Mastercard hebt Stablecoins als Abwicklungsinnovation hervor
Mastercards Head of Crypto Europe, Christian Rau, sagte, das Unternehmen sei weiterhin "stark an Krypto-Assets interessiert", betrachte sie aber eher als eine Zahlungstechnologie denn als eine finanzielle Revolution.
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In den letzten Jahren hat Mastercard On-Ramp- und Off-Ramp-Dienste eingeführt, die es Karteninhabern ermöglichen, Kryptowährungen bei Händlern weltweit auszugeben, berichtet Crypto News.
Das Ziel des Unternehmens ist es nicht, sich in ein Krypto-First-Geschäft zu verwandeln, sondern digitale Vermögenswerte in seine bestehende Zahlungsinfrastruktur zu integrieren. Rau betonte, dass die Kernstrategie von Mastercard - die Ermöglichung sicherer und gesetzeskonformer Zahlungen - auch nach 50 Jahren unverändert bleibt. In der Praxis bedeutet dies den Aufbau von Krypto-Zahlungsschienen, die die traditionellen Finanzsicherheiten widerspiegeln. Partnerschaften mit Plattformen wie MetaMask, Bitget, MoonPay und Kraken haben es dem Unternehmen ermöglicht, hybride Lösungen zu schaffen, die Web2- und Web3-Handel überbrücken.
Stablecoins rücken in den Fokus von Mastercard
Rau hob hervor, dass Mastercard dem Aufstieg von Stablecoins große Aufmerksamkeit schenkt, die er als eine vielversprechende Abwicklungstechnologie und nicht als Ersatz für Banken bezeichnete. Das Transaktionsvolumen von Stablecoins übersteigt das globale Zahlungsvolumen von Mastercard im Jahr 2024 und erreicht rund 27,6 Billionen US-Dollar. Er erklärte, dass Stablecoins dazu beitragen können, grenzüberschreitende Abwicklungen zu beschleunigen und Wechselkursrisiken zu verringern, was sie zu einer nützlichen Ergänzung bestehender Dienstleistungen macht. Rau betonte jedoch, dass Mastercard weiterhin Verbraucherschutz - wie etwa die Beilegung von Streitigkeiten - bietet, den Stablecoins allein nicht bieten können.
Die Zusammenarbeit mit Circle und MoonPay hat es bereits ermöglicht, Stablecoin-Guthaben bei den 150 Millionen Händlern von Mastercard auszugeben. Der langfristige Ansatz des Unternehmens besteht darin, Stablecoins in seine Infrastruktur zu integrieren und dabei die Einhaltung von Vorschriften und den Verbraucherschutz in den Vordergrund zu stellen.
Innovation, Interoperabilität und regulatorische Zurückhaltung
Derzeit hat Mastercard keine konkreten Pläne, eine eigene Blockchain einzuführen, obwohl Rau sagte, dass das Unternehmen dies in Erwägung ziehen könnte, wenn keine bestehenden Lösungen seine Anforderungen erfüllen. Stattdessen priorisiert das Unternehmen die Interoperabilität mit etablierten Blockchain-Ökosystemen, um eine sichere und konforme Nutzung von Kryptowährungen zu ermöglichen, ohne das Finanzsystem zu fragmentieren. Er räumte ein, dass die Integration von Wallets, die nicht zur Kryptowährung gehören, die Komplexität erhöht, und nannte das Beispiel von MetaMask, wo Mastercard eine Smart-Contract-Architektur zur Verifizierung von Geldern in Echtzeit entwickelt hat. Rau beschrieb, dass Kryptowährungen für Mastercard noch relativ neu sind und dass Experimente notwendig sind, um skalierbare Lösungen zu gewährleisten.
Im Moment zeigt Mastercards vorsichtige Umarmung von Krypto, dass das Unternehmen sein Zahlungssystem eher bereichern als neu erfinden will. Mit dieser Haltung positioniert sich Mastercard als Brücke zwischen dem traditionellen Finanzwesen und digitalen Vermögenswerten und schafft einen Ausgleich zwischen Innovation und regulatorischer Verantwortung.
Kürzlich haben wir darüber berichtet, dass Binance, die weltweit größte Kryptowährungsbörse, für europäische Nutzer direkte Abhebungen von Kryptowährungen auf Mastercard-Karten eingeführt hat.
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