Der Euro zeigt Anzeichen einer Erholung nach der Entscheidung der Europäischen Zentralbank im Juni, den Leitzins um 25 Basispunkte auf 2,25 % anzuheben. Der Regulator begründete diesen Schritt mit der beschleunigten Inflation in der Eurozone, die durch höhere Energiepreise infolge des Konflikts im Nahen Osten getrieben wird.
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Trotz des restriktiveren geldpolitischen Kurses behielt die EZB einen vorsichtigen Ton bei und senkte ihre Wirtschaftswachstumsprognosen, was das Potenzial für eine weitere Aufwertung der Gemeinschaftswährung begrenzte.
Geopolitik verschiebt Gleichgewicht zugunsten von Risikoanlagen
Zusätzliche Unterstützung erhält der Euro durch Erwartungen über mögliche Fortschritte in den Verhandlungen zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran. Die Hoffnung auf eine Entspannung der regionalen Spannungen verringert die Nachfrage nach dem US-Dollar als Safe-Haven-Asset und verbessert die Stimmung an den globalen Märkten. Infolgedessen bleibt der US-Dollar-Index unter Druck, während Anleger allmählich zu europäischen Vermögenswerten zurückkehren.
Markt bewertet EUR/USD-Ausblick
Nach der anfänglichen Volatilität haben die Marktteilnehmer ihren Fokus auf die Divergenz zwischen den künftigen Pfaden der Federal Reserve und der EZB verlagert. Obwohl die aktuelle Zinsdifferenz immer noch den Dollar begünstigt, stützen Erwartungen einer aggressiveren geldpolitischen Lockerung durch die Fed in den kommenden Quartalen den mittelfristigen Ausblick des Euro. Dennoch könnten anhaltend hohe Energiepreise und Risiken eines langsameren Wirtschaftswachstums in der Eurozone weitere Gewinne im EUR/USD begrenzen.
Schlüsselfaktor: Zukünftige Signale der Zentralbanken
In den kommenden Wochen wird die Performance des Euro von neuen Inflationsdaten aus den USA und der Eurozone sowie von Kommentaren der EZB- und Fed-Vertreter abhängen. Sollte der Inflationsdruck in Europa erhöht bleiben, während die Fed weiterhin zu Zinssenkungen neigt, könnte der Euro sein Aufwärtsmomentum beibehalten. Jedoch könnten Anzeichen einer schwächelnden Wirtschaftsaktivität oder erneute geopolitische Spannungen die Nachfrage nach dem Dollar wiederbeleben und die Erholung der europäischen Währung deckeln.
Kurzfristiger Ausblick
Nach dem Abprallen von der Unterstützung nahe der Marke von 1,1500 ist EUR/USD zum Widerstand um 1,1600 zurückgekehrt. Die unmittelbare Unterstützung liegt nun bei 1,1560, und solange das Paar über diesem Niveau bleibt, bestehen die Chancen auf einen Ausbruch über den Widerstand und eine Bewegung in Richtung 1,1620–1,1640. Wie ich jedoch bereits in EUR/USD unter Druck vor EZB-Zinsentscheidung anmerkte, könnte jede Erholung des Paares weiterhin als Verkaufsgelegenheit betrachtet werden.
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