Canary Capital beantragt einen PEPE-Spot-ETF

Canary Capital beantragt einen PEPE-Spot-ETF
Canary will einen PEPE-ETF in den USA auflegen.

Canary Capital hat bei der SEC die Auflegung eines Spot-ETF beantragt, der an den Memecoin PEPE gebunden ist. Für den US-Markt ist dies einer der bisher riskantesten Tests in der neuen Welle von Kryptofonds: Nach Bitcoin, Ether und größeren Altcoins versucht der Emittent nun, ein Produkt zum Börsenhandel zu bringen, das auf einem Vermögenswert basiert, dessen Geschichte fast ausschließlich auf spekulativer Nachfrage und Internetkultur beruht.

Höhepunkte

  • Canary Capital hat ein S-1 eingereicht, um einen Canary PEPE ETF in den USA aufzulegen.
  • Der Fonds würde die Wertentwicklung von Pepe abbilden, während bis zu 5 % des Vermögens vorübergehend in ETH für Netzwerkgebühren gehalten werden könnten.
  • PEPE rangiert nach Marktkapitalisierung an 45. Stelle, liegt aber immer noch etwa 85 % unter seinem Allzeithoch.
  • Die 10 größten Adressen kontrollieren etwa 41 % des Token-Angebots, was das Konzentrationsrisiko erhöht.

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Laut dem am 8. April eingereichten S-1-Formular würde der Canary PEPE ETF den Token-Preis abzüglich der Kosten nachbilden, wobei der gesamte PEPE des Trusts von einer Depotbank gehalten wird. In der Einreichung heißt es, dass ein kleiner Anteil des Fondsvermögens, bis zu 5 %, vorübergehend in ETH gehalten werden kann, um die Gebühren im Ethereum-Netzwerk zu decken, da PEPE selbst als ERC-20-Token ausgegeben wird.

Eine Wette auf die spekulativste Seite des Marktes

Laut Cointelegraph folgt der Antrag in seiner Struktur dem Modell, das bereits von Spot-Krypto-ETFs bekannt ist: Der Fonds würde den Basiswert bei einer Depotbank halten, während die Schaffung und Rücknahme von Anteilen in Körben von 10.000 Anteilen erfolgen würde. Doch im Gegensatz zu Bitcoin- oder Ether-Fonds ist dieses Produkt an einen Memecoin gebunden, dessen Marktlogik weit weniger mit fundamentalen Faktoren verbunden ist. Im Prospekt selbst wird ausdrücklich davor gewarnt, dass die Anteile des Fonds spekulativ sind und Anleger ihre gesamte Investition verlieren könnten.

Canary betritt den Markt zu einem Zeitpunkt, an dem PEPE selbst weit von seinem früheren Hype entfernt ist. Laut CoinMarketCap wird der Token zu etwa 0,000003 $ gehandelt, liegt mit einer Bewertung von etwa 1,44 Mrd. $ an 45. Stelle der Marktkapitalisierung und bleibt etwa 85 % unter seinem im Dezember 2024 erreichten Allzeithoch von 0,00002368 $. Gleichzeitig liegt die Zahl der PEPE-Inhaber bei über 513.500.

Ein Fonds, der auf einem Vermögenswert mit konzentriertem Eigentum basiert

Ein weiteres Risiko, auf das der Emittent selbst hinweist, ist die Eigentümerstruktur des Tokens. In der Einreichung sagt Canary, dass die 10 größten Wallet-Adressen etwa 41 % des zirkulierenden PEPE-Angebots kontrollieren. In dem Dokument wird darauf hingewiesen, dass ein erheblicher Teil dieser Adressen möglicherweise zu zentralen Börsen gehört, aber selbst mit diesem Vorbehalt bleibt die Konzentration für einen Vermögenswert, der in Form eines ETFs für Anleger des breiten Marktes angeboten wird, hoch.

Auch der breitere Kontext ist nicht ganz günstig. Canary hat bereits ETFs auf XRP, Solana, Hedera, Sei und Mog Coin beantragt und setzt damit eindeutig auf eine wachsende Palette von Nischen-Kryptofonds. Dennoch haben die Erfahrungen mit Memecoin-basierten ETFs bisher nicht besonders überzeugend ausgesehen. Laut Cointelegraph brachte das Debüt des Dogecoin-Spot-ETF von Grayscale im November 2025 gerade einmal 1,4 Millionen Dollar am ersten Handelstag ein und lag damit weit unter der Prognose des Bloomberg-Analysten Eric Balchunas von 12 Millionen Dollar.

Ein neuer Test für den Krypto-ETF-Markt

Die Einreichung von Canary ist nicht nur für sich genommen von Bedeutung, sondern auch als Indikator dafür, wie weit die Emittenten bereit sind, den ETF-Wrapper in Richtung zunehmend volatiler und schwach institutionalisierter Token voranzutreiben. Wenn die SEC diesen Weg nicht frühzeitig blockiert, könnte der Markt dies als ein Signal verstehen, dass nach BTC und ETH auch Memecoins allmählich in das Universum der regulierten Produkte eintreten könnten.

Aber selbst in diesem Fall ist der Erfolg des Fonds alles andere als garantiert: Er bedarf nicht nur der behördlichen Genehmigung, sondern auch einer echten Anlegernachfrage, und das Dogecoin-Beispiel zeigt, dass ein hochkarätiger Ticker nicht automatisch zu einem hohen Handelsvolumen führt.

In einem früheren Bericht wiesen wir darauf hin, dass Bitcoin in der Nähe von $71.000 hält, da der Waffenstillstand im Iran ins Wanken gerät.

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