Deutsche Bahn verschärft Sicherheitskurs und baut Management für Kostensenkungen um
Seit Oktober 2025 treibt Bahnchefin Evelyn Palla den Umbau der Deutschen Bahn mit Maßnahmen bei Sicherheit, Sauberkeit und Verwaltung voran. Der Konzern verbindet ein Alkoholverbot an Bahnhöfen mit Stellenabbau im Management und dem Ziel, die Finanzen ab 2026 wieder in Richtung schwarze Null zu steuern.
Höhepunkte
- Deutsche Bahn führt ab 15. Oktober 2026 ein Alkoholverbot an allen 5.400 Bahnhöfen und verstärkt die Präsenz durch 500 neue Sicherheitskräfte.
- Das Management wird verschlankt: Die Ebene unter dem Vorstand reduziert sich von 43 auf 22 Positionen, über 1.000 Arbeitsplätze im Berliner Bahntower entfallen.
- Der Konzern plant ab 2028 jährliche Einsparungen von 500 Millionen Euro, während operative Herausforderungen wie 50 bis 60 Prozent Pünktlichkeit, Projektverzögerungen und steigende Kosten bei Stuttgart 21 anhalten.
Sicherheitsprogramm mit Alkoholverbot ab Oktober
BILD.de berichtet, dass die Deutsche Bahn nach einer Gewalttat auf der Strecke Offenburg, Karlsruhe ab dem 15. Oktober 2026 ein striktes Alkoholverbot an allen 5.400 Bahnhöfen einführt. Wer außerhalb der Gastrobetriebe im Bahnhof oder am Bahnsteig Alkohol konsumiert, muss den Bereich verlassen.
Teil der Offensive sind zudem 500 neu eingestellte Sicherheitskräfte. An 35 Kriminalitätsbrennpunkten setzen die DB-Sicherheitskräfte inzwischen Bodycams ein, während an 1.400 Bahnhöfen zusätzliche Reinigungstrupps für mehr Ordnung sorgen. In den ICE-Zügen reinigen 220 neue Unterwegsreiniger Waggons und Toiletten während der Fahrt.
Kostendruck und operative Baustellen bleiben hoch
Parallel dazu reduziert Palla die Zahl der Führungskräfte deutlich. Die Ebene unter dem Vorstand schrumpft von 43 auf 22 Stellen, mehrere Topmanager verlassen den Konzern, und allein im Berliner Bahntower fallen mehr als 1.000 Arbeitsplätze weg.Der Umbau soll ab 2028 rund 500 Millionen Euro Einsparungen pro Jahr bringen. Zugleich bleibt der operative Druck hoch, denn die Pünktlichkeit liegt weiterhin nur zwischen 50 und 60 Prozent, Streckensanierungen verzögern sich, und auch die Fahrgastinformation gilt weiter als verbesserungsbedürftig. Hinzu kommt, dass die Fertigstellung von Stuttgart 21 offiziell auf Ende 2031 verschoben ist und die Baukosten des Projekts weiter steigen.
In unserem früheren Bericht zu Entgeltunterschieden zwischen Ost- und Westdeutschland ging es um eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion, die von der Bundesregierung aktuelle Daten zu Beschäftigungsformen, Arbeitszeiten und regionalen Lohnunterschieden für 2024 und 2025 verlangt. Im Fokus standen dabei die anhaltenden Lohnlücken sowie die Frage, welche Maßnahmen die Bundesregierung plant, um das Gefälle zu verringern.
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