Chinesische Firmen in Hongkong sehen sich mit Einschränkungen für Stablecoin-Aktivitäten konfrontiert
Festlandchinesische Unternehmen und Finanzinstitutionen, die in Hongkong tätig sind, könnten einem Bericht der lokalen Zeitung Caixin zufolge gezwungen sein, sich aus Stablecoin- und Krypto-Geschäften zurückzuziehen.
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Der Schritt kommt nur wenige Wochen, nachdem Hongkongs neuer Stablecoin-Rechtsrahmen am 1. August in Kraft getreten ist und 77 Institutionen ihr Interesse an der Beantragung von Lizenzen bekundet haben. Während Banken wie HSBC und ICBC - die nach Vermögenswerten größte Bank der Welt - Berichten zufolge Anträge vorbereiteten, deuten die politischen Veränderungen in Peking nun darauf hin, dass chinesische Staatsunternehmen und Banken ihre Lizenzanträge wahrscheinlich zurückziehen oder verzögern werden.
Vorsicht vor Risiken und früher Marktdynamik
Von Caixin zitierte Quellen wiesen darauf hin, dass Peking vor einem "Risikotransfer" zurückschreckt, da sich der Stablecoin-Markt in Hongkong noch in den Kinderschuhen befindet. Ein Insider betonte, dass es wichtig sei, sich nicht überstürzt zu beteiligen, solange die regulatorischen und marktspezifischen Entwicklungen noch unklar seien. Dies stellt eine Kehrtwende gegenüber dem früheren Enthusiasmus dar: Im August startete eine Tochtergesellschaft der China Merchants Bank eine institutionelle Börse in Hongkong, während JD.com und Ant International Unternehmen registrierten, die mit Stablecoin-Unternehmen in Hongkong und Singapur verbunden sind.
Die plötzliche politische Zurückhaltung unterstreicht Pekings langjähriges Zögern, großen Firmen auf dem Festland zu erlauben, sich tief in Kryptomärkten zu engagieren, selbst unter dem offeneren Rahmen von Hongkong.
Balance zwischen Beschränkungen und Yuan-gestützten Stablecoin-Ambitionen
Trotz der Verschärfung der Beschränkungen scheint China Yuan-gestützte Stablecoins für den internationalen Gebrauch in Betracht zu ziehen. Ende August tauchten Berichte auf, dass Peking solche Instrumente genehmigen könnte, um die globale Rolle des Renminbi zu fördern. Zuvor hatte die Aufsichts- und Verwaltungskommission für staatseigene Vermögenswerte in Shanghai Gespräche über die Stablecoin-Strategie geführt, und die chinesische Blockchain-Firma Conflux stellte einen Offshore-Stablecoin auf Yuan-Basis für die "Belt and Road"-Länder vor, der ausdrücklich nicht auf dem Festland verwendet werden darf.
Unterdessen erwägt die Hongkonger Währungsbehörde (HKMA) eine Lockerung der Kapitalanforderungen für Banken, die Kryptowährungen halten, mit dem Ziel, den Umlauf von konformen Stablecoins in der Stadt zu erleichtern. Der zweigleisige Ansatz unterstreicht Chinas vorsichtiges, aber strategisches Interesse an Stablecoins: Beschränkung des Engagements im Inland bei gleichzeitiger Erkundung von Instrumenten, die seine Währung im Ausland stärken könnten.
Kürzlich haben wir darüber berichtet, dass die Zollbehörde von Hongkong in Zusammenarbeit mit einer lokalen Universität eine Technologie entwickelt, die Krypto-Transaktionen im Zusammenhang mit Geldwäsche aufspüren soll.
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