Seoul plant Neuausrichtung der Vermögensverwaltung inklusive Krypto

Seoul plant Neuausrichtung der Vermögensverwaltung inklusive Krypto
Südkorea nimmt Krypto in Vermögensgesetz auf

Südkorea bereitet ein neues Gesetz zur Verwaltung von Staatsvermögen vor, das Kryptowährungen und andere moderne Assetklassen in den formalen Vermögensrahmen der Regierung integrieren soll. Dieser Schritt signalisiert eine Abkehr von einem immobilienbasierten System der Nachkriegswirtschaft hin zu einem Modell, das auf digitale Assets, geistiges Eigentum und Wertschöpfung ausgelegt ist.

Höhepunkte

  • Südkorea plant ein National Asset Basic Act.
  • Das Gesetz würde Krypto und geistiges Eigentum abdecken.
  • Das aktuelle Staatseigentumsgesetz stammt aus dem Jahr 1950.
  • Seoul treibt zudem CBDC- und Digital-Asset-Regeln voran.

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Das Finanzministerium gab bekannt, dass es ein National Asset Basic Act einführen wird, um die Verwaltung staatlicher Vermögenswerte zu modernisieren, wie The Block berichtete. Beamte erklärten, dass das bestehende State Property Act aus dem Jahr 1950 für eine Ära konzipiert wurde, in der staatliche Vermögenswerte hauptsächlich aus Immobilien bestanden.

Krypto hält Einzug in den staatlichen Vermögensrahmen

Das geplante Gesetz würde Südkoreas Vermögensverwaltungssystem auf neue Kategorien ausweiten, einschließlich geistigem Eigentum und virtuellen Assets. Das Ministerium erklärte, der Rahmen werde zudem die spezialisierte Verwaltung nach Asset-Typen stärken, anstatt Staatseigentum primär als Land, Gebäude oder zu erhaltende und zu verkaufende Güter zu behandeln.

Dies markiert einen bemerkenswerten Wandel in der Art und Weise, wie Seoul Krypto innerhalb der öffentlichen Finanzen betrachtet. Der Vorschlag bedeutet nicht, dass die Regierung plant, aktiv in Kryptowährungen zu investieren, zeigt jedoch, dass virtuelle Assets als Teil der breiteren Vermögensverwaltungslandschaft anerkannt werden.

Das Ministerium betonte, dass der neue Rahmen darauf abzielt, die Verwaltung von Staatseigentum weg von reiner Erhaltung, Veräußerung und Basisentwicklung zu führen. Ziel ist es, ein System zu schaffen, das direkter auf die Wertschöpfung aus öffentlichen Vermögenswerten ausgerichtet ist.

Digitale Assets bleiben Teil der Wachstumspolitik

Der Plan erfolgt während Südkorea weiterhin einen umfassenderen politischen Rahmen für Blockchain und digitale Assets aufbaut. Bei einer Sitzung des Staatsrates in dieser Woche bekräftigte das Ministerium sein Engagement zur Unterstützung der lokalen Blockchain- und Digital-Asset-Wirtschaft, auch wenn Künstliche Intelligenz weiterhin eine höhere politische Priorität genießt.

Die Wirtschaftsstrategie der Regierung für die zweite Jahreshälfte 2026 umfasst die Weiterentwicklung ihres CBDC-Projekts (zentralbankgestützte digitale Währung) sowie des Digital Asset Basic Act, eines separaten rechtlichen Rahmens für den Krypto- und Stablecoin-Sektor des Landes.

Zusammengenommen deuten diese Maßnahmen darauf hin, dass Seoul versucht, klarere Regeln sowohl für die Vermögensverwaltung im öffentlichen Sektor als auch für private Digital-Asset-Märkte zu schaffen. Südkorea verfügt bereits über eine der aktivsten Krypto-Communities in Asien, was Rechtsklarheit zu einem wichtigen Thema für Investoren, Unternehmen und Regulierungsbehörden macht.

Ein breiterer Wandel in den öffentlichen Finanzen

Der Vorschlag ist von Bedeutung, da er digitale Assets in eine umfassendere Diskussion darüber einbettet, wie Regierungen Werte verwalten. Jahrzehntelang war die staatliche Vermögenspolitik um Immobilien und physisches Eigentum herum aufgebaut. Krypto, geistiges Eigentum und andere immaterielle Vermögenswerte erfordern jedoch andere Regeln, Risikokontrollen und Bewertungsmethoden.

Für Südkorea könnte das neue Gesetz dazu beitragen, die staatliche Vermögensverwaltung mit seiner breiteren Agenda für die digitale Wirtschaft in Einklang zu bringen. Es erfolgt zudem zeitgleich mit der Ausarbeitung separater Regeln für Krypto und Stablecoins, was darauf hindeutet, dass virtuelle Assets von einem spekulativen Marktthema in die Mainstream-Finanzpolitik rücken. 

Zuvor berichteten wir, dass Südkorea Krypto-Transfers unter Devisenkontrollen stellt.

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