Solana testet Post-Quantum-Verteidigung, um sich auf künftige Risiken vorzubereiten
Die Solana Foundation hat sich mit dem Post-Quantum-Sicherheitsunternehmen Project Eleven zusammengetan, um potenzielle Bedrohungen durch Quantencomputer zu bewerten und zu entschärfen.
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Im Rahmen der Zusammenarbeit führte Project Eleven eine umfassende Analyse der Quantenbedrohungen für das Solana-Netzwerk durch und baute einen Prototyp des Solana-Testnetzes unter Verwendung digitaler Post-Quanten-Signaturen, berichtet Cointelegraph.
Der Ankündigung zufolge hat das Testnetz gezeigt, dass quantenresistente Transaktionen ohne Einbußen bei der Skalierbarkeit von Ende zu Ende durchgeführt werden können. Diese Behauptung ist bemerkenswert, da allgemein erwartet wird, dass die Post-Quantum-Kryptografie rechenintensiver ist als die heutigen kryptografischen Standards. Die Stiftung hat noch nicht bekannt gegeben, welcher Post-Quantum-Standard in der Testnet-Implementierung verwendet wurde. Die Entwicklung signalisiert die Absicht von Solana, sich frühzeitig vorzubereiten, anstatt zu reagieren, sobald die Quantenfähigkeiten ausgereift sind. Außerdem gehört Solana damit zu den ersten großen Blockchains, die Post-Quantum-Transaktionsströme öffentlich testen.
Post-Quantum-Kryptografie bringt Kompromisse, aber keine Gewissheit
Die Post-Quantum-Kryptografie zielt darauf ab, Systeme vor zukünftigen Quantencomputern zu schützen, die in der Lage sind, die heutige Verschlüsselung zu knacken. Im August 2024 hat das US National Institute of Standards and Technology drei Post-Quantum-Standards verabschiedet: FIPS 203, 204 und 205. Unabhängige Tests von Cloudflare haben gezeigt, dass FIPS 204 fast fünfmal teurer ist, um Transaktionen zu signieren als Ed25519, den Solana derzeit verwendet, obwohl er schneller verifiziert.
Diese Kompromisse machen deutlich, warum Post-Quantum-Upgrades für Blockchains mit hohem Durchsatz komplex bleiben. Das Testnetz von Solana deutet zwar auf die Machbarkeit hin, aber eine groß angelegte Einführung würde immer noch eine sorgfältige Optimierung und die Zustimmung der Community erfordern. Die Ungewissheit über die Leistungskosten ist nach wie vor ein zentrales Hindernis in der Kryptoindustrie. Nichtsdestotrotz liefern die heutigen Tests wertvolle Daten für zukünftige Migrationspfade.
Quantum-Zeitpläne spalten die größten Stimmen der Kryptoindustrie
Solanas Schritt spiegelt die wachsende Debatte darüber wider, wie schnell Quantencomputing zu einer echten Bedrohung für die Blockchain-Sicherheit wird. Ethereum-Mitbegründer Vitalik Buterin schätzte kürzlich eine 20-prozentige Chance, dass Quantencomputer die aktuelle Kryptographie vor 2030 überwinden könnten. Andere sind da ganz anderer Meinung, darunter Adam Back, der glaubt, dass Bitcoin noch 20 bis 40 Jahre lang sicher sein könnte. Neben der technischen Herausforderung könnte sich die Verwaltung als das schwierigste Hindernis erweisen, insbesondere für Bitcoin.
Analysten haben gewarnt, dass die Koordinierung einer netzwerkweiten Umstellung auf quantenresistente Adressen politisch und gesellschaftlich schwierig sein könnte. Gelingt dies nicht, könnten ruhende Geldbörsen aufgedeckt und die Märkte gestört werden, wenn kompromittierte Gelder wieder in Umlauf kommen. Vor diesem Hintergrund unterstreicht das proaktive Testen von Solana eine breitere Verlagerung der Branche hin zu einer frühzeitigen Bereitschaft anstelle eines verzögerten Konsenses.
Kürzlich schrieben wir, dass Solana am Mittwoch in einer engen und zunehmend definierten Konsolidierungszone gehandelt wird , nachdem es seit seinem Höchststand im Oktober lange Zeit nach unten gegangen war.
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