EUR/USD hält sich in wichtiger Spanne, da EZB-Entscheidung und Nahost-Risiken Trader vorsichtig stimmen

EUR/USD hält sich in wichtiger Spanne, da EZB-Entscheidung und Nahost-Risiken Trader vorsichtig stimmen
EUR/USD

Der EUR/USD bleibt vor der Sitzung der Europäischen Zentralbank in einer klar definierten Konsolidierungsspanne gefangen, da die Anleger kaum Bereitschaft zeigen, vor der geldpolitischen Bekanntgabe und der Pressekonferenz von Christine Lagarde große Richtungspositionen einzugehen. Die Märkte erwarten überwiegend, dass die EZB ihren Einlagensatz unverändert bei 2,25 % belässt, doch die Forward Guidance wird nach der Zinserhöhung im Juni genau unter die Lupe genommen werden. 

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Anhaltende energiebedingte Inflationsrisiken infolge des Konflikts im Nahen Osten stützen weiterhin die Erwartungen, dass eine zusätzliche Straffung im weiteren Jahresverlauf nicht ausgeschlossen werden kann, auch wenn sich die jüngsten Inflationsdaten der Eurozone abgeschwächt haben.

US-Makroausblick stützt den Dollar weiterhin

Der US-Dollar findet weiterhin Unterstützung durch die Erwartung, dass die Federal Reserve trotz der schwächeren Inflation Anfang dieses Monats an einem restriktiven geldpolitischen Kurs festhalten wird. Das Augenmerk richtet sich nun auf die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe und die Flash-PMI-Daten am Freitag, die die Erwartungen vor der FOMC-Sitzung in der nächsten Woche beeinflussen könnten. Während die eingehenden US-Daten den geldpolitischen Ausblick nicht wesentlich verändert haben, begrenzen die widerstandsfähigen Arbeitsmarktbedingungen weiterhin den Abwärtssdruck auf die Treasury-Renditen und verhindern so eine stärkere Erholung des Euro.

Spannungen im Nahen Osten bleiben ein wichtiger Treiber

Geopolitische Entwicklungen bleiben eine Hauptquelle der Unsicherheit für die Devisenmärkte. Eine erneute Eskalation unter Beteiligung der Vereinigten Staaten und des Irans sowie Risiken für die Schifffahrtswege und höhere Rohölpreise haben die Inflationssorgen auf beiden Seiten des Atlantiks verstärkt. Steigende Energiepreise könnten den geldpolitischen Ausblick der EZB verkomplizieren, indem sie die Disinflation verlangsamen und gleichzeitig das Wachstum in der Eurozone belasten. Diese Kombination hat den Appetit der Anleger auf aggressive Euro-Käufe begrenzt, obwohl erwartet wird, dass die EZB eine relativ hawkishe Haltung beibehalten könnte.

Technischer Ausblick deutet auf anhaltende Konsolidierung hin

Der Stundenchart zeigt weiterhin eine breite Seitwärtsspanne zwischen etwa 1,1390 und 1,1470. Wiederholte Versuche, eine nachhaltige Bewegung über die obere Grenze zu etablieren, deuten darauf hin, dass die Käufer vor der heutigen EZB-Entscheidung vorsichtig bleiben. Gleichzeitig findet das Paar weiterhin Unterstützung am unteren Rand der Spanne, während sich die längerfristigen gleitenden Durchschnitte abflachen, was das Fehlen eines starken Richtungstrends bestätigt. Ein bestätigter Ausbruch über 1,1470 würde den kurzfristigen Ausblick verbessern und den Weg in Richtung 1,1500 ebnen. Ein Scheitern oberhalb von 1,1390 würde das Paar einer tieferen Korrektur in Richtung des Bereichs von 1,1360 bis 1,1340 aussetzen.

Ein Ausbruch aus der aktuellen Spanne, wie ich bereits in dem Artikel EUR/USD hält wichtige Spanne, während Trader auf EZB-Signale warten und Nahost-Risiken beobachten gewarnt habe, wird die Richtung der nächsten signifikanten Bewegung des Paares bestimmen.

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