Usbekistan wird mit der Einführung einer speziellen Mining-Zone kryptofreundlicher

Usbekistan wird mit der Einführung einer speziellen Mining-Zone kryptofreundlicher
Usbekistan will von Kryptowährungen profitieren

Usbekistan hat eine staatlich kontrollierte Zone für das Mining von Kryptowährungen geschaffen. Das neue Modell erlaubt es zugelassenen Unternehmen, geschürfte digitale Vermögenswerte auf ausländischen Plattformen zu verkaufen, wobei alle Erlöse über inländische Bankkonten geleitet werden müssen.

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Lokalen Medien zufolge wurde der entsprechende Beschluss am 17. April unterzeichnet, und am 20. April trat ein Dekret zur Einrichtung des Besqala Mining Valley in Kraft. Die Zone umfasst das Gebiet der Republik Karakalpakstan. Nur registrierte juristische Personen dürfen dort tätig werden und erhalten über eine neu eingerichtete Direktion beim Ministerrat der Republik einen Aufenthaltsstatus.

Die Bewohner der Zone werden in der Lage sein, Kryptowährungen abzubauen, verschiedene Energiequellen zu nutzen und ihre Vermögenswerte sowohl an inländischen Börsen als auch auf internationalen Plattformen zu verkaufen. Direkte Geschäfte und Swaps in andere liquide Kryptowährungen sind ebenfalls erlaubt. Die Finanzströme werden jedoch weiterhin streng kontrolliert: Alle Erlöse müssen auf Bankkonten in Usbekistan überwiesen werden.

Die Behörden haben auch Steueranreize eingeführt. Bergbauunternehmen, die in der Zone tätig sind, werden bis zum 1. Januar 2035 von der Steuer befreit. Im Gegenzug müssen sie eine monatliche Gebühr in Höhe von 1 % ihrer Bergbaueinnahmen an die Zonendirektion entrichten. Die Regierung wurde außerdem beauftragt, innerhalb von zwei Monaten Änderungen des Steuergesetzes auszuarbeiten.

Das Land braucht Investitionen

Dieser Schritt fügt sich in die umfassendere Strategie Usbekistans ein, Investitionen in Karakalpakstan anzuziehen, einer Region mit hoher Armut und begrenzter industrieller Entwicklung. Die Behörden haben dort bereits Sonderwirtschaftszonen eingerichtet, um das Wachstum zu fördern.

Mit dem neuen Erlass wird auch die frühere Haltung des Landes zum Bergbau aufgeweicht. Im Jahr 2023 verlangte Usbekistans Nationale Agentur für Zukunftsprojekte, dass der Bergbau ausschließlich mit Solarenergie betrieben werden sollte. Jetzt sind die Regeln flexibler: Innerhalb der Sonderzone können die Unternehmen erneuerbare Energiequellen, Wasserstoff und sogar Netzstrom nutzen, wobei für die Nutzung des Netzes höhere Tarife gelten.

Die Bergbauinitiative ergänzt andere investitionspolitische Maßnahmen in der Region. Ende 2025 führte Usbekistan eine separate steuerfreie Zone für Projekte in den Bereichen künstliche Intelligenz und Datenzentren ein. Ausländischen Investoren wurden Steuererleichterungen und ermäßigte Strompreise angeboten, während Unternehmen, die 100 Millionen Dollar oder mehr investieren, bis 2040 eine vollständige Steuer- und Zollbefreiung gewährt wurde. Die Regierung geht davon aus, dass diese KI-Zone bis 2030 ausländische Investitionen in Höhe von über 1 Milliarde Dollar anziehen wird.

Kasachstan hat einen anderen Weg eingeschlagen

Gleichzeitig folgt Usbekistan in vielerlei Hinsicht dem Weg von Kasachstan, das einst weltweit führend im Krypto-Mining war. Nachdem China das Mining im Jahr 2021 verboten hatte, übernahm Kasachstan einen großen Teil der globalen Hash-Power. Aufgrund des Drucks auf sein Energiesystem, strengerer Vorschriften und steigender Tarife verlor das Land jedoch allmählich seine Position, und viele Miner verlagerten ihren Standort in andere Länder.

Kasachstan konzentriert sich nun auf eine strengere Kontrolle und Zentralisierung der Branche. Die Behörden haben damit begonnen, Kryptounternehmen und -infrastruktur innerhalb regulierter Zonen zu konsolidieren, die Lizenzanforderungen zu erhöhen und den Betrieb auf lokale Plattformen zu verlagern. In diesem Zusammenhang sieht der Ansatz Usbekistans ähnlich aus: Die Schaffung einer speziellen Mining-Zone mit strenger Kontrolle der Finanzströme könnte ein Versuch sein, aus den Erfahrungen Kasachstans zu lernen und die gleichen Fallstricke zu vermeiden.

Es ist erwähnenswert, dass Zentralasien sich stetig in Richtung Legalisierung von Kryptowährungen unter strenger staatlicher Aufsicht bewegt.

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