Südkoreas Zentralbank fördert die Schaffung von Stablecoins
Der stellvertretende Gouverneur der Bank of Korea (BOK), Ryoo Sangdai, betonte, dass Geschäftsbanken zumindest in der Anfangsphase die wichtigsten Emittenten von Won-basierten Stablecoins in Südkorea sein sollten.
Dieser Artikel wurde aus dem Original übersetzt. Lesen Sie die Originalversion unseres Korrespondenten hier.
Auf einer Pressekonferenz am Dienstag argumentierte Ryoo, dass die höhere regulatorische Aufsicht, die den Banken auferlegt wird, ein sichereres Umfeld für die Einführung von Stablecoins in der Öffentlichkeit bieten würde, berichtet Cointelegraph.
Er schlug vor, dass die Ausgabe von Stablecoins schrittweise auf Nicht-Banken ausgeweitet werden könnte, sobald sich das Finanzsystem anpasst. Dieser schrittweise Ansatz sei notwendig, um das Finanzsystem vor potenziellen Störungen oder Schäden für die Verbraucher zu schützen, die entstehen könnten, wenn weniger regulierte Unternehmen zu schnell in den Markt eintreten würden.
Bedenken über Kapitalabflüsse und Währungsstabilität
Trotz der wachsenden Dynamik bei der Einführung von Stablecoins bleibt die BOK vorsichtig. Ryoo warnte, dass die Einführung von Stablecoins die Kapitalabflüsse beschleunigen könnte, was zu einer Destabilisierung des koreanischen Won führen und die Devisenkontrollen des Landes in Frage stellen könnte. Er wies auch darauf hin, dass der Anstieg von Stablecoins umfassendere Reformen des Finanzsektors erforderlich machen könnte, einschließlich der möglichen Einführung von Narrow-Banking-Modellen, bei denen die Banken vollständig reservierte Vermögenswerte halten würden.
Auch der Gouverneur der BOK, Rhee Chang-yong, wiederholte seine Bedenken, insbesondere im Hinblick auf den Umgang mit der grenzüberschreitenden Verwendung von Stablecoins und deren Auswirkungen auf die koreanische Geldpolitik. Die Debatte geht weiter, auch wenn die Regierung von Präsident Lee Jae-myung den Digital Asset Basic Act vorantreibt, der die Emission von Stablecoins durch Unternehmen mit relativ geringen Kapitalanforderungen ermöglichen würde.
CBDCs als strategische Gegenmaßnahme positioniert
Neben der Unterstützung einer vorsichtigen Einführung von Stablecoins erforscht die BOK aktiv digitale Zentralbankwährungen (CBDCs) als potenzielles Gegengewicht. Ryoo bestätigte, dass das aktuelle CBDC-Pilotprojekt der Zentralbank, das gemeinsam mit der Financial Services Commission und dem Financial Supervisory Service durchgeführt wird, Ende Juni abgeschlossen sein soll. Weitere Pilotprogramme werden jedoch von den Entscheidungen der Regierung hinsichtlich der Stablecoin-Politik und der Klarheit der Vorschriften abhängen.
Weltweit beschleunigt sich der Trend zur Einführung von Stablecoins: Visa hat sich mit Yellow Card Financial zusammengeschlossen, um Stablecoin-Zahlungen in Afrika zu skalieren, und Abu Dhabi hat einen Dirham-gebundenen Stablecoin eingeführt. Ryoo unterstreicht mit seinen Äußerungen die Absicht Südkoreas, diesen Wandel sorgfältig zu steuern und dafür zu sorgen, dass Stabilität und Verbraucherschutz weiterhin im Vordergrund der Strategie für digitale Vermögenswerte stehen.
Kürzlich schrieben wir, dass die südkoreanische Finanzdienstleistungskommission (FSC) eine umfassende Untersuchung der von den inländischen Kryptowährungsbörsen erhobenen Transaktionsgebühren vorbereitet, was eine Verlagerung hin zu Kostentransparenz und Nutzerschutz signalisiert.
Neueste crypto Nachrichten
- Forex
- Crypto