Monta Klebebandwerk beantragt Insolvenz in Eigenverwaltung in Bayern
Der bayerische Klebebandhersteller Monta sucht nach einem Weg zur Sanierung, nachdem der Betrieb am Standort Immenstadt ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung beantragt hat. Das 1855 gegründete Unternehmen beschäftigt nach eigenen Angaben rund 150 Mitarbeiter und sichert die Finanzierung zunächst bis Ende Januar 2027.
Höhepunkte
- Monta Klebebandwerk GmbH beantragte am 16. Juli 2026 beim Amtsgericht Kempten ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung aufgrund gestiegener Rohstoff-, Energie- und Logistikkosten.
- Der Geschäftsbetrieb läuft uneingeschränkt weiter; die Finanzierung ist laut Unternehmen mindestens bis Ende Januar 2027 gesichert und Tochtergesellschaften in Ungarn und Rumänien sind nicht betroffen.
- Monta setzt Restrukturierungsmaßnahmen einschließlich Sortimentsreduktion und Vertriebsaufbau fort und bereitet einen Investorenprozess zur Stabilisierung und Arbeitsplatzsicherung am Standort Immenstadt vor.
Sanierungskurs und Fortführung des Betriebs
Wie BILD berichtet, hat die Monta Klebebandwerk GmbH am 16. Juli 2026 beim Amtsgericht Kempten (Allgäu) die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung beantragt. Der Geschäftsbetrieb läuft nach Unternehmensangaben ohne Einschränkungen weiter, während die Gesellschaft ihre Restrukturierung fortsetzt.Als Gründe nennt Geschäftsführer Lars Böhrnsen vor allem deutlich gestiegene Kosten für Rohstoffe, Energie und Logistik in den vergangenen Monaten. Nach Unternehmensangaben stehen auch Gesellschafter und Betriebsrat hinter dem eingeschlagenen Sanierungskurs.
Die Tochtergesellschaften in Ungarn und Rumänien sind von dem Verfahren nach Darstellung des Unternehmens nicht unmittelbar betroffen. Zudem ist die Finanzierung nach Unternehmensangaben mindestens bis Ende Januar 2027 gesichert.
Investorensuche und Folgen für den Standort Immenstadt
Im Tagesgeschäft setzt Monta die bereits eingeleiteten Maßnahmen weiter um. Dazu gehören eine Verkleinerung des Sortiments sowie ein Ausbau des Vertriebs im In- und Ausland, um Abläufe effizienter zu machen und das Produktportfolio auf zukunftsfähige Angebote auszurichten.Parallel bereitet das Unternehmen einen Investorenprozess vor. Ziel ist es, den Traditionsbetrieb langfristig zu stabilisieren, Arbeitsplätze in Immenstadt zu sichern und die Gläubiger bestmöglich zu bedienen.
Monta geht auf eine 1855 gegründete Bindfadenfabrik zurück und produziert seit den 1960er-Jahren Klebebänder. Einen schweren Einschnitt erlebt das Unternehmen bereits 2015, als ein Großbrand die Produktionsanlagen zerstört; die Hallen werden danach wieder aufgebaut.
Im Mittelpunkt unseres früheren Beitrags stand die unbefristete Genehmigung für Advanced Nuclear Fuels GmbH in Lingen zur Herstellung russischer Brennelemente. Wir ordneten ein, dass die Nutzung russischer Technik und Lizenzen zwar industriepolitisch die Rolle des Standorts stützt, zugleich aber wegen sensibler Infrastruktur politisch umstritten ist. Zudem beleuchteten wir die Sicherheitsauflagen sowie die Debatte um Versorgungssicherheit, Abhängigkeiten und Risiken wie Spionage oder Sabotage.
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