Südkorea verschärft Maßnahmen zur Eindämmung der Volatilität am ETF-Markt

Südkorea verschärft Maßnahmen zur Eindämmung der Volatilität am ETF-Markt
Korea verschärft Regeln für gehebelte ETFs

​Südkorea wird strengere Zugangsvoraussetzungen für Anleger in gehebelten börsengehandelten Fonds (ETFs) früher als geplant einführen, da die Aufsichtsbehörden versuchen, den spekulativen Handel am schnell wachsenden Aktienmarkt des Landes abzukühlen. Die neuen Regeln folgen auf einen Anstieg des Handels mit Halbleiteraktien, der zu starken Schwankungen bei lokalen Titeln führte.

Höhepunkte

  • Die neue Einzahlungsregel tritt am 31. Juli in Kraft.
  • Anleger müssen mindestens 30 Millionen Won halten.
  • Neue Notierungen von gehebelten Einzelaktien-ETFs bleiben ausgesetzt.
  • Regulierungsbehörden wollen Spekulationen und Marktvolatilität eindämmen.

Dieser Artikel wurde aus dem Original übersetzt. Lesen Sie die Originalversion unseres Korrespondenten hier.

Laut Bloomberg wird die Financial Services Commission von Anlegern, die neue Positionen in gehebelten Einzelaktien-ETFs eröffnen, ab dem 31. Juli eine Mindesteinlage oder einen Kontostand von 30 Millionen Won (20.332 $) verlangen – fünf Tage früher als ursprünglich geplant. Die Maßnahme gilt sowohl für in Südkorea notierte gehebelte ETFs als auch für Auslandsprodukte, die über inländische Brokerkonten erworben werden.

Aufsichtsbehörden reagieren auf schnelles Wachstum

Der beschleunigte Zeitplan folgt auf ein Maßnahmenpaket, das Anfang des Monats angekündigt wurde, um die wachsenden Risiken im Zusammenhang mit gehebelten ETFs auf Samsung Electronics und SK Hynix anzugehen. Die Aufsichtsbehörde hat zudem die Neuzulassung von gehebelten Einzelaktien-ETFs vorübergehend ausgesetzt, bis sich die Marktbedingungen stabilisiert haben.

Diese Produkte, die darauf abzielen, die doppelte tägliche Rendite einer zugrunde liegenden Aktie zu erzielen, sind seit ihrer Einführung Ende Mai immer beliebter geworden. Ihre schnelle Expansion hat eine große Zahl von Privatanlegern angezogen, die Gewinne aus dem südkoreanischen Technologiesektor verstärken wollen, insbesondere da die Nachfrage nach Halbleiterunternehmen im Bereich der künstlichen Intelligenz weiterhin stark ist.

Die Behörden argumentieren, dass die Produkte zu ungewöhnlich großen Intraday-Kursschwankungen beigetragen haben, indem sie häufigen kurzfristigen Handel und gehebelte Positionierungen fördern.

Neue Anforderungen sollen Spekulationen eindämmen

Nach den überarbeiteten Regeln müssen Anleger eine größere finanzielle Kapazität nachweisen, bevor sie Zugang zu diesen risikoreicheren Produkten erhalten. Die Behörden erwarten, dass die höhere Einstiegshürde unerfahrene Trader davon abhält, übermäßige gehebelte Positionen einzugehen, und gleichzeitig dazu beiträgt, die Volatilität am breiteren Aktienmarkt zu verringern.

Die Anforderung stellt einen weiteren Schritt in Südkoreas Bemühungen dar, die Beteiligung von Privatanlegern mit der Marktstabilität in Einklang zu bringen. Während gehebelte ETFs die Handelsaktivität angekurbelt haben, sind die Regulierungsbehörden zunehmend besorgt, dass konzentrierte Spekulationen in einer Handvoll großer Technologieaktien den Marktstress in Phasen schneller Preisbewegungen verstärken könnten.

Die Maßnahmen spiegeln auch einen breiteren regulatorischen Trend in den wichtigsten Finanzmärkten wider, in denen die Behörden komplexen Anlageprodukten für Privatanleger mehr Aufmerksamkeit schenken.

Marktwachstum und Stabilität im Gleichgewicht

Die Beliebtheit von gehebelten ETFs hat die Handelsdynamik in Südkorea verändert. Produkte auf Samsung Electronics und SK Hynix machen zusammen mit den zugrunde liegenden Aktien mittlerweile mehr als 70 % des gesamten Handelswerts am inländischen Aktienmarkt aus. Die Aufsichtsbehörden hoffen, dass strengere Zugangsvoraussetzungen die spekulativen Aktivitäten verlangsamen, ohne die langfristige Beteiligung der Anleger zu untergraben, um so das Vertrauen zu wahren, während der Aktienmarkt des Landes weiterhin in- und ausländisches Kapital anzieht. 

Wir berichteten auch, dass Südkorea eine 20-prozentige Eigentumsobergrenze für Krypto-Börsen plant.

Dieses Material kann Meinungen Dritter enthalten, keine der Daten und Informationen auf dieser Webseite stellt eine Anlageberatung gemäß unserem Haftungsausschluss dar. Obwohl wir uns an strikte redaktionelle Integrität halten, kann dieser Beitrag Verweise auf Produkte unserer Partner enthalten.