Südkorea leitet behördenübergreifende Untersuchung ein, nachdem es wiederholt zu Fehlern bei der Verwahrung von Kryptowährungen gekommen ist.
Die südkoreanische Regierung ordnet eine umfassende Überprüfung der Art und Weise an, wie beschlagnahmtes digitales Vermögen aufbewahrt wird, nachdem eine Sicherheitslücke im Zusammenhang mit einem aufgedeckten Wallet-Seed-Phrase bekannt wurde. Der stellvertretende Premierminister und Finanzminister Koo Yun cheol leitet eine Untersuchung ein, nachdem die nationale Steuerbehörde ein Foto einer Hardware-Wallet veröffentlicht hat, auf dem die vollständige Recovery-Phrase zu sehen ist.
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Das Ergebnis: 4 Millionen Pre Retogeum PRTG-Token im Wert von rund 6 Milliarden Won oder etwa 4,8 Millionen Dollar wurden aus der beschlagnahmten Wallet entnommen, berichtet Cointelegraph.
Finanzdienstleistungskommission und Finanzaufsichtsdienst schließen sich der Inspektion an. Die Behörden versprechen, die Sicherheitsstandards in allen öffentlichen Institutionen, die mit digitalen Vermögenswerten umgehen, zu erhöhen.
Die veröffentlichte Seed-Phrase gibt jedem, der das Bild gesehen hat, vollen Zugriff auf die Wallet. Die Gelder werden innerhalb weniger Stunden nach der Veröffentlichung abgehoben.
Der Vorfall folgt auf einen früheren Fall, bei dem die Polizei in Gangnam 22 BTC verlor, die im Rahmen von Hacking-Ermittlungen im Jahr 2021 beschlagnahmt worden waren, nachdem sie das Vermögen an einen Drittverwahrer übertragen hatten. Beide Vorfälle verdeutlichen die schwachen Kontrollen privater Schlüssel und das Fehlen einheitlicher Verwahrungsstandards.
Südkoreas Krypto-Regulierungsrahmen steht erneut auf dem Prüfstand
Südkorea gehört zu den aktivsten Kryptomärkten in Asien. Das Land setzt bereits das Gesetz zum Schutz der Nutzer virtueller Vermögenswerte durch, das Börsen dazu verpflichtet, Rücklagen zu halten, sich Prüfungen zu unterziehen und Kundengelder zu trennen.
Die Regulierungsbehörden bereiten die nächste Phase der Gesetzgebung vor, die darauf abzielt, die Aufsicht über Börsen, Verwahrer und Betreiber digitaler Vermögenswerte zu stärken.
Die jüngsten Misserfolge bei der Verwahrung von Wertpapieren zeigen die Kluft zwischen den strengen Vorschriften für den privaten Sektor und den internen Kontrollen in öffentlichen Einrichtungen. Eine behördenübergreifende Überprüfung könnte den Weg für ein zentralisiertes Verwahrungsmodell für beschlagnahmte Kryptowährungen mit strengeren Zugangsprotokollen ebnen.
Vertrauen in die öffentliche Verwaltung digitaler Vermögenswerte steht auf dem Spiel
Fehler im Umgang mit beschlagnahmten Kryptowährungen untergraben das Vertrauen in die staatliche Durchsetzung digitaler Vermögenswerte. Bei einem so großen Markt wie Südkorea könnten sich die Auswirkungen auf Gerichtsverfahren und breitere Verwahrungsstandards für Branchenteilnehmer erstrecken.Strengere Kontrollen könnten die Glaubwürdigkeit der Regulierungsbehörden stärken, dürften aber auch zu strengeren Compliance-Anforderungen für staatliche Stellen und private Unternehmen führen.
Zuvor hatten die Behörden Pläne zur Verschärfung der Krypto-Aufsicht nach dem Vorfall mit Bithumb angekündigt.
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