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Ledger hat Atom vorgestellt, eine neue Hardware-Wallet für Kryptowährungen mit verbessertem Schutz vor physischer Manipulation. Die Ankündigung erfolgte nur wenige Tage, nachdem der Hersteller bestätigt hatte, dass in Wallets, die über einen autorisierten Wiederverkäufer in Asien verkauft wurden, schädliche Implantate entdeckt worden waren.
Dieser Artikel wurde aus dem Original übersetzt. Lesen Sie die Originalversion unseres Korrespondenten hier.
Das neue Gerät kostet 849 $ und vereint die Funktionen einer Krypto-Wallet und eines Smartphones. Mit Ledger Atom können Nutzer vertraute Android-Apps ausführen, während Kryptowährungstransaktionen in einer sicheren Umgebung isoliert bleiben. Nach Angaben des Unternehmens verhindert diese Architektur Angriffe mit schädlichen Hardwarekomponenten, ähnlich denen, die in Asien entdeckt wurden.
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Das Gerät kann auch im ausgeschalteten Zustand Anzeichen physischer Manipulation erkennen. Die Auslieferung soll im Sommer 2027 beginnen.
Ledger verspricht außerdem Unterstützung für die Genehmigung von Transaktionen durch KI-Agenten, verschlüsselte Nachrichten und Post-Quanten-Kryptografie zum Schutz vor potenziellen Bedrohungen durch Quantencomputer.
Die Vorstellung von Atom erfolgt vor dem Hintergrund eines SicherheitsSkandals um die Hardware-Wallets des Unternehmens. Frühere Berichte enthüllten, dass in Geräten, die über den autorisierten Wiederverkäufer CryptoBilis verkauft wurden, schädliche Komponenten gefunden worden waren.
Nach dem Vorfall wies Ledger Vertriebspartner in Südostasien und Hongkong an, den Verkauf seiner Produkte auszusetzen. Der europäische Elektronikhändler MediaMarkt nahm Ledger-Wallets ebenfalls aus seinen Regalen.
Ein Unternehmenssprecher betonte, dass die Sicherheitsfunktionen von Atom nicht als Reaktion auf einzelne Vorfälle entwickelt worden seien. Wann die Arbeiten an den neuen Technologien begonnen hätten, gab der Sprecher jedoch nicht an.
Gleichzeitig aktualisierte Ledger seine Regeln für autorisierte Händler. Geräte dürfen nicht mehr offen ausgestellt werden, sondern sollen den Kunden zum Zeitpunkt des Kaufs direkt übergeben werden. Das Unternehmen bekräftigte zudem sein striktes Verbot, zurückgegebene Wallets weiterzuverkaufen.
Vor der Vorstellung von Atom bot Ledger fünf Hardware-Wallet-Modelle an. Die günstigsten Geräte des Portfolios sind Nano S Plus und Nano X, die USB-Sticks ähneln. Fortschrittlichere Modelle wie Flex, Stax und Nano Gen5 verfügen über Touchscreens, auf denen Nutzer Transaktionsdetails vor der Bestätigung prüfen können. Alle Geräte speichern private Schlüssel in sicheren Chips und halten sie von Computern und Smartphones isoliert.
Unterdessen erweitert Ledger die Funktionen seiner Geräte schrittweise über die Speicherung von Kryptowährungen hinaus. Flex und Stax verfügen beispielsweise über E-Ink-Displays, Bluetooth-Konnektivität und NFC-Unterstützung, während Nano Gen5 nicht nur für die Verwaltung digitaler Vermögenswerte, sondern auch für die sichere Authentifizierung bei Onlinediensten konzipiert ist. Mit dem neuen Atom setzt das Unternehmen diese Strategie fort, kombiniert jedoch erstmals eine Hardware-Wallet für Kryptowährungen mit einem vollständigen Android-Betriebssystem und der Möglichkeit, Drittanbieteranwendungen auszuführen.
Zuvor hatte Ledger außerdem ein Gerät vorgestellt zum Signieren von Transaktionen.