Traders Union Studie: 31 % der Marktteilnehmer investieren für finanzielle Unabhängigkeit

Traders Union Studie: 31 % der Marktteilnehmer investieren für finanzielle Unabhängigkeit
Neue Studie der Traders Union

Finanzielle Unabhängigkeit ist zum Hauptgrund geworden, warum Menschen mit dem Investieren beginnen: Sie wurde von 31 % der Teilnehmer einer Studie der Traders Union genannt. Weitere 27 % der Befragten investieren für die Altersvorsorge, während 19 % investieren, um ein zusätzliches Einkommen zu erzielen.

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Wie in der Traders Union-Studie „Why Do People Start Investing?“ festgestellt wurde, betrachten moderne Privatanleger das Investieren zunehmend nicht nur als Grundlage für den Ruhestand, sondern auch als Weg zu größerer finanzieller Freiheit. Die Umfrage umfasste 1.500 Privatanleger aus Nordamerika, Europa, Asien, Lateinamerika und Schwellenländern.

Laut der Studie nannten 31 % der Befragten finanzielle Unabhängigkeit als ihr wichtigstes Anlageziel. Die Altersvorsorge belegte mit 27 % der Teilnehmer den zweiten Platz. Weitere 19 % investieren für ein Zusatzeinkommen, 13 % zum Schutz vor Inflation und 10 %, um für einen Hauskauf oder ein anderes großes finanzielles Ziel zu sparen.

Warum finanzielle Unabhängigkeit an erster Stelle steht

Traders Union stellt fest, dass das Investieren dank mobiler Apps, kostengünstiger Broker-Dienste, ETFs und wachsender Finanzkompetenz zugänglicher geworden ist. Gleichzeitig haben sich auch die Ziele der Anleger gewandelt. Viele sehen den Markt nicht mehr nur als eine Möglichkeit, Geld für das Alter zu sparen.

Für Anleger bedeutet finanzielle Unabhängigkeit, weniger abhängig vom Gehalt zu sein, ein Kapitalpolster zu haben und mehr Freiheit bei der Wahl des Lebensstils zu gewinnen. Dieser Ansatz ist besonders bei jüngeren Marktteilnehmern sichtbar. In der Altersgruppe der 18- bis 29-Jährigen nannten 43 % der Befragten finanzielle Unabhängigkeit als ihr Hauptziel, während es bei den Anlegern im Alter von 30 bis 44 Jahren 35 % waren.

Ältere Anleger haben andere Prioritäten. In der Altersgruppe der 45- bis 54-Jährigen war die Altersvorsorge mit 34 % der Teilnehmer das häufigste Ziel. Bei den Befragten im Alter von 55 bis 65 Jahren erreichte dieser Wert 49 %. Dies zeigt, dass sich der Fokus mit zunehmendem Alter von der finanziellen Freiheit hin zum Kapitalerhalt und der Vorbereitung auf den Ruhestand verschiebt.

Wie Erfahrung die Ziele der Anleger beeinflusst

Die Studie zeigte auch, dass sich die Anlageziele mit der Erfahrung ändern. Bei Teilnehmern mit weniger als zwei Jahren Erfahrung war der häufigste Grund für Investitionen ein zusätzliches Einkommen, das von 28 % der Befragten gewählt wurde. Für Anfänger sieht der Markt oft wie ein Weg aus, das Einkommen schneller zu steigern oder eine zweite Einnahmequelle zu schaffen.

Bei Anlegern mit zwei bis fünf Jahren Erfahrung steht die finanzielle Unabhängigkeit an erster Stelle. Sie wurde von 33 % der Teilnehmer in dieser Gruppe genannt. Bei erfahreneren Anlegern, die seit mehr als fünf Jahren am Markt sind, wird die Altersvorsorge zur obersten Priorität, gewählt von 36 % der Befragten.

Laut Traders Union ist dies mit praktischer Erfahrung verbunden. Anleger, die bereits mit Drawdowns, hoher Volatilität oder Verlusten konfrontiert waren, denken eher nicht nur an potenzielle Renditen, sondern auch an die langfristige Nachhaltigkeit ihrer Strategie.

Inflation treibt Menschen ebenfalls an den Markt

Die Inflation wurde zu einem separaten Faktor. Laut der Studie gaben 47 % der Teilnehmer an, dass steigende Preise ein wichtiger Grund waren, um mit dem Investieren zu beginnen. Weitere 32 % sagten, dass die Inflation ihre Entscheidung teilweise beeinflusst hat. Nur 21 % der Befragten gaben an, dass dieser Faktor für sie keine wesentliche Rolle spielte.

Das bedeutet, dass fast vier von fünf Anlegern den Beginn des Investierens in gewissem Maße mit dem Wunsch verbinden, die Kaufkraft ihres Geldes zu schützen. Wenn die Preise steigen, wird es weniger attraktiv, Gelder in bar oder auf einem normalen Konto zu halten, sodass einige Menschen nach Instrumenten suchen, die potenziell Renditen oberhalb der Inflation erzielen könnten.

Gleichzeitig ist der Inflationsschutz selten das einzige Ziel. Für viele ergänzt er andere Motive: finanzielle Unabhängigkeit, Altersvorsorge, Zusatzeinkommen oder die Vorbereitung auf größere Anschaffungen.

Was die Studie gezeigt hat

Das wichtigste Fazit der Traders Union ist, dass finanzielle Unabhängigkeit für Privatanleger zu einem wichtigeren Ziel geworden ist als die traditionelle Altersvorsorge. Dies zeigt sich besonders bei jüngeren Marktteilnehmern, die nicht nur Kapital für das Alter ansammeln, sondern früher mehr Kontrolle über ihr Leben gewinnen wollen.

Gleichzeitig verfolgen Anleger selten nur ein Ziel. Finanzielle Unabhängigkeit, Ruhestand, Zusatzeinkommen, Inflationsschutz und der Kauf eines Eigenheims existieren oft nebeneinander. Daher zeigt die Studie keine Abkehr von der klassischen langfristigen Planung, sondern einen Wandel im Ansatz: Anleger nutzen den Markt zunehmend als Werkzeug für eine flexiblere finanzielle Zukunft.

Zur Erinnerung: Analysten der Traders Union hatten zuvor herausgefunden, dass 41 % der Anleger mehr als die Hälfte ihres Portfolios in einem einzigen Vermögenswert halten.

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