EUR/USD-Kurs stabilisiert sich bei $1,162, da Händler politische und US-Datenrisiken abwägen
EUR/USD hält sich nach einem volatilen Wochenbeginn in der Nähe von 1,1620, wobei das Paar nicht in der Lage war, die Dynamik über 1,1660 aufrechtzuerhalten. Der Vormarsch des Euro schwächte sich ab, als politische und Zentralbank-Schlagzeilen die Stimmung verunsicherten und den Markt im Vorfeld wichtiger US-Daten in einer engen Handelsspanne hielten.
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Höhepunkte
- EUR/USD wird in einer engen Spanne zwischen 1,1590 und 1,1660 gehandelt, nachdem es nicht gelungen ist, den Aufschwung vom Montag auszuweiten.
- Bedenken über die Unabhängigkeit der Fed und neue Zolldrohungen unterstützen den defensiven Ton des Dollars.
- Händler erwarten die Daten zu den langlebigen Wirtschaftsgütern und dem Verbrauchervertrauen in den USA als nächsten Katalysator.
Der Vorstoß des Weißen Hauses, die Gouverneurin der US-Notenbank, Lisa Cook, abzusetzen, hat das Vertrauen in die Unabhängigkeit der Fed erschüttert, während die erneuten Zolldrohungen eine weitere Unsicherheitsschicht geschaffen haben. Auch die politischen Spannungen in Europa haben die Gemeinschaftswährung belastet. Bedenken hinsichtlich der parlamentarischen Stabilität Frankreichs und Regulierungsdebatten innerhalb der Europäischen Union haben die Anleger zögern lassen, neue Long-Engagements einzugehen, selbst in Zeiten der Dollarschwäche. Das Ergebnis ist ein Markt ohne klare Richtung, der sich in einem engen Band konsolidiert, während die Händler auf neue Signale warten.
Technisches Bild
Die Unentschlossenheit wird auf dem Vier-Stunden-Chart deutlich. Nachdem der EUR/USD-Kurs bis Anfang August stetig gestiegen war, gelang es ihm nicht, über 1,1740 hinauszuwachsen, und seitdem hat er eine Reihe von niedrigeren Höchstständen erreicht. Der Rückschlag bei 1,1660 am Montag verstärkte diesen Abwärtstrend, so dass die 1,1600er-Marke als unmittelbare Unterstützung im Blickfeld bleibt.Fibonacci-Retracement-Ebenen umrahmen das Schlachtfeld. Das Paar oszilliert um das 0,618-Retracement bei 1,1636, mit tieferer Unterstützung bei 1,1590, der 0,500-Marke. Ein Schlusskurs unter 1,1590 würde einen Rückgang auf 1,1543 und dann 1,1485 bedeuten. Auf der Oberseite liegt der Widerstand zunächst bei 1,1660, dann in der Nähe von 1,1700 bis 1,1720, wo die absteigende Trendlinie mit dem 0,786-Retracement zusammenläuft. Nur ein Durchbruch über diesen Gürtel würde das zinsbullische Momentum wiederherstellen und die Tür in Richtung 1,1780 öffnen.

EUR/USD-Kursdynamik (Quelle: TradingView)
Die Momentum-Indikatoren unterstreichen die Ermüdung des EUR/USD-Paares. Der Preis drückt auf niedrigere Höchststände, wobei sich Dochte um 1,1660 bilden, was auf ein Überangebot hindeutet. Gleichzeitig hält die wiederholte Verteidigung von 1,1590 die Basis intakt. Die Volatilität hat sich innerhalb des Korridors von 1,1590 bis 1,1660 verdichtet, eine Konstellation, die sich normalerweise mit einem entscheidenden Ausbruch auflöst, sobald ein Katalysator eintrifft.
Makroökonomische Faktoren und Ausblick
Die makroökonomischen Faktoren deuten auf eine vorsichtige Unterstützung des Dollars hin. Die Konfrontation über die Unabhängigkeit der Fed hat die Märkte verunsichert und die Nachfrage nach sicheren Häfen verstärkt. Gleichzeitig halten Powells jüngste dovishe Äußerungen in Jackson Hole die Erwartungen für eine Zinssenkung im September aufrecht und geben Händlern einen Grund, aggressive Dollar-Longpositionen zu zügeln. Die anstehenden Veröffentlichungen der Auftragseingänge für langlebige Güter und des Verbrauchervertrauens stehen nun im Mittelpunkt, wobei die PCE-Inflationsdaten vom Freitag das entscheidende Ereignis in dieser Woche darstellen.
Die Euro-spezifische Dynamik bleibt gemischt. Politische Risiken in Frankreich und Debatten über die digitale Steuerpolitik tragen zur Unsicherheit bei, aber das allgemeine europäische Wachstumsbild hat sich nicht verschlechtert. Anlageübergreifende Signale wie feste Aktien und stabile Kreditspreads unterstützen die Risikobereitschaft am Rande und verhindern einen tieferen Rückgang des Euro.
Der taktische Fahrplan ist klar. Die Bullen müssen 1,1590 verteidigen und 1,1660 zurückerobern, um die kurzfristige Tendenz nach oben zu verlagern, wobei 1,1700-1,1720 als Test für den Ausbruch gilt. Die Bären gewinnen nur dann die Kontrolle, wenn das Paar unter 1,1590 schließt, was zu einem Durchbruch in Richtung 1,1540 und möglicherweise 1,1485 führen würde. Solange diese Marke nicht durchbrochen wird, dürfte der Handel in einer Handelsspanne dominieren, wobei die Händler ihre Positionen im Hinblick auf das Schlagzeilenrisiko gering halten.
In früheren Berichten wiesen wir darauf hin, dass EUR/USD seinen steigenden August-Kanal verlassen hat und die 1,1590er-Marke die Linie ist, die es zu beobachten gilt. Diese Ansicht bleibt weiterhin gültig. Die Paarung bewegt sich weiterhin innerhalb eines enger werdenden Korridors, wobei der nächste Katalysator wahrscheinlich von den US-Wirtschaftsdaten kommen wird. Nur eine entscheidende Bewegung über 1,1590 oder 1,1700 wird die nächste Richtungsänderung bestätigen.
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