Morgan Stanley plant, Kunden den Handel mit Kryptowährungen anzubieten
Morgan Stanley bereitet sich darauf vor, den Handel mit Kryptowährungen auf seiner E*Trade-Plattform einzuführen und signalisiert damit eine bedeutende Expansion in digitale Vermögenswerte, da die Trump-Administration lange bestehende regulatorische Hürden abbaut.
Dieser Artikel wurde aus dem Original übersetzt. Lesen Sie die Originalversion unseres Korrespondenten hier.
Das Projekt, das sich noch in der frühen Entwicklungsphase befindet, könnte laut Quellen, die mit der Angelegenheit vertraut sind, bereits 2026 starten, berichtet Bloomberg.
Führungskräfte des Wall Street-Giganten prüfen Partnerschaften mit etablierten Krypto-Unternehmen, um E*Trade-Kunden den Kauf und Verkauf führender Token wie Bitcoin und Ethereum zu ermöglichen. Die geplante Einführung würde Morgan Stanley zur bekanntesten US-Bank machen, die den Krypto-Handel für Privatkunden direkt erleichtert und den Wettbewerb mit Fintech-Unternehmen wie Robinhood und Coinbase verschärft.
Trumps politischer Schwenk weckt das Interesse von Institutionen
Der Schritt von Morgan Stanley ist sinnbildlich für eine breitere Neuausrichtung der Branche, da die US-Politik unter Präsident Trump digitalen Vermögenswerten gegenüber aufgeschlossener ist. Wenige Tage nach seiner Rückkehr ins Amt erließ Trump eine Durchführungsverordnung zur Förderung der amerikanischen Führungsrolle bei Finanzinnovationen und wies die Regulierungsbehörden an, frühere Beschränkungen im Zusammenhang mit Kryptowährungen aufzuheben.
Kurz darauf hob die Wertpapier- und Börsenaufsichtsbehörde umstrittene Bilanzierungsrichtlinien auf, die von Krypto-Partnerschaften mit Banken abgeraten hatten. Letzte Woche hoben die Federal Reserve und die FDIC die Risikowarnungen für das Jahr 2023 im Zusammenhang mit Kryptowährungen auf - eine Entscheidung, die vom Bank Policy Institute gelobt wurde, da sie den Banken die Möglichkeit gebe, sicher zu innovieren.
Die rasche Umkehrung früherer Haltungen aus der Ära Biden hat einen Ansturm traditioneller Finanzinstitute ausgelöst, die neue Angebote in diesem Sektor erkunden. Innerhalb von Morgan Stanley beschleunigten sich die Diskussionen um direkte Krypto-Dienstleistungen Ende 2024, wie Insider berichten, insbesondere nachdem sie ein starkes Interesse an Krypto-ETFs und -Futures bei ihren vermögenden Kunden festgestellt hatten.
Krypto-Vorstoß für Privatkunden definiert die Wettbewerbslandschaft neu
Während Morgan Stanleys wohlhabendere Kunden bereits indirekt über ETFs und Futures Zugang zu Kryptowährungen haben, würde die Aufnahme des Krypto-Spothandels über E*Trade einen großen Sprung in den Massenmarkt der Finanzdienstleistungen bedeuten.
Die Entscheidung dürfte den Druck auf etablierte Unternehmen wie Robinhood erhöhen, das 626 Millionen US-Dollar - 21 % seines Nettoumsatzes im Jahr 2023 - mit dem Kryptohandel erwirtschaftete. Coinbase, die größte US-amerikanische Kryptobörse, würde sich auch einem stärkeren Wettbewerb durch ein traditionelles Finanz-Schwergewicht mit einer massiven Brokerage-Nutzerbasis und einem regulatorischen Fußabdruck gegenübersehen.
Der ehemalige CEO von Morgan Stanley, James Gorman, war einer der ersten Führungskräfte an der Wall Street, die das Potenzial von Kryptowährungen erkannten und 2017 erklärten, dass Bitcoin "mehr als nur eine Modeerscheinung" sei. Die erneute Expansion der Bank setzt diese These nun in die Tat um.
Banken erwärmen sich für Krypto nach einem Jahrzehnt des Zögerns
Große US-Banken haben Krypto aufgrund von Volatilität, Sicherheitsbedenken und regulatorischen Grauzonen lange Zeit mit Vorsicht behandelt. JPMorgan-CEO Jamie Dimon, ein lautstarker Kritiker von Bitcoin, bezeichnete Bitcoin einst als "Betrug", hat seinen Ton aber inzwischen abgeschwächt, auch wenn JPMorgan seine eigenen Blockchain-basierten Systeme entwickelt.
BNY Mellon, ein weiterer Ausreißer unter den großen Instituten, erhielt im vergangenen Jahr eine behördliche Genehmigung für die Bereitstellung von Verwahrungsdienstleistungen für digitale Vermögenswerte. Der SEC-Vorsitzende Gary Gensler, der die Behörde unter Präsident Biden leitete, hatte die Bank dafür gelobt, dass sie umfangreiche Compliance-Vorbereitungen getroffen hatte.
Wenn die Krypto-Expansion von Morgan Stanley erfolgreich ist, könnte sie dazu beitragen, den Zugang zu digitalen Vermögenswerten in der traditionellen Finanzwelt zu normalisieren - eine entscheidende Veränderung, da die Trump-Administration die regulatorische Landschaft weiter umgestaltet. Da sich die Stimmung bei Kryptowährungen verbessert und das institutionelle Engagement zunimmt, scheint der Markt für die nächste Phase der Mainstream-Adoption bereit zu sein.
Kürzlich schrieben wir, dass die Analyseplattform CryptoQuant eine neue Prognose veröffentlicht hat, die drei mögliche Preisszenarien für die Kryptowährung in den nächsten sechs Monaten skizziert, während sich Bitcoin um die 95.000-Dollar-Marke herum bewegt.
Neueste crypto Nachrichten
- Forex
- Crypto