EUR/USD stabilisiert sich bei $1,167, da Händler Inflationsdaten und politische Risiken in den USA beobachten

EUR/USD stabilisiert sich bei $1,167, da Händler Inflationsdaten und politische Risiken in den USA beobachten
EUR/USD konsolidiert bei 1,1670 vor den VPI-Daten für den Euroraum und den US-Arbeitsmarktdaten

Der EUR/USD-Kurs sank am heutigen Dienstag im frühen Europa auf etwa 1,1670, nachdem er am Montag mit 1,1735 einen Höchststand erreicht hatte. Die Pause kommt, da sich die Anleger auf die vorläufige August-Inflation aus dem Euroraum vorbereiten und einen schwächeren US-Dollar abwägen, der von einem politischen Drama und Wetten auf eine weitere Lockerung der Federal Reserve geprägt ist.

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Höhepunkte

- EUR/USD wird um 1,1670 gehandelt, nachdem es am Montag einen Höchststand von 1,1735 erreicht hat und im August um ~0,8% gestiegen ist.

- Der HCOB PMI wurde auf 50,7 revidiert; die EZB hält an ihrer Politik fest, da die Inflation nahe 2% liegt.

- Schlüsselebenen: Unterstützung 1,1635; Widerstand 1,1735/1,1787; RSI ~56 unterstützt leichten Aufwärtstrend.

Trotz des Anstiegs des Euro um fast 0,8 % im August und des klaren Ausbruchs aus dem sommerlichen Abwärtstrend besteht weiterhin ein erhebliches Ereignisrisiko. Eine Aufhellung der makroökonomischen Lage hat die Einheitswährung gestützt. Der HCOB-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe wurde auf 50,7 nach oben korrigiert und verzeichnete damit den ersten Anstieg seit drei Jahren, was die Stimmung nach Monaten mit Werten unter 50 aufhellte.

EUR/USD-Kursdynamik (Quelle: TradingView)

Vertreter der Europäischen Zentralbank, darunter Christine Lagarde und Isabel Schnabel, äußerten sich zuversichtlich in Bezug auf die Stabilität, was die Erwartung bestärkte, dass die EZB auf ihrer September-Sitzung die Zinsen beibehalten wird. Da die Gesamtinflation in der Nähe von 2 % gesehen wird, hat der EZB-Rat wenig Grund, seine Politik schnell zu ändern, und diese Beständigkeit hat dazu beigetragen, dass der Euro von den Tiefstständen Ende August bei 1,1390 bis in den mittleren Bereich von 1,17 zurückgegangen ist.

Dollar schwächelt inmitten politischer Unruhe

Der defensive Ton des Dollars spiegelt sowohl geldpolitischen als auch politischen Gegenwind wider. Die Märkte preisen weiterhin weitere Zinssenkungen der Fed ein, während die Unsicherheit über die Unabhängigkeit der Zentralbank dem Dollar eine Risikoprämie aufgedrückt hat.

Juristische Scharmützel über die Bemühungen, die Führung der Fed umzugestalten, und öffentliche Kritik von hochrangigen Beamten haben die Anleger am Rande verunsichert. In Anbetracht des umfangreichen Datenpakets aus ISM, offenen Stellen und den am Freitag anstehenden Lohn- und Gehaltsabrechnungen außerhalb der Landwirtschaft ist die Messlatte für eine dauerhafte Erholung des Dollar hoch. Eine negative Überraschung würde den Vorteil des Euro wahrscheinlich ausbauen, während ein fester Arbeitsmarktbericht EUR/USD näher an die jüngsten Höchststände heranführen könnte.

Technischer Ausblick: Ausbruch hält über 1,1635

Auf dem Vier-Stunden-Chart konsolidiert sich EUR/USD innerhalb eines steigenden Kanals, der seit dem Tief von Ende Juli bei 1,1390 gebildet wurde. Der Ausbruch vom Montag auf 1,1735 kam in der Nähe eines dichten Widerstandsbereichs zum Stillstand, der das 61,8 %-78,6 %-Fibonacci-Retracement-Band des Kursrückgangs von Juni bis Juli umfasst. Der Bereich zwischen 1,1700 und 1,1710 war eine bemerkenswerte Hürde, die mit der ehemaligen Abwärtstrendlinie verbunden war.

Der Preis umkreist nun ein enges gleitendes Durchschnittscluster, die 20- und 50-Perioden-EMAs um 1,1660 bis 1,1680, während die 100- und 200-Perioden-EMAs knapp darunter verlaufen. Solange sich das Paar oberhalb von 1,1635, einer wichtigen Fibonacci-Unterstützung, hält, bleibt der Weg des geringsten Widerstands höher. Ein Abschluss über 1,1735 würde 1,1787, das Juli-Hoch, und dann 1,1850 eröffnen. Anhaltende Verluste unter 1,1635 würden 1,1590 und 1,1543 freilegen. Das Momentum ist ausgerichtet, wobei der RSI bei 56 liegt, was auf feste, aber nicht überzogene Bedingungen hindeutet. Einem Ausdehnungsversuch geht in der Regel eine Bewegung über 60 voraus.

Kurzfristige Aussichten: Daten bestimmen das Geschehen

Der heutige Verbraucherpreisindex für die Eurozone ist der erste Test. Eine Überraschung nach oben würde den Ausbruch des Euro bestätigen und wahrscheinlich Käufer in Richtung 1,1700 bis 1,1735 anziehen. Bei schwächeren Zahlen besteht die Gefahr, dass der Euro wieder in den Bereich von 1,16 abrutscht. Außerhalb Europas richtet sich das Augenmerk auf den US-Arbeitsmarkt. Schwache Arbeitsmarktdaten würden die These von einer tieferen Zinssenkung im September untermauern und den Dollar belasten. Die Stärke würde für Geduld sprechen und EUR/USD in die Nähe des Widerstands bringen. Bis ein entscheidender Katalysator auftaucht, wird das Paar wahrscheinlich zwischen 1,1635 und 1,1735 schwanken, wobei Händler die Ränder ausblenden werden.

Unsere frühere Analyse betonte einen konstruktiven Hintergrund für EUR/USD, solange die Unterstützung bei 1,1635 hält, mit Aufwärtszielen bei 1,1735 und 1,1787. Dieser Rahmen ist nach wie vor gültig. Die Paarung respektiert weiterhin die Ausbruchszone, aber die Bestätigung eines dauerhafteren Anstiegs hängt immer noch von einem nachhaltigen Schlusskurs über 1,1735 ab.

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