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Die kanadische Kryptobörse Bull Bitcoin hat beim französischen Staatsrat die Annullierung eines Dekrets beantragt, das die DAC8-Steuermelderegeln der EU umsetzt. Das Unternehmen argumentiert, dass die neuen Anforderungen ernsthafte Risiken für die Privatsphäre und Sicherheit von Millionen von Krypto-Nutzern darstellen.
Dieser Artikel wurde aus dem Original übersetzt. Lesen Sie die Originalversion unseres Korrespondenten hier.
Die neuen Regeln verpflichten Krypto-Dienstleister, Informationen über die Identität und Transaktionen der Nutzer zu sammeln und diese an die nationalen Steuerbehörden zu melden. Die Daten werden anschließend automatisch zwischen den Mitgliedstaaten der Europäischen Union ausgetauscht.
Laut Bull Bitcoin stellt die Erstellung einer zentralisierten Datenbank mit Namen, Wohnanschriften und Kryptowährungs-Transaktionsdaten ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar.
Bull Bitcoin kündigte zudem an, alle verfügbaren rechtlichen Mittel auszuschöpfen, um DAC8 auszusetzen, zu ändern oder zu kippen. Das Unternehmen plant ein ähnliches Vorgehen gegen das Crypto-Asset Reporting Framework (CARF), den von der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) entwickelten globalen Berichtsstandard.
Nach den derzeitigen Regeln müssen Krypto-Unternehmen ihre ersten Berichte für Transaktionen des Jahres 2026 bis zum 30. September 2027 einreichen.
Nach Angaben der französischen Polizei wurden seit Anfang 2026 mindestens 77 Entführungs- und Erpressungsfälle im Zusammenhang mit Kryptowährungen im Land registriert.
Zuvor berichtete CertiK, dass die Zahl der bestätigten Wrench Attacks weltweit im Jahr 2025 um 75 % auf 72 Fälle gestiegen ist. Frankreich verzeichnete die höchste Anzahl solcher Vorfälle.
Anfang dieses Jahres drangen drei Kriminelle, die sich als Polizisten ausgaben, in das Haus eines älteren Ehepaars in Frankreich ein und zwangen den Ehemann mit vorgehaltenem Messer, Bitcoin im Wert von etwa 1 Million Dollar zu übertragen.