Nasdaq Composite steigt vorbörslich um 180 Punkte, da Bullen die 100-EMA-Unterstützung verteidigen
Der Nasdaq Composite Index versucht sich am Freitag vorbörslich zu erholen und steigt um 0,7 % oder 180 Punkte gegenüber dem Schlusskurs vom Donnerstag bei 23.530 Punkten. Dies geschieht nach einer volatilen Wochenmitte, in der der Index von einem Acht-Tages-Tief bei 23.300 Punkten auf ein Donnerstagshoch von 23.725 Punkten kletterte, bevor er zum Börsenschluss nachgab.
Höhepunkte
- Nasdaq erholt sich vorbörslich um 0,7%, nachdem er vom Donnerstagstief abgeprallt ist, unterstützt durch 100 EMA
- Starke Arbeitslosenzahlen setzen die Zinserwartungen der Fed zurück, was die Stimmung am späten Donnerstag drückt
- RSI hält sich im zinsbullischen Bereich, aber Wiederanstieg auf 23.800 hängt von anhaltenden Wirtschaftsindikatoren ab
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Die Erholung zu Beginn der Woche folgte auf eine beruhigende Erklärung von Präsident Trump, der klarstellte, dass er nicht beabsichtigt, den Vorsitzenden der Federal Reserve Jerome Powell zu ersetzen. Diese Erklärung trug dazu bei, das Vertrauen der Anleger wiederherzustellen, und förderte die Risikobereitschaft bei den großen Tech-Namen.
Diese Stimmung schwand jedoch am späten Donnerstag. Die Tatsache, dass sich der Index nicht in der Nähe der 23.800er-Marke halten konnte, spiegelte erneute makroökonomische Bedenken wider. Eine Welle positiver US-Wirtschaftsdaten veranlasste die Anleger dazu, ihre Erwartungen in Bezug auf bevorstehende Zinssenkungen zurückzuschrauben. Die Zahl der Anträge auf Arbeitslosenunterstützung für die am 10. Januar endende Woche fiel auf 198.000 und lag damit deutlich unter der Konsensschätzung von 215.000 und auch unter dem zuvor revidierten Wert von 207.000. Diese guten Arbeitsmarktdaten fügten sich in eine Reihe widerstandsfähiger Daten ein, die die dovishe Tendenz des Marktes in Bezug auf die Politik weiterhin in Frage stellen.

Nasdaq Composite Kurschart (Dez. 2025 - Jan. 2026). Quelle: Tradingview
Die Zinserwartungen haben sich inzwischen erheblich verschoben. Dem CME FedWatch Tool zufolge ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Federal Reserve die Zinsen im April unverändert lässt, von 37 % im Vormonat auf 67 % angestiegen. Auch die Bewertung für Juni passt sich in Echtzeit an und liegt nun bei 37,5 %, gegenüber 17 % zuvor. Diese Neubewertung der Fed-Aussichten setzte die zinssensiblen Wachstumswerte unter Druck und trug dazu bei, dass der Nasdaq am Donnerstag nachgab.
Stetige Wirtschaftsdynamik widerspricht falscher Einschätzung
Trotz dieses Zinssenkungsdrucks könnten Analysten zufolge unterstützende handelspolitische Töne und eine stetige Wirtschaftsdynamik ein Gegengewicht bilden. Diese Faktoren haben dazu beigetragen, dass die Aktienindizes trotz der veränderten Zinserwartungen auf breiter Front zulegen. Aus technischer Sicht zeigt das Ein-Stunden-Chart, dass der 100 EMA den Rückgang vom Donnerstag abfederte und dazu beitrug, den aktuellen Aufschwung zu verankern. Dieses Niveau fungiert weiterhin als aktive Unterstützungslinie, die eine Grundlage für die Erholung im Tagesverlauf bietet.
Der RSI bleibt über 50, während die Bullen versuchen, die 23800 vor dem Wochenende zurückzuerobern.
Auch die Momentum-Studien stützen die Erholungstendenz. Der RSI auf dem Tages-Chart befindet sich weiterhin im zinsbullischen Bereich und hält sich über der neutralen 50-Linie. Dies deutet darauf hin, dass trotz des Pullbacks vom Donnerstag die zinsbullische Kontrolle auf einem breiteren Zeitrahmen noch nicht vollständig verloren gegangen ist. Die Frage ist nun, ob diese technische Struktur bis zum Freitag Bestand hat.
Wenn der Aufwärtsdruck anhält und die wirtschaftlichen Schlagzeilen die Stimmung nicht trüben, könnte der Nasdaq Composite Index den Höchststand vom Donnerstag bei 23.700 Punkten erneut testen und versuchen, bis zum Börsenschluss über 23.800 Punkte zu steigen. Gelingt dies nicht, könnten die vorbörslichen Kursgewinne rückgängig gemacht werden und ein erneuter Durchbruch unter den 100 EMA auf dem Ein-Stunden-Chart erfolgen. Dieses Szenario könnte den Index einem Abwärtsdruck in Richtung 23.400 aussetzen, ein Niveau, das durch eine steigende Trendlinie unterstützt wird, die den allmählichen Aufwärtstrend von 2026 nachzeichnet.
In einer kürzlichen Analyse haben wir erörtert, wie sich der Nasdaq Composite um 230 Punkte erholte, nachdem er auf ein Achttages-Tief bei 23.300 Punkten gefallen war. Die Erholung folgte auf einen starken Ausverkauf, der kurzzeitig die untere Begrenzung der steigenden Keilstruktur durchbrach.
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