Traders Union-Forschung: Anleger verlieren das Vertrauen in Börsen, wenn ihre Krypto-Portfolios wachsen

Traders Union-Forschung: Anleger verlieren das Vertrauen in Börsen, wenn ihre Krypto-Portfolios wachsen
Vertrauen Krypto-Anleger Börsen?

Krypto-Anleger schätzen Börsen wegen ihrer Bequemlichkeit und des schnellen Zugangs zum Trading, sind jedoch nicht bereit, ihnen beliebige Beträge anzuvertrauen. Eine Untersuchung von Traders Union zeigte, welche Risiken Nutzer am häufigsten dazu bewegen, ihre Vermögenswerte in persönliche Wallets zu übertragen.

Dieser Artikel wurde aus dem Original übersetzt. Lesen Sie die Originalversion unseres Korrespondenten hier.

Die Studie „Wann sollte man Kryptowährungen von einer Börse abziehen?“ ergab, dass 48% der Teilnehmer den Großteil ihrer Kryptowährungen auf der Börse aufbewahren, auf der sie diese gekauft haben, während weitere 12% eine andere Trading-Plattform nutzen.

Persönliche Wallets werden deutlich seltener genutzt. Hardware- oder Cold-Wallets wurden von 14% der Befragten gewählt, während 13% Software-Wallets nutzen. Weitere 8% verteilen ihre Vermögenswerte auf mehrere Aufbewahrungsmethoden.

Wo Anleger die Grenze ziehen

Trotz der Beliebtheit von Börsen zögern Anleger, ihnen große Beträge anzuvertrauen. Insgesamt würden 54% der Befragten entweder überhaupt keine Kryptowährungen auf einer Börse aufbewahren oder nur einen Betrag unter $10.000 als unbedenklich betrachten.

Gleichzeitig wären 17% bereit, zwischen $10.000 und $24.999 auf einer Börse aufzubewahren, während weitere 12% sich mit $25.000 bis $49.999 wohlfühlen würden. Nur 13% würden auf diese Weise $50.000 oder mehr aufbewahren, und 4% wären bereit, einer angesehenen Börse jeden Betrag anzuvertrauen.

Hacks bewegen Anleger dazu, Vermögenswerte zu übertragen

Sicherheitsprobleme waren der wichtigste Grund, den Anleger für die Übertragung von Kryptowährungen in eine persönliche Wallet nannten. Für 27% wäre ein Hack oder ein anderer Sicherheitsvorfall der Auslöser, während 21% ihre Gelder übertragen würden, wenn Auszahlungen verzögert oder ausgesetzt würden.

Weitere 16% nannten finanzielle Probleme bei der Plattform oder die Gefahr einer Insolvenz als Hauptgrund. Im Vergleich dazu war das Wachstum des Portfolios selbst nur für 14% der Teilnehmer der entscheidende Faktor. Eine regulatorische Warnung oder Untersuchung würde 8% der Befragten dazu bewegen, ihre Aufbewahrungsmethode zu ändern.

Bequemlichkeit hält Kryptowährungen auf Börsen

Der wichtigste Grund dafür, Vermögenswerte auf Trading-Plattformen zu belassen, ist die einfache Nutzung, die von 27% der Befragten genannt wurde. Weitere 17% schätzen die Möglichkeit, Kryptowährungen schnell zu verkaufen oder zu traden, während 16% großen, bekannten Börsen einfach vertrauen.

Der Wechsel zu einer persönlichen Wallet bringt andere Risiken mit sich. Am meisten sorgen sich Anleger darum, eine Seed Phrase oder einen Private Key zu verlieren; dies nannten 25%. Weitere 18% befürchten, Kryptowährungen an die falsche Adresse zu senden oder das falsche Netzwerk auszuwählen, während 17% Angst haben, dass ihre eigene Wallet gehackt wird.

Nur 4% der Teilnehmer gaben an, dass sie keines der genannten Self-Custody-Risiken beunruhigt. Für 10% bleibt der Verlust oder die Beschädigung des Wallet-Geräts ein eigenständiges Problem, während 11% Phishing oder gefälschte Wallet-Anwendungen fürchten.

Die Ergebnisse von Traders Union zeigen, dass die Wahl zwischen einer Börse und einer persönlichen Wallet nicht einfach darin besteht, eine vollkommen sichere Option zu finden. Börsen gewinnen Nutzer durch Bequemlichkeit und schnellen Zugang zum Trading, während Self-Custody mehr Kontrolle bietet, aber die Verantwortung für Keys, Transfers und die Kontowiederherstellung auf den Eigentümer verlagert.

Zuvor stellten Analysten von Traders Union fest, dass Trader ihr Verständnis von Leverage überschätzen.

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