US-Futures fallen, da Iran-Risiko die Märkte belastet

US-Futures fallen, da Iran-Risiko die Märkte belastet
US-Futures fallen vor PCE-Inflationsdaten

​Die US-Aktienfutures gaben am Montag nach, da die Anleger neue Unsicherheiten rund um den Iran gegen die Aussicht auf einen weiteren Inflationstest im Laufe der Woche abwogen. Der Rückgang erfolgte vor dem Hintergrund der Sorge, ob die Spannungen im Nahen Osten die Energiepreise beeinflussen und die Politik der Federal Reserve verkomplizieren könnten.

Höhepunkte

  • US-Futures gaben nach, Nasdaq 100 sank um 0,6 %.
  • WTI-Rohöl erreichte 75 $ pro Barrel, während Brent-Rohöl unter 80 $ fiel.
  • Märkte fokussieren sich auf US-Iran-Gespräche und Versorgungsrisiken im Nahen Osten.
  • Der Kern-PCE-Bericht am Donnerstag könnte die Zinserwartungen der Fed beeinflussen.

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Futures ziehen sich zurück, während Öl steigt

Die an den S&P 500 gebundenen Futures gaben um 0,4 % nach, während Nasdaq 100-Kontrakte um 0,6 % fielen und Dow-Futures um 0,3 % sanken. Die Bewegung deutete auf einen vorsichtigen Start an der Wall Street hin, nachdem die Anleger in den letzten Sitzungen die Beständigkeit des Friedensprozesses zwischen den USA und dem Iran sowie das Risiko eines erneuten Drucks auf die Rohölvorräte neu bewertet hatten, berichtet Yahoo Finance.

Rohöl der Sorte West Texas Intermediate näherte sich 75 $ pro Barrel, während Brent-Rohöl unter 80 $ fiel, nachdem es 82 $ erreicht hatte. Die Straße von Hormus bleibt aufgrund ihrer Rolle für die globalen Energieströme ein wichtiger Fokus, da jede neue Bedrohung für die Schifffahrt die breiteren Inflationserwartungen schnell anheizen könnte.

Der Marktton schwächte sich ab, nachdem Präsident Donald Trump den Iran vor möglichen zusätzlichen Militäraktionen gewarnt hatte, sofern Teheran nicht dazu übergehe, verbündete Gruppen im Libanon zurückzuhalten. Die Kommentare fielen, als Vizepräsident JD Vance eine neue Runde diplomatischer Gespräche mit iranischen Vertretern in der Schweiz eröffnete. Andere Berichte deuteten auf Fortschritte in den Gesprächen zwischen den USA und dem Iran hin, aber die Anleger blieben vorsichtig, da die Gespräche das Risiko erneuter Spannungen noch nicht beseitigt haben.

Inflationsbericht rückt in den Fokus

Der geopolitische Hintergrund trifft die Märkte in einem sensiblen Moment. Die Anleger bereiten sich auf die Veröffentlichung des Preisindex für die persönlichen Konsumausgaben (PCE) am Donnerstag vor, dem bevorzugten Inflationsmaß der Federal Reserve.

Ökonomen erwarten, dass der Kern-PCE, der Lebensmittel und Energie ausschließt, eine leichte Beschleunigung gegenüber April zeigen wird. Das wäre von Bedeutung, da die Fed-Vertreter in der vergangenen Woche einen hawkisheren Ton anschlugen und die Händler dazu veranlassten, den Pfad der Zinssätze zu überdenken.

Der Ölmarkt sorgt für eine weitere Ebene der Unsicherheit. Steigende Rohölpreise könnten die Gesamtinflation in die Höhe treiben und es den politischen Entscheidungsträgern erschweren, zu argumentieren, dass der Preisdruck nachlässt. Für Aktienanleger bedeutet dies, dass die Schlüsselfrage in dieser Woche nicht nur ist, ob die Diplomatie halten kann, sondern auch, ob die Inflationsdaten die härtere Haltung der Fed bestätigen oder infrage stellen werden.

Politik- und Ölrisiken konvergieren

Der Druck auf die Futures zeigt, wie eng die Märkte Öl, Geopolitik und Geldpolitik miteinander verknüpfen. Ein stärkerer Inflationswert könnte die Erwartungen an eine straffere Fed-Politik verstärken, während jede erneute Störung im Nahen Osten gleichzeitig die Energiekosten erhöhen könnte.

Diese Kombination wäre schwierig für Aktien, insbesondere für Wachstums- und Technologiewerte, die empfindlicher auf Zinserwartungen reagieren. Da Nasdaq-Futures den Rückgang am Montag anführten, scheinen die Anleger zögerlich zu sein, Risiken einzugehen, bevor sie sehen, ob die Iran-Gespräche den Druck auf das Öl verringern können und ob der PCE bestätigt, dass die Inflation hartnäckig bleibt. 

Zuvor berichteten wir, dass der Iran die Regeln für den Transit von Schiffen in Hormus verschärft.

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