bleibt der Fokus bei einem Scheitern der Rückeroberung der ehemaligen Unterstützung auf den jüngsten Tiefstständen um 1,1370, wobei ein tieferer Rückgang in Richtung 1,1350 immer wahrscheinlicher wird, falls der US-Dollar weiterhin von höheren Renditen und geopolitischer Unsicherheit profitiert.
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