S&P 500 nähert sich wichtigem Ausbruch, da Käufer den Index in Richtung 6.800 treiben
Der S&P 500 wird in der Nähe von 6.765 Punkten gehandelt, nachdem er in drei aufeinanderfolgenden Sitzungen stetig zugelegt hat, was auf die erneute Risikobereitschaft im Vorfeld der Dezembersitzung der Federal Reserve zurückzuführen ist. Die Erwartung einer Zinssenkung und die anhaltende Begeisterung für künstliche Intelligenz haben dazu beigetragen, das Vertrauen nach der starken Erschütterung der letzten Woche wiederherzustellen.
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Höhepunkte
- Der S&P 500 wird in der Nähe von 6.765 Punkten gehandelt, da die Käufer ihre dreitägige Erholung ausweiten.
- Die Dynamik der künstlichen Intelligenz und die steigende Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung durch die Fed erhöhen die Risikobereitschaft.
- Der Kurs nähert sich im Vorfeld der Fed-Entscheidung dem Scheitelpunkt eines mehrmonatigen Dreiecks.
Die Erholung hat den S&P 500 wieder an den oberen Rand eines mehrmonatigen symmetrischen Dreiecks gebracht, eine Struktur, die das Kursverhalten seit Anfang Oktober bestimmt hat. Das technische Bild unterstreicht die Stärke der Erholung. Der Index hat den 20-Tage-EMA bei 6.714 zurückerobert, ein Niveau, das während des gesamten Novembers als wiederkehrender Drehpunkt fungiert hat.

Kursdynamik des S&P 500 (Quelle: TradingView)
Der 50-Tage-EMA bei 6.678 liegt nun knapp unter dem Kassakurs, was eine solide Unterstützung unter dem Markt darstellt. Beide gleitenden Durchschnitte sind weiterhin aufwärts gerichtet, was bestätigt, dass der übergeordnete Aufwärtstrend trotz der jüngsten Volatilität intakt bleibt. Der 100-Tage-EMA bei 6.536 diente als Anker für die Umkehr in der letzten Woche und markierte die Zone, in der die Käufer mit Überzeugung eintraten. Der 200-Tage-EMA bei 6.292 liegt weiterhin deutlich unter dem aktuellen Niveau und unterstreicht die langfristige Stärke des Index.
Dreieckskompression verengt sich mit Annäherung an den Widerstand
Der S&P 500 nähert sich erneut dem Scheitelpunkt seines symmetrischen Dreiecks. Die obere Begrenzung in der Nähe von 6.780-6.800 Punkten stellt die entscheidende Ausbruchsmarke dar. Ein Tagesschluss über dieser Zone würde eine erneute zinsbullische Dynamik bestätigen und den Weg zu neuen Höchstständen bis zum Jahresende ebnen Die steigende Trendlinie vom April-Tief definiert weiterhin die zinsbullische Struktur. Jeder signifikante Pullback seit dem Frühjahr wurde von dieser Unterstützungslinie abgefangen, die nach wie vor das Rückgrat des allgemeinen Kursverlaufs des Index bildet. Solange der Kurs oberhalb dieser Linie bleibt, bleibt der Markt aufwärtsgerichtet.
Die Momentum-Indikatoren unterstützen den Aufwärtstrend. Der parabolische SAR drehte diese Woche nach oben und markierte damit die erste derartige Veränderung seit Anfang November. Die Erholung von der 6.520er-Region trug zu einer starken Marktbreite in allen Sektoren bei, selbst als Nvidia seine Korrektur ausweitete. Der Rückgang von Nvidia um rund 15 Prozent seit Beginn des Monats hat den Halbleiterkomplex belastet, aber die Stärke von Alphabet und die anhaltenden Katalysatoren im Bereich der künstlichen Intelligenz haben den breiteren Tech-Bereich widerstandsfähig gehalten.
Fed-Erwartungen und abkühlende Daten stärken das Argument für einen Aufwärtstrend
Die makroökonomischen Bedingungen stehen weiterhin im Einklang mit der technischen Erholung. Die Märkte gehen nun von einer 85-prozentigen Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung der Fed um 25 Basispunkte im Dezember aus. Schwächere Einzelhandelsumsätze, schwächere ADP-Arbeitsmarktdaten und ein sich abkühlendes wirtschaftliches Umfeld haben die Erwartung verstärkt, dass eine geldpolitische Lockerung bevorsteht. Niedrigere Renditen unterstützen Technologiewerte mit hoher Duration und verbessern die Bewertungsbedingungen für Megacaps, was dem S&P 500 hilft, der jüngsten Volatilität standzuhalten.
Dennoch befindet sich der Index jetzt an einem entscheidenden Punkt. Die Dreieckskompression hat sich deutlich verengt, was den Spielraum für eine Seitwärtsbewegung verringert. Ein Ausbruch über die Marke von 6.800 Punkten würde die Fortsetzung des primären Aufwärtstrends bestätigen und könnte eine momentumgetriebene Bewegung bis Anfang Dezember auslösen. Hält der Widerstand, verlagert sich der unmittelbare Fokus zurück auf 6.600, mit tieferer Unterstützung bei 6.525 und 6.450, falls die Verkäufer wieder die Kontrolle übernehmen.
In früheren Einschätzungen wiesen wir darauf hin, dass die steigende Trendlinie des S&P 500 trotz wiederholter Volatilitätsspitzen intakt bleibt und dass der nächste wichtige Test bevorsteht, wenn sich der Kurs der Spitze des mehrmonatigen Dreiecks nähert. Das heutige Setup entspricht dieser Prognose, da der Index seinen Kompressionspunkt genau dann erreicht, wenn die makroökonomischen Erwartungen auf einen zinssenkungsbedingten Ausbruch hinauslaufen.
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