Fed-Vorsitzender Kevin Warsh holt erfahrene Mitarbeiter zur Steuerung der Neuausrichtung

Fed-Vorsitzender Kevin Warsh holt erfahrene Mitarbeiter zur Steuerung der Neuausrichtung
Warsh setzt für Reformkurs auf Fed-Veteranen

Der Vorsitzende der Federal Reserve, Kevin Warsh, hat zwei langjährige Ökonomen der Zentralbank zu Beratern ernannt. Dieser Schritt signalisiert, dass er bei der Einleitung einer umfassenden Überprüfung der Fed-Aktivitäten auf interne Expertise setzen wird. Die Ernennungen erfolgen zu einem Zeitpunkt, an dem Warsh versucht, die Analyse von Inflation, Daten, Kommunikation, Technologie und der Bilanz der Zentralbank neu zu gestalten.

Höhepunkte

  • Kevin Warsh hat Daniel Covitz und Eric Engstrom als Berater ernannt.
  • Beide sind langjährige Fed-Ökonomen in leitenden Funktionen in den Bereichen Forschung und Geldpolitik.
  • Die Ernennungen folgen auf die Einrichtung von fünf internen Task Forces durch Warsh.
  • Der Schritt deutet darauf hin, dass Warsh externe Reformideen mit dem institutionellen Wissen der Fed kombinieren wird.

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Interne Experten verstärken Warshs Team

Warsh ernannte Daniel Covitz und Eric Engstrom für beratende Funktionen, wie CNBC berichtet. Covitz ist stellvertretender Direktor in der Abteilung für Forschung und Statistik der Fed, während Engstrom stellvertretender Direktor für Geldpolitik ist. Beide werden die neuen Posten rotierend wahrnehmen und gleichzeitig ihre bestehenden Rollen innerhalb der Zentralbank beibehalten.

Die Entscheidung markiert eine bemerkenswerte interne Wende für einen Vorsitzenden, der häufig über die Notwendigkeit eines umfassenden Wandels bei der Fed gesprochen hat. Covitz und Engstrom bringen jahrzehntelange Erfahrung im Forschungs- und Politikapparat der Zentralbank mit und verschaffen Warsh Zugang zu Mitarbeitern, die mit den Modellen, Prognosen und internen Entscheidungsprozessen der Institution vertraut sind.

Die Ernennungen folgen auf andere frühe Personalentscheidungen. Kevin Warsh wählte zuvor Paul Winfree aus, der an der Gestaltung der politischen Agenda von Project 2025 mitgewirkt hat, sowie Daniel Heil von Stanford, der bereits früher mit Warsh zusammengearbeitet hatte. Die jüngsten Neuzugänge deuten darauf hin, dass Warsh ein Gleichgewicht zwischen externen Reformstimmen und erfahrenen Fed-Ökonomen anstrebt.

Reformkurs nimmt Gestalt an

Die Ernennungen erfolgen etwas mehr als eine Woche, nachdem Warsh fünf Task Forces zur Überprüfung wesentlicher Teile der operativen Struktur der Fed angekündigt hat. Es wird erwartet, dass diese Gruppen die Bereiche Kommunikation, Daten, Inflation, Technologie und Bilanzpolitik untersuchen.

Warsh hat erklärt, dass die Fed neu prüfen müsse, wie sie wichtige Wirtschaftsindikatoren bewertet und wie sie ihre geldpolitischen Entscheidungen kommuniziert. Es wird erwartet, dass die Task Forces sowohl auf externe Experten als auch auf Fed-Mitarbeiter zurückgreifen, aber die neue Beraterwahl zeigt, dass interne Spezialisten eine wichtige Rolle bei der Überprüfung spielen werden.

Diese Strategie könnte Warsh dabei helfen, einen schwierigen Übergang zu bewältigen. Er hat eine Zentralbank übernommen, die mit anhaltenden Fragen zu Inflation, Zinsausblick und Glaubwürdigkeit konfrontiert ist. Gleichzeitig birgt jeder Versuch, das Rahmenwerk der Fed grundlegend zu reformieren, das Risiko, dass die Institution politisch anfälliger oder weniger berechenbar werden könnte.

Ein Test für Reformen aus dem Inneren der Institution

Warshs Ernennungen sind von Bedeutung, da sie zeigen, wie seine Reformagenda tatsächlich voranschreiten könnte. Anstatt sich nur auf externe Kritiker zu verlassen, holt er hochrangige Fed-Mitarbeiter in das Zentrum des Prozesses, was Änderungen innerhalb einer komplexen Institution praktikabler machen könnte.

Dieser Ansatz könnte auch die Märkte beruhigen, dass die Überprüfung der Fed nicht rein ideologisch sein wird. Covitz und Engstrom sind mit den technischen Details der Geldpolitik und der Wirtschaftsforschung bestens vertraut. Ihre Rollen könnten prägen, wie die Fed ihre Modelle aktualisiert, ihre Entscheidungen erklärt und Inflationsrisiken bewertet – in einer Zeit, in der Investoren genau auf Signale zum Zinspfad achten. 

Zuvor berichteten wir, dass Goldman Warshs Äußerungen als neues Risiko für zweijährige Staatsanleihen einstuft.

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