GENIUS Act bringt US-Stablecoin-Regulierung, aber lässt ausländische Emittenten im Unklaren

GENIUS Act bringt US-Stablecoin-Regulierung, aber lässt ausländische Emittenten im Unklaren
GENIUS-Gesetz fördert Stablecoins, lässt aber ausländische Emittenten unreguliert.

Die kürzliche Unterzeichnung des GENIUS-Gesetzes markiert einen historischen Moment in der Regulierung von Stablecoins in den Vereinigten Staaten.

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Zum ersten Mal haben die USA einen umfassenden regulatorischen Rahmen, der darauf abzielt, das Vertrauen in Stablecoins zu erhöhen, eine breitere Akzeptanz zu fördern und den globalen Status des Dollars zu stärken, berichtet Cointelegraph.

Wichtigste Erkenntnisse

- Der GENIUS Act schafft einen regulatorischen Rahmen für US-Stablecoins, lässt aber ausländische Emittenten außen vor.

- U.S.-Unternehmen könnten einen Wettbewerbsnachteil erleiden, da ausländische Stablecoins immer mehr an Bedeutung gewinnen.

- Branchenexperten gehen davon aus, dass das Gesetz eine breitere Akzeptanz von Stablecoins fördern wird, fordern aber Klarheit über die globale Regulierung.

GENIUS-Gesetz markiert Meilenstein für US-Stablecoin-Vorschriften

Es wird erwartet, dass dieses Gesetz ein wichtiger Schritt zur Förderung der Mainstream-Akzeptanz von Stablecoins sein wird, insbesondere in der Finanzindustrie. Nach Ansicht der Befürworter könnte das GENIUS-Gesetz ein wichtiger Motor für die dezentrale Finanzwirtschaft (DeFi) sein, institutionelle Anleger anziehen und einen nachhaltigen Einfluss auf die globalen Finanzmärkte, auch in den Entwicklungsländern, haben.

Es bestehen jedoch weiterhin Bedenken hinsichtlich des Kleingedruckten des Gesetzes, insbesondere in Bezug auf ausländische Stablecoin-Emittenten. Während das GENIUS-Gesetz wichtige Regelungen für in den USA emittierte Stablecoins einführt, lässt es eine Lücke, da es nicht vollständig darauf eingeht, wie ausländische Emittenten reguliert werden sollen. Dieses Versäumnis könnte dazu führen, dass US-Unternehmen im Vergleich zu ihren internationalen Konkurrenten einen Wettbewerbsnachteil erleiden. Da ausländische Stablecoins auf den globalen Märkten immer mehr an Bedeutung gewinnen, wird diese Frage wahrscheinlich ein Streitpunkt zwischen politischen Entscheidungsträgern und Marktteilnehmern bleiben.

Eine der drängendsten ungelösten Fragen betrifft die Möglichkeit, dass nicht-amerikanische Unternehmen den Markt dominieren, während US-Unternehmen mit strengeren Regeln und Compliance-Anforderungen konfrontiert werden. Timothy Massad, der ehemalige CFTC-Vorsitzende, wies darauf hin, dass die USA einen Wettbewerbsnachteil erleiden könnten, wenn ausländische Emittenten nicht in den Anwendungsbereich der neuen Vorschriften fallen.

"Das Schlupfloch für ausländische Emittenten wurde nicht ausreichend geschlossen", erklärte Timothy Massad.

Branchenexperten sind sich einig, dass der GENIUS Act ein Meilenstein für den US-Blockchain-Sektor ist. Laut Christian Catalini, Gründer des MIT Cryptoeconomics Lab, wird das Gesetz Banken, Fintechs und Einzelhändler dazu veranlassen, die Ausgabe eigener Stablecoins zu erwägen und sie in Zahlungssysteme und Finanzdienstleistungen zu integrieren. Solange jedoch die Bedenken bezüglich ausländischer Emittenten nicht ausgeräumt sind, bleiben Fragen zu den vollen Auswirkungen des Gesetzes offen.

Schlussfolgerung

Das GENIUS-Gesetz ist zwar ein entscheidender Schritt für die Regulierung von Stablecoins in den USA, doch die ungelösten Probleme in Bezug auf ausländische Emittenten könnten sein volles Potenzial beeinträchtigen. Der Erfolg des Gesetzes wird davon abhängen, wie diese Lücken in Zukunft geschlossen werden.

Wie wir bereits berichteten, unterzeichnet Trump das GENIUS-Gesetz und führt damit das erste Stablecoin-Gesetz in den USA ein.

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