Investitionen in web3-Infrastruktur steigen trotz Rechtsunsicherheit in Indien stark an

Investitionen in web3-Infrastruktur steigen trotz Rechtsunsicherheit in Indien stark an
Investitionen in web3-Infrastruktur steigen in Indien stark an

Das indische Web3-Ökosystem erlebt einen Investitionsschub, wobei sich die Blockchain-Infrastruktur trotz anhaltender regulatorischer Unsicherheit als oberste Priorität für Investoren erweist.

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Laut dem India Web3 Landscape Report 2024 von Hashed Emergent sicherten sich Blockchain-Startups in diesem Jahr 564 Millionen US-Dollar an neuen Finanzmitteln - ein Anstieg von 109 % gegenüber 2023. Ein erheblicher Teil dieses Kapitals - 437 Millionen Dollar - ist in Infrastrukturprojekte geflossen, was einem Anstieg von 224 % gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Investoren setzen auf Layer-1- und Layer-2-Skalierungslösungen, dezentralisierte physische Infrastrukturnetzwerke und Middleware-Plattformen, die laut Crypto News das Rückgrat der langfristigen Überlebensfähigkeit von Blockchain bilden.

Infrastruktur zieht Kapital an, während die Regulierung stockt

Während die Finanzierung von web3-Gaming und digitalen Sammlerstücken zurückging, haben sich Finanzdienstleistungen - insbesondere dezentralisierte Finanzen (DeFi) - erholt und 86 Millionen Dollar an Investitionen gesichert. Trotz des wiedererwachten Interesses ist eine Finanzierung im großen Stil jedoch nach wie vor schwer zu erreichen. Kein Web3-Startup in Indien hat seit 2022 eine Investitionsrunde von mehr als 100 Millionen Dollar abgeschlossen, was die Vorsicht der Investoren angesichts der regulatorischen Herausforderungen widerspiegelt.

Hohe Krypto-Steuern und strenge Compliance-Anforderungen haben viele Startups dazu veranlasst, ihre Aktivitäten ins Ausland zu verlagern, um freundlichere Gerichtsbarkeiten zu finden. Die indische Steuer von 30 % auf virtuelle digitale Vermögenswerte in Verbindung mit einer Quellensteuer von 1 % (TDS) auf jede Transaktion schreckt in- und ausländisches Kapital weiterhin ab.

Trotz dieser Hürden bleibt Indien ein wichtiger Akteur in der globalen web3-Landschaft. Auf das Land entfallen inzwischen 12 % der weltweiten Web3-Entwickler, und die Akzeptanz in den Unternehmen nimmt in allen Branchen zu, vom Finanzwesen bis zur Lieferkette. Ob Indien seine Position als Blockchain-Führer festigt oder an Schwung verliert, wird von der Fähigkeit der Regierung abhängen, in den kommenden Jahren einen klaren Rechtsrahmen zu schaffen.

In der Zwischenzeit erklärte die Europäische Kommission, dass die EU und Indien ihr Freihandelsabkommen bis zum Jahresende abschließen wollen, um die Prioritäten mit den globalen Realitäten in Einklang zu bringen.

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