EUR/USD hält sich in der Nähe von $1,162, da Händler den PMI der Eurozone und die US-Inflationsdaten abwarten

EUR/USD hält sich in der Nähe von $1,162, da Händler den PMI der Eurozone und die US-Inflationsdaten abwarten
Euro stabilisiert sich bei 1,1620, da die Märkte die Zahlen zum Einkaufsmanagerindex und zur US-Inflation abwarten, um die Richtung zu bestimmen.

Der Euro wurde am Freitag gegenüber dem US-Dollar ruhig bei 1,1618 gehandelt, wobei sich die Anleger im Vorfeld der Veröffentlichung wichtiger Einkaufsmanagerindizes für die Eurozone und der im Laufe des Tages anstehenden US-Inflationsdaten zurückhaltend zeigten. Die Paarung ist auf dem Weg zu einem wöchentlichen Verlust von 0,4%, belastet durch die widerstandsfähige Dollarnachfrage und Anzeichen für eine Verlangsamung des europäischen Wachstums.

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Höhepunkte

- Der Euro wird um 1,1618 gehandelt und steuert auf einen Wochenrückgang von 0,4 % zu.

- Händler beobachten die Daten zum Einkaufsmanagerindex der Eurozone und zum Verbraucherpreisindex in den USA, um die kurzfristige Richtung zu bestimmen.

- Wichtige Unterstützungsmarken liegen bei 1,1615 und 1,1540, während der Widerstand bei 1,1680-1,1700 liegt.

Der Dollar bleibt gut unterstützt, da sich die Anleger auf einen weiteren Inflationsanstieg beim US-Verbraucherpreisindex einstellen, der voraussichtlich die Schwelle von 3 % im Jahresvergleich überschreiten wird. Ein stärkerer Wert könnte die Position des Dollars bestätigen, auch wenn die Märkte für nächste Woche eine Zinssenkung der Federal Reserve erwarten.

Die Tatsache, dass der Euro nicht in der Lage war, von den schwächeren Renditen der US-Staatsanleihen zu profitieren, unterstreicht die schwache Position der Währung. Die vorläufigen PMI-Daten der Eurozone, die im Laufe des Freitags veröffentlicht werden, werden Aufschluss über den wirtschaftlichen Puls der Region geben, wobei die Konsensprognosen auf eine weitere Verlangsamung im verarbeitenden Gewerbe und im Dienstleistungssektor hindeuten. Jede negative Überraschung könnte den Druck auf die Europäische Zentralbank verstärken, eine akkommodierende Haltung beizubehalten, was die Attraktivität des Euro weiter schmälern würde.

Die politischen Entwicklungen haben die Unsicherheit noch verstärkt. Nach Berichten, dass Washington die Softwareexporte nach Peking einschränken könnte, kam es zu erneuten Handelsstreitigkeiten zwischen den USA und China. US-Präsident Donald Trump bestätigte, dass sein Treffen mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping nach wie vor im Zeitplan liegt, bekräftigte aber, dass in Bezug auf Zölle "alle Optionen offen bleiben". Gleichzeitig trugen die Spannungen zwischen den USA und Kanada im Zusammenhang mit Autoexporten zur Risikoaversion am gesamten Währungsmarkt bei.

Technisches Bild: Fragile Spanne hält

Aus technischer Sicht bleibt EUR/USD in einer engen Konsolidierungszone gefangen. Das Paar bewegt sich in der Nähe seines 0,236 Fibonacci-Retracements bei 1,1628, nachdem es mehrfach gescheitert ist, die Barriere zwischen 1,1680 und 1,1700 zu überwinden, die mit dem 38,2 %-Retracement und dem exponentiellen gleitenden 200-Tage-Durchschnitt (EMA) übereinstimmt. Der 20-Tage-EMA bei 1,1627 und der 50-Tage-EMA bei 1,1645 bilden eine enge Ansammlung von übergeordnetem Widerstand. Solange die Käufer diese Niveaus nicht zurückerobern, bleibt das Paar anfällig für weitere Schwäche.

EUR/USD-Kursanalyse (Quelle: TradingView)

Die Unterstützung liegt eindeutig bei 1,1615 und dem Oktobertief von 1,1540. Ein Durchbruch unter 1,1540 würde die psychologische Marke von 1,1500 freilegen und könnte die Abwärtsdynamik beschleunigen. Auf der Oberseite würde das Überwinden von 1,1665 die Tür zu 1,1730 und 1,1835 öffnen, was höheren Fibonacci-Retracement-Niveaus entspricht, die die obere Grenze der aktuellen Korrekturphase definieren.

Die Momentum-Indikatoren sind weiterhin neutral bis rückläufig, wobei der Relative-Stärke-Index (RSI) leicht über 50 liegt, was auf Unentschlossenheit und ein gedämpftes Momentum hindeutet. Die Volatilität hält sich nach wie vor in Grenzen, doch ein unerwartet starker US-Leitzinsdruck könnte die Stimmung schnell wieder zugunsten des Dollars kippen.

Ausblick: Datengetriebene Woche voraus

Wie bereits erwähnt, ist der Kursverlauf von EUR/USD weiterhin von makroökonomischen Katalysatoren abhängig und nicht allein von der technischen Struktur. Ein schwacher PMI der Eurozone oder ein stärkerer US-Inflationsbericht könnte das Paar unter die Marke von 1,1615 drücken und einen erneuten Test von 1,1500 auslösen. Umgekehrt könnte ein schwächerer US-Leitindex in Verbindung mit einem bescheidenen Anstieg in der Eurozone eine Erholung in Richtung 1,1700 auslösen, obwohl das Aufwärtspotenzial ohne einen klaren Stimmungsumschwung begrenzt scheint.

Vorerst bleibt der Euro in einer engen, zerbrechlichen Spanne gefangen, was die vorsichtige Haltung des Marktes vor den wichtigen Daten widerspiegelt, die das kurzfristige Bild neu definieren könnten. Händler werden beobachten, ob die Zahlen vom Freitag die Voraussetzungen für eine erneute Dominanz des Dollar oder eine lang erwartete Erholung des Euro zum Monatsende schaffen.

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