Grayscale warnt: Bitcoin-Flaute könnte sich aufgrund politischer Risiken verschärfen
Bitcoin ist unter 60.000 $ gefallen, was den deutlichen Rückzug von seinem Oktober-Hoch bei 125.000 $ ausweitet und den Token auf neue Tiefstände im aktuellen Zyklus drückt. Grayscale Research erklärt, dass der Rückgang nahe an einem zyklischen Boden liegen könnte, aber nur, wenn sich verschiedene politische und Marktrisiken nicht verschlechtern.
Höhepunkte
- Bitcoin fiel unter 60.000 $, nachdem er im Oktober einen Höchststand von 125.000 $ erreicht hatte.
- Grayscale sagt, dass der Token in diesem Zyklus um mehr als 50 % gefallen ist.
- Höhere Fed-Zinserwartungen haben den Bitcoin-Trade geschwächt.
- Die Unsicherheit um den CLARITY Act bleibt ein zentrales regulatorisches Risiko.
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Ein Bärenmarkt, getrieben durch Zinsen und politische Risiken
Bitcoin liegt nun mehr als 50 % unter seinem Höchststand – ein steiler Absturz, selbst für Krypto-Verhältnisse. Grayscale beschrieb die Bewegung eher als einen weiteren zyklischen Rücksetzer innerhalb des langfristigen Aufwärtstrends von Bitcoin, statt als einen Bruch der übergeordneten Digital-Asset-Story.
Der größte Belastungsfaktor war die Verschiebung der Erwartungen an die Federal Reserve. Ende letzten Jahres hatten die Märkte erwartet, dass Präsident Donald Trump Kevin Hassett, der als eher taubenhaft gilt, für den Fed-Vorsitz nominieren würde. Stattdessen übernahm Kevin Warsh diesen Monat die Rolle, und Investoren erwarten nun, dass die Zentralbank die Zinsen in diesem Jahr anheben wird, da die Inflation hartnäckig bleibt.
Das ist für Bitcoin von Bedeutung, da höhere Zinsen spekulative und nicht-zinstragende Anlagen weniger attraktiv machen. Grayscale brachte die Bewegung auch mit einem schwächeren „Debasement Trade“ in Verbindung – der Idee, dass Anleger Vermögenswerte wie Bitcoin und Gold kaufen, um sich gegen den Kaufkraftverlust von Fiat-Währungen zu schützen. Auch Spot-Gold ist deutlich von seinen Höchstständen gefallen, was zeigt, dass der Druck nicht auf Krypto beschränkt ist.
CLARITY, Strategy und Quanten-Ängste
Grayscale wies auf drei zusätzliche Unsicherheitsquellen hin: das Schicksal des CLARITY Act im US-Senat, der Druck auf die gehebelte Bilanz von Strategy und die Sorge der Anleger über potenzielle digitale Sicherheitsrisiken durch Quantencomputing.
Der CLARITY Act ist wichtig, da er einen klareren rechtlichen Rahmen für Krypto-Märkte in den Vereinigten Staaten schaffen könnte. Falls er scheitert, könnten Anleger bei digitalen Vermögenswerten vorsichtig bleiben, insbesondere nach einem Jahr, in dem regulatorische Fortschritte die institutionelle Akzeptanz unterstützten.
Strategy bleibt aufgrund seines großen Bitcoin-Exposures und des Einsatzes von Hebeln ein weiterer Fokus. Falls das Unternehmen oder andere Firmen mit Digital-Asset-Reserven gezwungen sind, Positionen abzubauen, könnte dies zusätzlichen Verkaufsdruck auf den Markt ausüben.
Der Weg aus der Bitcoin-Flaute
Grayscale skizzierte zwei grobe Szenarien. Im Basisszenario verabschiedet der Senat den CLARITY Act, Strategy stärkt seine Bilanz und die Fed vermeidet Zinserhöhungen. Wenn diese Bedingungen erfüllt sind, könnte Bitcoin bereits nahe seinem Tiefpunkt sein.
Das Abwärtsszenario ist weniger günstig. Falls CLARITY dieses Jahr scheitert, gehebelte Krypto-Halter weitere Bestände verkaufen und die Fed die Zinsen anhebt, könnte Bitcoin weiter fallen. Grayscale erwartet keinen Einbruch von 80 % zwischen Hoch und Tief wie in einigen früheren Zyklen, teilweise weil dieser Bullenmarkt weniger extrem war und die institutionelle Nachfrage stabiler erscheint.
Für Privatanleger ist die Botschaft einfach: Die nächste Bewegung von Bitcoin hängt weniger von Krypto-Schlagzeilen allein ab, sondern mehr von Washington. Zinssätze, Regulierung und Bilanzstress sind nun entscheidend dafür, ob sich dieser Bärenmarkt stabilisiert oder vertieft.
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