Die Spotnachfrage nach Bitcoin bleibt trotz ETF-Zuflüssen negativ

Die Spotnachfrage nach Bitcoin bleibt trotz ETF-Zuflüssen negativ
Die Spotnachfrage nach Bitcoin bleibt negativ

Ki Young Ju, CEO von CryptoQuant, hat auf ein erhebliches Ungleichgewicht auf dem Bitcoin-Markt hingewiesen. Seiner Ansicht nach wurde die jüngste Kursrallye in erster Linie durch den Terminhandel und nicht durch eine echte Nachfrage auf dem Kassamarkt angetrieben.

Höhepunkte

  • Die Spot-Nachfrage nach Bitcoin bleibt trotz steigender Preise und starker Zuflüsse in ETFs weiterhin negativ.
  • Die aktuelle Kursrallye wird größtenteils durch den Terminhandel getragen.
  • Der CEO von CryptoQuant warnt, dass sich der Aufwärtstrend ohne echte Spot-Käufe als nicht nachhaltig erweisen könnte.

Dieser Artikel wurde aus dem Original übersetzt. Lesen Sie die Originalversion unseres Korrespondenten hier.

Divergenz zwischen Termin- und Spotmärkten

Ki merkte an, dass zwar das Open Interest bei Bitcoin-Futures weiter wächst, die sichtbare On-Chain-Spotnachfrage jedoch weiterhin im negativen Bereich liegt. Historisch gesehen enden Bärenmärkte erst, wenn sich die Spot- und Terminnachfrage gleichzeitig erholen. Derzeit scheint die Erholung jedoch eher von gehebelten Terminhändlern als von organischen Spotkäufern angetrieben zu werden.  

Selbst bei erheblichen Zuflüssen in Bitcoin-Spot-ETFs und großen Unternehmenskäufen zeigen On-Chain-Daten eine anhaltende Schwäche bei den tatsächlichen Spot-Käufen. Anfang April lag die sichtbare 30-Tage-Spot-Nachfrage bei etwa -87.600 BTC.

Institutionelle Käufe reichen nicht aus

Trotz starker ETF-Zuflüsse – 786 Millionen US-Dollar und 823 Millionen US-Dollar in aufeinanderfolgenden Wochen – und dem Kauf von 34.164 BTC durch Strategy für 2,54 Milliarden US-Dollar hat sich die zugrunde liegende Spot-Nachfrage nicht ins Positive gewendet. Dies deutet darauf hin, dass die Käufe durch ETFs und Unternehmen durch den Verkaufsdruck von Langzeitinhabern und Minern ausgeglichen werden.

Ki Young Ju betonte, dass nachhaltige Aufschwünge eine gleichzeitige Stärke sowohl auf dem Spot- als auch auf dem Terminmarkt erfordern. Eine durch Terminkontrakte getriebene Erholung ohne Unterstützung durch den Kassamarkt endet oft in einer Korrektur, sobald die Hebelwirkung abgebaut wird.

Auswirkungen auf den Markt

Die anhaltende Divergenz erhöht das Risiko einer scharfen Umkehr, sollten sich die makroökonomischen oder geopolitischen Bedingungen verschieben. Während das institutionelle Interesse weiterhin hoch ist, warnen Analysten, dass eine echte Aufwärtsdynamik erst dann zurückkehren wird, wenn die Nachfrage am Spotmarkt nachhaltig positiv wird.

Bitcoin notiert derzeit bei rund 77.800 US-Dollar, nachdem es nicht gelungen ist, die Widerstandsmarke von 80.000 US-Dollar zu durchbrechen.

Wie bereits berichtet, verzeichnen Bitcoin-ETFs die stärksten Zuflüsse seit Februar.

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