Was steckt hinter dem jüngsten 2,0%-Rückgang beim Goldpreis?

Was steckt hinter dem jüngsten 2,0%-Rückgang beim Goldpreis?
Gold fällt heute um 2,01 % auf 3.978,99 $

Gold (XAU/USD) fiel um 2,01 %, nachdem erneute Spannungen zwischen den USA und Iran zusammen mit steigenden Ölpreisen die Erwartungen auf weitere Zinserhöhungen der Federal Reserve anheizten. Die Abwärtsbewegung wird dadurch gestützt, dass XAU/USD unter allen wichtigen gleitenden Tagesdurchschnitten notiert und so den anhaltenden Verkaufsdruck über verschiedene Zeiträume hinweg unterstreicht.

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Höhepunkte

  • Gold steht unter anhaltendem Verkaufsdruck, ausgelöst durch erneute US-Iran-Spannungen und Erwartungen weiterer Zinserhöhungen der Federal Reserve.
  • Institutionelle Nachfrage und Käufe der Zentralbanken sorgen für Unterstützung und gleichen Abflüsse aus Nordamerika aus, trotz insgesamt bärischer Stimmung.
  • XAU/USD handelt unter wichtigen gleitenden Durchschnitten mit starkem Abwärtsmomentum und wird voraussichtlich zwischen 3.911 $ und 4.046 $ mit hoher Abwärtswahrscheinlichkeit schwanken.

Institutionelle Nachfrage gleicht Abflüsse aus Nordamerika bei breitem Verkaufsdruck aus

Gold wurde Mitte Juli 2026 von erhöhten geopolitischen Spannungen beeinflusst, da erneute Feindseligkeiten zwischen den USA und Iran sowie höhere Ölpreise die Erwartungen auf zusätzliche Zinserhöhungen der Federal Reserve schürten. Das Edelmetall blieb bei institutionellen und asiatischen Investoren gefragt, während Zentralbanken weiterhin Käufe tätigten. Abflüsse aus Nordamerika wurden durch anhaltendes langfristiges Interesse ausgeglichen, auch wenn die Preisentwicklung weiterhin unter breitem Verkaufsdruck steht.

Anton Kharitonov, Experte bei Traders Union, sieht den anhaltenden Rückgang bei Gold als klares Ergebnis negativer Stimmung, verstärkt durch bärische technische Signale und vorsichtige Fundamentaldaten. Der Bruch unter wichtige gleitende Durchschnitte signalisiert, dass Verkäufer das Momentum fest im Griff haben. Er ist der Meinung, dass die Unterstützung durch institutionelle Anleger und Zentralbanken den Rückgang nur abgemildert hat, während Abflüsse von Privatanlegern und erhöhte makroökonomische Risiken den Markt weiter schwächen. Steigende Zinserwartungen der Fed und die Unfähigkeit, Widerstände zurückzuerobern, erhöhen das Abwärtsrisiko. „Das Setup bleibt ungünstig, und ich rechne mit weiterem Druck, bis wir eine klare Veränderung der Marktströme oder politische Signale sehen“, warnt er.

Viktoras Karapetjanc, Experte bei Traders Union, betont, dass die Fundamentaldaten von Gold durch anhaltende institutionelle und asiatische Nachfrage sowie starke Aktivitäten der Zentralbanken gestützt werden. Er sieht geopolitische Spannungen und höhere Ölpreise als Katalysatoren, merkt jedoch an, dass diese die langfristig bullische Struktur weiter stärken. Der Analyst erwartet, dass die aktuelle Volatilität letztlich Kaufgelegenheiten bietet, da die globalen makroökonomischen Bedingungen die Goldakkumulation begünstigen. „Weiteres Wachstum ist wahrscheinlich, sobald der Markt die jüngsten Schocks verarbeitet hat – diese Phase bietet Setups für flexible bullische Einstiege“, so seine Einschätzung.

Jainam Mehta, Marktstratege, stellt fest, dass der Rückgang bei Gold XAU/USD unter alle wichtigen gleitenden Durchschnitte und näher an überverkaufte Bereiche gebracht hat, während Momentum-Signale auf weiteren Abwärtsdruck hindeuten. Er bleibt vorsichtig, sieht aber die enge Konsolidierungszone als Ausgangspunkt für taktische Trades bei einem Ausbruch unter 3.976 $ oder über 3.985 $. „Wenn der Kurs die Tagestiefs ablehnt und über den Widerstand dreht, könnte sich rasch ein konträrer Erholungstrade ergeben“, schlägt Mehta vor.

Abwärtsdynamik verstärkt sich, da Gold unter wichtigen Durchschnitten handelt

XAU/USD notiert unter allen wichtigen gleitenden Tagesdurchschnitten, wobei der Kurs unter dem MA-20 (4.079 $), MA-50 (4.259 $) und MA-200 (4.631 $) liegt. Diese Konstellation unterstreicht den anhaltenden Druck der Verkäufer über kurze, mittlere und lange Zeiträume hinweg, verstärkt durch eine bärische Ausrichtung zwischen MA-50 und MA-200. Kurzfristige technische Barrieren konzentrieren sich um die Unterstützung bei 3.976 $ und den Widerstand bei 3.985 $. Die Momentum-Signale bleiben negativ. Der Moving Average Convergence Divergence (MACD) und der Average Directional Index (ADX) deuten beide auf anhaltenden Verkaufsdruck hin. Der Relative Strength Index (RSI) liegt bei 42,34 und gibt ein Verkaufssignal, ohne unmittelbar überverkaufte Bedingungen anzuzeigen. Stochastic RSI und Commodity Channel Index (CCI) bleiben neutral. Bull/Bear Power (BBP) ist mit -7,15 deutlich negativ, was bestätigt, dass Verkäufer das Intraday-Momentum dominieren, und wird als überverkauft eingestuft. Das Paar verzeichnete einen Tagesverlust von 81,44 $ bzw. 2,01 % und eröffnete mit einem Abwärts-Gap von etwa 24,43 $ oder 0,6 %. XAU/USD handelt aktuell nahe dem Tagestief bei einer Intraday-Volatilität von 1,67 %. Der Abwärtsdruck hält nach der Eröffnung an und steht im Einklang mit den vorherrschenden kurzfristigen Momentum-Signalen.

Zuvor wurde berichtet, dass das Vereinigte Königreich Sanktionen gegen den sudanesischen Goldsektor verhängt hat, um illegale Finanznetzwerke zu stören, die regionale Konflikte befeuern. Die jüngsten Bewegungen bei XAU/USD zeigen, wie geopolitische Risiken weiterhin die Marktdynamik von Gold prägen, was darauf hindeutet, dass Händler auf Volatilitätsspitzen achten sollten, wenn sich die Spannungen entwickeln und sich die Zinserwartungen in den USA verschieben.

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