SEC-Beamte fordern klarere Regeln für die Verwahrung von Kryptoanlagen
Führende Beamte der US-Wertpapier- und Börsenaufsichtsbehörde (SEC) trafen sich am 25. April in Washington, D.C., zum dritten Rundtischgespräch der Crypto Task Force, um die wachsenden Bedenken hinsichtlich der Verwahrung von Krypto-Vermögenswerten zu erörtern.
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Die Kommissare Mark T. Uyeda, Caroline A. Crenshaw, Hester M. Peirce und der Vorsitzende Paul Atkins nahmen an der Diskussion teil und konzentrierten sich auf den dringenden Bedarf an regulatorischer Klarheit, wie Bitcoin.com News berichtet.
Mark Uyedas Aufruf zu Reformen
Kommissar Mark Uyeda forderte Reformen, die es registrierten Anlageberatern erlauben würden, staatlich zugelassene, zweckgebundene Treuhandgesellschaften als qualifizierte Verwahrer einzusetzen. Er betonte, dass die Haltung der vorherigen Regierung - die "meisten Krypto-Vermögenswerte" als Fonds oder Wertpapiere zu betrachten - Verwirrung stiftete und Berater dazu zwang, die Anlagemöglichkeiten ihrer Kunden zu beschränken. Uyeda wies darauf hin, dass nicht alle Krypto-Vermögenswerte Wertpapiere sind, und forderte die SEC auf, zu klären, ob bestimmte Krypto-Bestände im Rahmen der Custody Rule als "Fonds" eingestuft werden sollten. Er betonte auch die Notwendigkeit, eine wettbewerbsfähige und rechtskonforme Verwahrungsinfrastruktur zu schaffen.
Caroline Crenshaws Fokus auf den Anlegerschutz
Kommissarin Caroline Crenshaw betonte in ihren Ausführungen die Wichtigkeit der Aufrechterhaltung eines starken Anlegerschutzes. Sie verglich die Verwahrung von Vermögenswerten mit dem Vertrauen in eine Fluggesellschaft mit persönlichem Gepäck und stellte in Frage, ob ein duales Regulierungssystem für traditionelle und Krypto-Vermögenswerte die gleichen hohen Sicherheitsstandards aufrechterhalten könne. Crenshaw wies auf Blockchain-spezifische Risiken wie Schwachstellen bei Smart Contracts und Hacking-Bedrohungen hin und warnte, dass eine Schwächung der Standards die Risiken für Anleger und das Finanzsystem insgesamt erhöhen könnte, insbesondere im Falle einer Insolvenz der Verwahrstelle.
Hester Peirces Forderung nach flexibler Regulierung
Unterdessen sprach sich Kommissarin Hester Peirce für einen flexibleren und durchdachteren Regulierungsansatz aus, der die Einzigartigkeit der Blockchain-Technologie berücksichtigt. Sie merkte an, dass qualifizierte Verwahrer für einige Krypto-Vermögenswerte geeignet sind, aber in anderen Fällen könnte die Selbstverwahrung eine sicherere Alternative sein. Peirce kritisierte die derzeitige Haltung der SEC und verglich sie mit einem "Boden ist Lava"-Spiel, bei dem die Teilnehmer ihren Weg durch regulatorische Lücken erraten müssen. Sie schlug vor, "Stege über die Lava" zu bauen, indem klare, anpassungsfähige Regeln entwickelt werden, die sowohl den Anlegerschutz als auch technologische Innovationen fördern.
"Es ist an der Zeit, dass wir einen Weg finden, dieses Spiel zu beenden. Wir müssen das Licht einschalten und Wege über die Lavagrube bauen", sagte Peirce.
Peirce betonte auch, dass dezentralisierte Blockchain-Systeme den Anlegern ein neues Maß an Kontrolle und Sicherheit bieten, und er betonte, dass sich die Regulierung mit der Technologie weiterentwickeln muss, anstatt zu versuchen, sie zu beschränken.
Der runde Tisch schloss mit einem wachsenden Konsens: Die Verwahrung von Kryptoanlagen erfordert dringend einen regulatorischen Rahmen, der Anlegerschutz und technologische Flexibilität in Einklang bringt - und die Zeit für die Schaffung eines solchen Rahmens wird knapp.
Es lohnt sich, daran zu erinnern, dass Paul Atkins, der neu ernannte SEC-Vorsitzende, zuvor versprochen hatte, weitreichende Änderungen an der Regulierung von Kryptowährungen vorzunehmen, um das umzukehren, was er als einen jahrelangen Prozess bezeichnete, der die Innovation erstickt hat.
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