Hacker gibt 320 BTC nach Phishing-Diebstahl an südkoreanische Behörden zurück
Südkoreanische Staatsanwälte haben die Kontrolle über 320,8 BTC wiedererlangt, die im vergangenen Jahr aus ihrer Geldbörse gestohlen wurden, ein Vermögen im Wert von etwa 21 Millionen Dollar.
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Lokalen Medien zufolge wurden die Bitcoin im August entwendet, nachdem Ermittler, die mit den beschlagnahmten Geldern befasst waren, versehentlich eine Phishing-Website aufgerufen und eine Seed-Phrase eingegeben hatten. Der Einbruch wurde erst im Dezember nach einer internen Prüfung bei der Staatsanwaltschaft des Bezirks Gwangju entdeckt, berichtete The Block.
Am Dienstag schickte der Hacker unerwartet 320,8 BTC zurück an eine Geldbörse der Strafverfolgungsbehörden. Die Staatsanwaltschaft gab an, dass sie zuvor Transaktionen im Zusammenhang mit den gestohlenen Vermögenswerten auf zentralen Börsen blockiert hatte, was die Liquidierung der Gelder erschwerte. Die Identität des Hackers bleibt unbekannt.
Die wiedergefundenen Münzen wurden zur sicheren Verwahrung an eine lokale Börse übertragen. Die Ermittlungen dauern an.
Landesweite Überprüfung der Verwahrung digitaler Vermögenswerte
Der Vorfall hat eine breitere Überprüfung der Art und Weise ausgelöst, wie die Ermittlungsbehörden beschlagnahmte digitale Vermögenswerte verwalten. Letzte Woche haben die Behörden bekannt gegeben, dass die Polizeiwache von Seoul Gangnam ebenfalls den Überblick über 22 BTC verloren hat, die seit 2021 in einer Cold Wallet aufbewahrt wurden.Die Polizeibehörde der Provinz Gyeonggi Bukbu hat eine interne Untersuchung eingeleitet, um herauszufinden, wie es zu dem Verlust kam und ob es eine interne Verwicklung gab.
Bithumb-Fehler und verschärfte Aufsicht
Der Fall ereignete sich kurz nach einem anderen Vorfall bei Bithumb, bei dem die Börse ihren Nutzern während einer Werbeaktion irrtümlich 620 000 BTC im Wert von etwa 44 Milliarden Dollar gutgeschrieben hatte. Nach Angaben der Plattform wurden 99,7 % der Gelder zurückerstattet.Nach diesen Ereignissen bildete die Finanzaufsichtsbehörde eine Arbeitsgruppe zur Vorbereitung des Basic Digital Asset Act, der die nächste Phase der Krypto-Regulierung markiert. Es wird erwartet, dass das Gesetz Offenlegungsstandards für Token-Emittenten und -Börsen sowie Lizenzierungsregeln für Anbieter von digitalen Vermögenswerten und Stablecoin-Emittenten einführt. Der endgültige Entwurf soll im ersten Quartal vorgelegt werden.
Seit 2021 müssen sich Börsen in Südkorea bei der Financial Intelligence Unit registrieren, die KYC- und AML-Vorschriften einhalten, Konten mit echtem Namen verwenden und eine Cybersicherheitszertifizierung erhalten. Im Jahr 2024 trat das Gesetz zum Schutz der Nutzer virtueller Vermögenswerte in Kraft. Für den Zeitraum 2025-2026 planen die Behörden die Regulierung von Stablecoins, die Zulassung von Spot-Krypto-ETFs, die Öffnung des Marktes für Unternehmensanleger und eine verstärkte Marktüberwachung.
Zuvor hatte ein Hacker gestohlene Gelder in Höhe von 5 Millionen Dollar nach Verhandlungen an 1inch zurückgegeben.
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