Ray Dalio warnt, dass die globale Währungsordnung zu bröckeln beginnt
Ray Dalio warnte, dass sich das globale Finanzsystem einem wichtigen Wendepunkt nähert. Er argumentierte, dass die Zentralbanken beginnen, vor Fiat-Währungen und Staatsschulden zurückzuschrecken, da das Vertrauen schwindet.
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In seiner Rede auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos sagte der Bridgewater-Gründer, dass die "monetäre Ordnung zusammenbricht", weil das Vertrauen in die Fähigkeit der Regierungen, Schulden zu verwalten und die Stabilität aufrechtzuerhalten, schwindet, berichtet The Street.
Seine Äußerungen fielen in eine Zeit, in der die geopolitischen Spannungen wieder aufflammten: US-Präsident Donald Trump drohte mit neuen Zöllen gegen europäische Verbündete und entfachte eine neue Kontroverse über Grönland und Dänemark. Dalio sah in den Spannungen mehr als nur politische Gründe und bezeichnete sie als ein Signal, dass das auf dem Dollar basierende System in eine fragile Phase eintritt. Er deutete an, dass politische Entscheidungsträger und Institutionen ihr Verhalten in Echtzeit anpassen und Schulden und Papiergeld nicht mehr als unbestrittene sichere Anlagen betrachten. Nach Ansicht von Dalio besteht das Risiko nicht nur in der Volatilität, sondern in einer längerfristigen Veränderung der Art und Weise, wie die Welt Vermögen speichert und Vertrauen aufbaut.
Ausländische Inhaber, US-Defizite und eine Vertrauenslücke im Dollarsystem
Dalios Kernaussage war, dass sich die Anreizstruktur für die größten Inhaber von Dollars und Treasurys verändert, während die Kreditaufnahme in den USA weiterhin hoch ist. Er argumentierte, dass die Zentralbanken Fiat- und Staatsanleihen nicht mehr in der gleichen Weise halten wie früher, und dass im vergangenen Jahr vor allem Gold eine herausragende Rolle gespielt hat, das sogar die Tech-Märkte übertraf. Dalio warnte davor, dass die Beziehung zwischen den USA und ihren wichtigsten externen Geldgebern angespannt ist: Washington emittiert weiterhin Schulden, während der internationale Appetit, dieses Angebot zu absorbieren, immer unsicherer wird.
Er beschrieb die Situation als eine gegenseitige Angstschleife - Länder, die Dollars halten, machen sich Sorgen über das finanzpolitische Verhalten der USA, und die USA machen sich Sorgen über die Bereitschaft dieser Länder, weiter zu kaufen. Historisch gesehen, so Dalio, zwingen internationale Konflikte selbst Verbündete oft dazu, ihr Engagement in den Schulden der anderen zu reduzieren, was die Verschiebung von Reserven beschleunigt. Das größere Risiko ist nicht ein einzelnes bahnbrechendes Ereignis, sondern eine allmähliche Erosion der Bereitschaft, Defizite in großem Umfang zu finanzieren. In einem solchen Umfeld gewinnen die "härteren" Vermögenswerte in der Regel von vornherein.
Der Anstieg von Gold und die Rolle von Bitcoin als moderner Hedge
Dalio bekräftigte seine seit langem vertretene Ansicht, dass Anleger von einem reinen Fiat-Engagement weg diversifizieren sollten, und empfahl eine Goldallokation von 5 bis 15 % in einem ausgewogenen Portfolio. Gold ist im vergangenen Jahr um mehr als 70 % gestiegen und hat kürzlich die Marke von $ 4.763 pro Unze überschritten, was den Gedanken unterstreicht, dass sich das Kapital bereits in Richtung Sachwerte umorientiert. Bitcoin wird zunehmend in die gleiche Diskussion hineingezogen, wobei Teile des Kryptomarktes BTC als digitale Alternative zu Gold in einer Welt der Schuldenexpansion behandeln.
Dalio hat zugegeben, dass er selbst eine kleine Menge Bitcoin hält, was zeigt, wie sich die Akzeptanz des Mainstreams selbst unter traditionellen Makro-Investoren ausgeweitet hat. Auch bei institutionellen Anlegern wächst die Akzeptanz: Eine Bitwise/VettaFi 2026-Umfrage ergab, dass 32 % der Berater im Jahr 2025 Kundengelder in Kryptowährungen investieren werden, während die Bank of America eine Portfolioallokation von 1 % bis 4 % in Aussicht gestellt hat. Die wichtigste Erkenntnis ist, dass sich das Absicherungsverhalten ändert - die Anleger warten nicht auf eine Krisenschlagzeile, um zu diversifizieren, sondern betrachten es als strukturelle Veränderung. Und in Dalios Rahmen ist das genau der Beginn von Reserveübergängen.
Kürzlich schrieben wir, dass der CEO von JPMorgan Chase, Jamie Dimon, gegen den ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump vorgegangen ist und davor gewarnt hat, dass sein Vorschlag, die Zinssätze für Kreditkarten zu begrenzen, 80 % der Amerikaner vom Zugang zu Krediten abschneiden würde.
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