Vorhersage des Silberpreises: XAG steigt aufgrund von Angebotsverknappung und Safe-Haven-Nachfrage auf 51 $
Silber (XAG/USD) setzte in dieser Woche seine Rallye über die 51 $-Marke fort und markierte damit ein neues Allzeithoch, da die Anleger angesichts der zunehmenden globalen Unsicherheit Sicherheit suchten. Der Anstieg des Metalls spiegelt die wachsende Nachfrage sowohl von institutionellen Käufern als auch von Einzelhändlern wider, die auf weitere Kursgewinne setzen, unterstützt durch die Verknappung des Angebots und die Erwartung von Zinssenkungen durch die Federal Reserve.
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Höhepunkte
- Silber klettert auf über 51 $ und erreicht aufgrund der Nachfrage nach sicheren Häfen ein neues Rekordhoch.
- Das physische Angebot wird knapper, da die Bestände in London weiter sinken.
- Zinssenkungserwartungen der Fed und politische Risiken unterstützen das Aufwärtsmomentum.
Auf der 4-Stunden-Chart wird Silber weiterhin innerhalb einer klar definierten aufsteigenden Handelsspanne gehandelt, die den Preis seit Mitte September bestimmt hat. Jeder Rücksetzer hat ein starkes Kaufinteresse in der Nähe der Mittellinie des Kanals hervorgerufen, während aufeinanderfolgende Ausbrüche den Preis zu neuen Höchstständen getrieben haben. Der jüngste Anstieg über die 51 $-Marke bestätigt die Stärke des anhaltenden Trends, wobei die Momentum-Indikatoren darauf hindeuten, dass weitere Kursgewinne möglich sind, bevor überkaufte Bedingungen eintreten.

Dynamik des Silberpreises (Quelle: TradingView)
Exponentielle gleitende Durchschnitte verstärken die zinsbullische Struktur. Die 20-EMA bei 49,92 $ bietet unmittelbare dynamische Unterstützung, gefolgt von der 50-EMA bei 48,66 $ und der 100-EMA bei 46,98 $. Alle wichtigen Durchschnittswerte sind weiterhin aufwärts gerichtet, was darauf hindeutet, dass der übergeordnete Trend intakt ist. Der Relative-Stärke-Index liegt bei 67, was auf ein starkes zinsbullisches Momentum hindeutet, ohne dass bereits extreme Bedingungen eingetreten sind. Sollte sich Silber weiterhin über der 50,80 $-Marke halten, erscheint ein Test der 52 $-Marke und möglicherweise der 53,50 $-Marke auf kurze Sicht plausibel.
Makro- und Angebotsdynamik stärken die Argumente für Silber
Der Aufschwung wird durch eine Mischung aus der Nachfrage nach sicheren Häfen und einer Verknappung des Angebots angetrieben. Das erhöhte geopolitische Risiko - die Handelskonflikte zwischen den USA und China, die politischen Spannungen in Europa und die Instabilität in Japan - hat die Anleger zu den Edelmetallen getrieben. Der wechselnde Ton von Präsident Trump in Bezug auf Zölle hat wenig dazu beigetragen, die Unsicherheit zu verringern, während der anhaltende Stillstand der US-Regierung die Stimmung weiter belastet.
Im Gegensatz zu Gold profitiert Silber sowohl von der Investitions- als auch von der industriellen Nachfrage. Berichte über sinkende Lagerbestände in London haben die Besorgnis über physische Engpässe geschürt und den Aufwärtsdruck auf die Preise verstärkt. Marktanalysten weisen darauf hin, dass das schwindende Angebot der Raffinerien und die starke Nachfrage aus der Industrie für strukturellen Rückenwind gesorgt haben.
Die Erwartung einer Zinssenkung durch die US-Notenbank im Oktober - und möglicherweise einer weiteren bis zum Jahresende - hat die Attraktivität von renditeschwachen Anlagen wie Silber noch verstärkt. Ein schwächerer US-Dollar und sinkende Treasury-Renditen haben diese Dynamik weiter verstärkt, was einige Händler dazu veranlasst, den Anstieg von Silber als Teil einer breiteren Umschichtung in Sachwerte zu betrachten.
Ausblick
In den kommenden Handelstagen werden Händler darauf achten, ob der Silberpreis seine Position oberhalb der 51 $-Marke halten kann. Ein klarer Durchbruch durch die 52 $-Marke würde wahrscheinlich zusätzliche spekulative Zuflüsse anziehen und eine potenzielle Bewegung in Richtung 53,50 $ in Gang setzen, während ein Scheitern in der Region zwischen 50,80 und 49,90 $ eine kurze Konsolidierung auslösen könnte.
Zuvor hatten wir erörtert, dass die Erholung des Silberpreises sowohl durch makroökonomische Befürchtungen als auch durch eine sich verbessernde technische Basis angeheizt wurde. Diese Analyse ist nach wie vor gültig, da das Metall weiterhin die Erwartungen übertrifft, was auf eine Kombination aus Safe-Haven-Nachfrage, Angebotsbeschränkungen und dovishen monetären Erwartungen zurückzuführen ist. Sofern sich die Stimmung nicht deutlich ändert, scheint der Markt bis zum letzten Quartal des Jahres fest aufwärts gerichtet zu sein.
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