Erdgas handelt mit negativer Stimmung angesichts der Fortschritte in den Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran
Erdgas bleibt unter Druck, da Marktteilnehmer zunehmend die Wahrscheinlichkeit eines Abkommens zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran einpreisen. Jüngste Berichte deuten auf bemerkenswerte Fortschritte in den Verhandlungen hin, einschließlich Diskussionen über die Lockerung von Sanktionen gegen den Iran und die Wiederherstellung des normalen Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormus.
Dieser Artikel wurde aus dem Original übersetzt. Lesen Sie die Originalversion unseres Korrespondenten hier.

Obwohl noch kein endgültiges Abkommen unterzeichnet wurde, hat allein die Tatsache, dass die Gespräche voranschreiten, die geopolitische Risikoprämie an den Energiemärkten erheblich reduziert.
Der Markt wechselt von einem Szenario der Angebotsknappheit zu einem Überangebot
Für den Erdgasmarkt ist die Verringerung der Risiken für LNG-Lieferungen durch die Straße von Hormus – eine der weltweit wichtigsten Handelsrouten für Energie – besonders wichtig. Falls eine Einigung erzielt wird, erwarten die Marktteilnehmer eine schrittweise Normalisierung der Logistik und einen potenziellen Anstieg des weltweiten Energieangebots. Aus diesem Grund haben die Ölpreise bereits deutlich nach unten reagiert, wobei der Druck auch auf den Erdgasmarkt übergegriffen hat.
Fundamentale Faktoren belasten ebenfalls die Preise
Zusätzlich zur Geopolitik werden die Preise durch hohe US-Erdgasvorräte und vorübergehende Auslastungsminderungen in mehreren LNG-Exportanlagen unter Druck gesetzt. Die jüngsten Lagerdaten bestätigten erneut eine komfortable Versorgungsbilanz, während die Wettervorhersagen noch keinen anhaltenden Nachfrageschub andeuten. Infolgedessen sieht sich der Markt gleichzeitig mit mehreren bärischen Faktoren konfrontiert: steigende Lagerbestände, schwächere Exporte und sinkende geopolitische Risiken.
Was als Nächstes zu beachten ist
Kurzfristig behalten die Verkäufer den Vorteil. Sollten die Vereinigten Staaten und der Iran in der Lage sein, ein Abkommen zu formalisieren und eine weitere Normalisierung der Schifffahrt durch die Straße von Hormus zu gewährleisten, könnte der Druck auf den Energiesektor anhalten. Der Markt reagiert jedoch weiterhin hochsensibel auf jegliche Entwicklungen in den Verhandlungen. Ein Scheitern der Gespräche oder erneute geopolitische Spannungen könnten die Risikoprämie sowohl bei den Erdgas- als auch bei den Ölpreisen schnell wiederherstellen. Vorerst betrachten Investoren den diplomatischen Fortschritt als einen Faktor, der eine weitere Abwärtskorrektur der Erdgaspreise unterstützt.
Kurzfristiger Ausblick
Da NATGAS erneut unter Druck steht, sind die Preise unter die Unterstützung im Bereich von 2,97 $ – 2,94 $ gefallen und notierten zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts bei etwa 2,90 $. Infolgedessen haben sich die Risiken eines weiteren Rückgangs in Richtung 2,85 $ – 2,80 $ erheblich erhöht, wie ich auch in Erdgas schwächelt, da die LNG-Nachfrage nachlässt und die Lagerbestände reichlich bleiben gewarnt habe.
Neueste Natural Gas Nachrichten
- Forex
- Crypto