Hongkong warnt vor steigenden Betrugsrisiken inmitten neuer Stablecoin-Vorschriften
Ein hochrangiger Beamter der Hong Kong Securities and Futures Commission (SFC) hat davor gewarnt, dass die Einführung des neuen Stablecoin-Regulierungsrahmens der Stadt die Tür zu mehr Betrug öffnen könnte.
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In einem Gespräch mit lokalen Medien am 18. August sagte Ye Zhiheng, Executive Director der SFC-Abteilung für Intermediäre, dass die jüngste Marktvolatilität im Zusammenhang mit Stablecoins Kleinanleger anfälliger für Betrug gemacht habe, berichtet Cointelegraph.
Seine Äußerungen kommen nur wenige Wochen nachdem das neue Gesetz am 1. August in Kraft getreten ist, das vorschreibt, dass nur lizenzierte Unternehmen der Öffentlichkeit Stablecoins mit Fiat-Referenz anbieten oder bewerben dürfen.
Markthype führt zu riskantem Verhalten, sagen die Regulierungsbehörden
Laut Ye sind die Aktienkurse einiger Unternehmen gestiegen, nur weil sie angekündigt haben, eine Stablecoin-Lizenz zu beantragen, unabhängig davon, ob sie die regulatorischen Standards erfüllen. Dieses Verhalten, so Ye, wurde durch Spekulationen in den sozialen Medien, Pressemitteilungen der Unternehmen und den Hype im Einzelhandel noch verstärkt.
In einer gemeinsamen Erklärung warnten die SFC und die Hong Kong Monetary Authority (HKMA), dass sie verdächtige Handelsaktivitäten genau beobachten und gegen manipulatives Verhalten vorgehen werden. Die Erklärung hob "abrupte Marktbewegungen" im Zusammenhang mit Stablecoin-bezogenen Ankündigungen hervor und bekräftigte die Notwendigkeit für Investoren, sich nicht von "Marktstimmung oder Preisdynamik" leiten zu lassen.
Hongkong verschärft Krypto-Aufsicht zum Schutz des Retail-Marktes
Die kürzlich in Kraft getretene Stablecoin-Verordnung von Hongkong sieht eine sechsmonatige Übergangsfrist für Unternehmen vor, um die Vorschriften einzuhalten. Die Gesetzgebung kriminalisiert das Anbieten von nicht lizenzierten Stablecoins an Kleinanleger und führt ein öffentliches Lizenzregister ein, um die Transparenz zu erhöhen. Die SFC hat auch unmittelbare Leitlinien für Verwahrungspraktiken herausgegeben, einschließlich eines umstrittenen Verbots von Smart Contracts in Cold Wallets, ein Schritt, der den Betrieb mehrerer Kryptounternehmen stören könnte.
Trotz der starken innovationsfreundlichen Haltung der SFC in den vergangenen Jahren scheinen sich die Beamten nun darauf zu konzentrieren, spekulative Exzesse zu verhindern und Privatanwender vor den wachsenden Risiken im Zusammenhang mit digitalen Vermögenswerten zu schützen.
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