Dmytro Kharkov

Tesla-Aktie fällt unter 447 Dollar, nachdem Musk den Verkauf von FSD einstellt und auf ein reines Abonnementmodell umstellt.

Tesla-Aktie fällt unter 447 Dollar, nachdem Musk den Verkauf von FSD einstellt und auf ein reines Abonnementmodell umstellt.
Tesla wird einmalige Käufe seiner FSD-Software ab dem 14. Februar 2026 einstellen

Am 14. Januar wird die Tesla-Aktie bei 446,85 $ gehandelt, was einem Rückgang von 0,5 % in den letzten 24 Stunden entspricht. Nach der starken Erholung im November hat sich der Kursverlauf abgeschwächt, und die Aktie konsolidiert nun in einer engen Spanne zwischen 440 $ und 450 $.

Höhepunkte

  • Tesla wird seine Full Self-Driving-Software nicht mehr einmalig erwerben, sondern ab dem 14. Februar 2026 ausschließlich auf ein Abonnementmodell umstellen.
  • Diese Änderung soll die wiederkehrenden Einnahmen erhöhen, wirft jedoch Bedenken hinsichtlich der Nutzerakzeptanz und des regulatorischen Drucks auf.
  • Die Anleger beobachten dies genau, da sich die Umstellung auf die Gewinnspannen, das Kundenverhalten und die langfristige Autonomiestrategie auswirken könnte.

Dieser Artikel wurde aus dem Original übersetzt. Lesen Sie die Originalversion unseres Korrespondenten hier.

Die technischen Indikatoren zeigen ein gemischtes Bild. Tesla bewegt sich derzeit knapp über dem gleitenden 20-Tage-Durchschnitt, der in den letzten Sitzungen eine leichte Unterstützung darstellte. Der 50-Tages-MA, der in der Nähe der 455-460 $-Marke konvergiert, fungiert als kurzfristiger Widerstand. Der gleitende 200-Tage-Durchschnitt liegt näher bei 235 $ und damit weit unter dem aktuellen Niveau.

Der Relative Strength Index (RSI) liegt bei etwa 53, was auf ein neutrales Momentum und keine eindeutige Tendenz hinweist. Das MACD-Momentum hat sich abgeflacht, was auf eine Konsolidierungsphase hindeutet. Aus Sicht des Handelsvolumens war der jüngste Handel unterdurchschnittlich, was die Ansicht untermauert, dass weder Bullen noch Bären derzeit die Kontrolle haben.

Dynamik des Tesla-Aktienkurses (November 2025 - Januar 2025). Quelle: TradingView

Die kritische Unterstützung liegt bei 420 $, ein Niveau, das im letzten Quartal mehrfach getestet wurde. Ein entscheidender Durchbruch unter diese Marke könnte eine steilere Korrektur in Richtung 390 $ auslösen. Auf der Oberseite muss die Aktie den Bereich zwischen 470 und 475 $ überwinden, um das zinsbullische Momentum wieder aufzunehmen und einen Test des psychologischen Widerstands bei 500 $ zu versuchen.

Die FSD-Abonnement-Strategie bringt wiederkehrende Einnahmen, birgt aber ein Adoptionsrisiko

Die wichtigste jüngste Entwicklung ist die Ankündigung von Tesla-CEO Elon Musk, dass das Unternehmen ab dem 14. Februar 2026 keine einmaligen Käufe mehr für seine Full Self-Driving-Software tätigen wird. Stattdessen wird FSD nur noch als monatliches Abonnement angeboten werden, wobei der Preis in den USA derzeit bei 99 US-Dollar liegt. Musk behauptet, dass diese Änderung die laufenden Verbesserungen des Produkts besser widerspiegelt und eine breitere Akzeptanz fördert. Der Schritt wird jedoch auch als Reaktion auf die niedrigen Anfangsraten für FSD-Pakete sowie auf den Gegenwind durch die Regulierungsbehörden interpretiert.

Die Änderung erfolgt in einer Zeit, in der Teslas Behauptungen über das autonome Fahren zunehmend in Frage gestellt werden. Die US-amerikanische Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA (National Highway Traffic Safety Administration) untersucht derzeit fast 2,9 Millionen Teslas, die mit FSD ausgestattet sind, nachdem Berichte über mehrere Unfälle eingegangen sind. Diese Untersuchung gibt Anlass zu ernsten Bedenken hinsichtlich der Einsatzbereitschaft und Sicherheit der Software und könnte zu Rufschädigung oder Betriebseinschränkungen führen. Darüber hinaus hat sich Musks langjährige Behauptung, dass andere Autohersteller Teslas FSD-Stack lizenzieren würden, noch nicht bewahrheitet, wobei jüngste Kommentare bestätigen, dass kein Autohersteller Interesse an der Übernahme der Technologie bekundet hat.

Die Umstellung auf ein Abonnementmodell könnte zwar zu beständigeren, margenstarken Softwareeinnahmen führen, doch besteht das Risiko, dass die Akzeptanz lau bleibt, wenn das Nutzenversprechen unklar bleibt. Die lange Verzögerung bei der Bereitstellung der vollen Autonomie - die ursprünglich vor Jahren versprochen wurde - untergräbt weiterhin das Vertrauen der Anleger in die wirtschaftliche Lebensfähigkeit von FSD. Die wachsende Abhängigkeit Teslas von dieser Plattform als Einnahmequelle macht die Adoptionskennzahlen im Jahr 2026 zu einem wichtigen Risikofaktor.

Konsolidierung erwartet, Katalysator für Ausbruch erforderlich

In einem Aufwärtsszenario könnten starke Zahlen für das vierte Quartal und eine klare Prognose für die Einführung von FSD zu einem Ausbruch über 470 $ führen und einen Weg zur 500 $-Marke eröffnen. Wenn die Software-Bruttomargen erheblich steigen, könnte dies die Hausse-Stimmung wieder beleben und die Bewertungsmultiplikatoren nach oben treiben. Positive Kommentare des Managements zu zukünftigen FSD-Verbesserungen oder neuen Lizenzierungsmöglichkeiten könnten den Optimismus der Anleger weiter anheizen und die Aktie kurzfristig steigen lassen.

In einem Abwärtsszenario könnte die Aktie bei einer Eskalation der behördlichen Maßnahmen oder einer Schwächung des Subskriptionsmodells ihre Unterstützung bei 420 $ verlieren, so dass ein Rückschlag in Richtung 390 $ wahrscheinlich wäre. Eine schwache Auslieferung oder schwächer als erwartet ausfallende Gewinnspannen könnten ebenfalls einen mehrfachen Druck auslösen. Eine langwierige NHTSA-Untersuchung oder weitere sicherheitsrelevante Schlagzeilen könnten die Bedenken der Anleger vertiefen und die Volatilität im Zusammenhang mit Teslas Fahrplan für autonomes Fahren erhöhen.

Der Top-Investor James Foord sieht in Nvidia und nicht in traditionellen Autoherstellern die größte existenzielle Bedrohung für Tesla aufgrund seiner fortschrittlichen Plattform für autonomes Fahren, DRIVE. Er argumentiert, dass Nvidiasumfassendes KI-Ökosystem Teslas Vorsprung in der Selbstfahrtechnologie untergraben und seinen Wettbewerbsvorteil in Frage stellen könnte.

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