Ethereum erholt sich nach Binance-bedingtem Ausverkauf aus überverkauftem Bereich
Ethereum geriet nach einem schwerwiegenden Vorfall bei Binance stark unter Druck. Panikverkäufe beschleunigten die Korrektur, doch technische Signale deuten bereits auf die Möglichkeit einer kurzfristigen Erholung hin.
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Binance war am 29. Oktober Ziel eines massiven Cyberangriffs. Nach Angaben des Unternehmens beläuft sich der ursprüngliche Verlust voraussichtlich auf rund 6,3 Mrd. USD, wovon betroffene Vermögenswerte im Wert von 3 Mrd. USD eingefroren wurden. Die Hacker konnten über einen kompromittierten Laptop eines Mitarbeiters auf das interne Netzwerk zugreifen. Binance setzte Ein- und Auszahlungen vorübergehend aus und erklärte, sämtliche Kundenverluste vollständig zu decken.
Die Nachricht löste einen breiteren Ausverkauf am Kryptomarkt aus. ETH-Liquidationen beliefen sich in den vergangenen 24 Stunden auf 358,73 Mio. USD, davon entfielen 303,21 Mio. USD auf Long-Positionen, wie aus Daten von CoinGlass hervorgeht. Die hohe Zahl erzwungener Schließungen von Long-Positionen verdeutlicht das Ausmaß des Drucks auf die Käufer.

Überverkaufter RSI erhöht Chancen auf Erholung in Richtung 2.350 USD
Das zuvor beschriebene Szenario ist vollständig eingetreten: ETH fiel unter die Unterstützung bei 2.282 USD und beschleunigte den Rückgang in die Zielzone von 2.200 bis 2.160 USD.
Der Kurs muss sich nun oberhalb von 2.200 USD stabilisieren. Der RSI (14) ist in den überverkauften Bereich gefallen, während ein Doji-Schlusskurs heute bei erhöhtem Handelsvolumen die Wahrscheinlichkeit einer Erholung steigern würde.
Das Basisszenario ist eine Erholung in Richtung 2.300 bis 2.350 USD.
Ein Rückgang unter den 200-Tage-SMA bei etwa 2.160 USD und ein anhaltender Handel darunter würden dieses Szenario entkräften. Das würde darauf hindeuten, dass die Panikverkäufe noch nicht ausgestanden sind, und das Risiko einer weiteren Liquidationswelle erhöhen.
Binance-Reserven könnten dauerhafte Marktschäden begrenzen
Der Binance-Hack stellt zwar ein erhebliches Reputationsrisiko für die gesamte Kryptoindustrie dar, bedeutet derzeit aber nicht, dass das Unternehmen insolvent ist. Berichten zufolge verfügte Binance über geprüfte Reserven von rund 165 Mrd. USD.
Die Börse hat zugesagt, betroffene Kunden vollständig zu entschädigen; ein Teil der gestohlenen Vermögenswerte wurde bereits eingefroren. Bestätigt Binance, dass die Kundengelder weiterhin vollständig gedeckt sind, und lassen die Bedenken rund um den Vorfall nach, könnte der emotional getriebene Verkaufsdruck rasch nachlassen.
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