CFTC zieht Empfehlung zu Clearingregeln für digitale Vermögenswerte zurück
In einer bemerkenswerten Verschiebung in der Kryptowährungsregulierung gab die U.S. Commodity Futures Trading Commission (CFTC) am 28. März bekannt, dass ihre Division of Clearing and Risk (DCR) offiziell das Staff Advisory No. 23-07 zurückgezogen hat.
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Das Staff Advisory No. 23-07, das ursprünglich im Mai 2023 veröffentlicht wurde, umriss erhöhte regulatorische Erwartungen für Derivate-Clearing-Organisationen (DCOs), die in den Sektor der digitalen Vermögenswerte expandieren wollen, wie Bitcoin.com News berichtet.
Die Rücknahme trat mit sofortiger Wirkung in Kraft und wurde von einer offiziellen Erklärung begleitet, in der die Gründe für diese Entscheidung erläutert wurden. Nach Angaben der CFTC kam die DCR zu dem Schluss, dass die Beibehaltung der Empfehlung den Eindruck erwecken könnte, dass Derivate auf digitale Vermögenswerte anders reguliert werden als andere Finanzprodukte - ein Eindruck, den die Behörde vermeiden möchte.
Die Reaktion der Branche und die wichtigsten Bestimmungen des zurückgezogenen Dokuments
Ursprünglich löste das Staff Advisory No. 23-07 in der Kryptoindustrie Besorgnis aus, da es eine strengere Aufsicht für DCOs signalisierte, die in die Märkte für digitale Vermögenswerte eintreten. Das Dokument legte besonderes Gewicht auf Risikomanagementbereiche wie Cybersicherheit, Systemschutzmaßnahmen, Interessenkonflikte und operative Verfahren für physisch abgewickelte Krypto-Kontrakte.
Im Rahmen der aufgehobenen Leitlinien wurde von den DCOs erwartet, dass sie maßgeschneiderte Strategien zur Risikominderung für digitale Produkte entwickeln, und sie wurden gewarnt, dass die Abhängigkeit von verbundenen Unternehmen und gemeinsam genutzter Infrastruktur genau geprüft werden würde. Einige Marktteilnehmer kritisierten die Bestimmungen als übermäßig belastend und potenziell innovationshemmend.
Während die CFTC diese eigenständige Richtlinie zurückgezogen hat, bekräftigte die Behörde ihr Engagement für die Anwendung einheitlicher Regulierungsstandards in allen Marktsegmenten. Wie in der Erklärung erwähnt, bleibt es das Ziel der Behörde, sichere, solide und wettbewerbsfähige Clearingsysteme zu gewährleisten - sowohl für traditionelle als auch für digitale Vermögenswerte.
Lockerung der Regulierung und Ausblick für die Kryptoindustrie
Dieser Schritt ist Teil eines breiteren Trends der regulatorischen Aufweichung des US-Ansatzes zur Krypto-Aufsicht. Kürzlich haben die Federal Deposit Insurance Corporation (FDIC) und das Office of the Comptroller of the Currency (OCC) auch frühere Anforderungen aufgehoben, die die Banken dazu verpflichteten, spezifische Genehmigungen einzuholen, um sich an kryptobezogenen Aktivitäten zu beteiligen.
Zusammengenommen spiegeln diese Entwicklungen die wachsende Bereitschaft der US-Regulierungsbehörden wider, verantwortungsvolle Innovationen im Bereich der digitalen Vermögenswerte zu unterstützen. Branchenvertreter haben die Änderungen als einen Schritt zur Schaffung gleicher Wettbewerbsbedingungen und zur Ausweitung der Teilnahme an den Kryptomärkten begrüßt.
Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump die Entscheidung getroffen, Brian Quintenz von Andreessen Horowitz zum Vorsitzenden der Commodity Futures Trading Commission zu ernennen. Während Trumps erster Amtszeit als Präsident diente Quintenz als CFTC-Kommissar und spielte eine aktive Rolle bei der Einführung der ersten vollständig regulierten Futures-Kontrakte für Bitcoin und Ethereum und trug zur Entwicklung des DeFi-Sektors bei.
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