EUR/USD konsolidiert, da Nahost-Spannungen den schwächeren US-Dollar-Ausblick ausgleichen
EUR/USD bleibt nach dem starken Ausverkauf Ende Juni in einer breiten Konsolidierungsspanne gefangen. Die jüngste Eskalation zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran hat einen Teil der Anlegernachfrage zurück in traditionelle Safe-Haven-Assets gelenkt, was dem US-Dollar half, sich trotz schwächerer US-Makrodaten von Anfang des Monats zu stabilisieren.
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Die erneute militärische Konfrontation hat die Ölpreise nach oben getrieben und die Sorge verstärkt, dass erhöhte Energiekosten den globalen Inflationsausblick verkomplizieren könnten.
Fed-Ausblick schwächt sich ab, während EZB vor neuen Inflationsrisiken steht
Die Märkte wägen weiterhin zwei konkurrierende Themen ab. Einerseits haben schwächere US-Arbeitsmarktdaten die Erwartungen für zusätzliche Straffungen durch die Federal Reserve gedämpft, was das Aufwärtspotenzial für den Dollar begrenzt. Andererseits könnten die durch geopolitische Spannungen getriebenen steigenden Ölpreise den Disinflationsprozess verlangsamen und die Zentralbanken dazu veranlassen, länger an einer vorsichtigen Geldpolitik festzuhalten. Gleichzeitig bewerten Anleger den Ausblick der Europäischen Zentralbank neu, da höhere Energiepreise die Inflationsrisiken im Euroraum erhöhen könnten.
Technisches Bild bleibt seitwärts gerichtet
Der Stundenchart zeigt, dass EUR/USD weiterhin innerhalb einer klar definierten Konsolidierungszone zwischen etwa 1,1390 und 1,1465 handelt. Das Paar testete kürzlich die untere Begrenzung der Spanne, bevor es erneut Käufer anzog. Die kurz- und mittelfristigen gleitenden Durchschnitte sind abgeflacht und häufen sich weiterhin um die aktuellen Kurse, was das Fehlen eines starken Richtungstrends unterstreicht. Eine nachhaltige Bewegung über die obere Begrenzung würde den kurzfristigen Ausblick verbessern, während ein entscheidender Durchbruch unter die Unterstützung das Paar für eine weitere Abwärtsbewegung anfällig machen könnte.
Ausblick
Vorerst bleiben geopolitische Entwicklungen der primäre kurzfristige Katalysator. Jede weitere Eskalation zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran könnte die Nachfrage nach dem US-Dollar als defensives Asset verstärken, selbst wenn die Erwartungen für künftige Fed-Straffungen weiter nachlassen. Bis ein klarer Ausbruch erfolgt, wird EUR/USD wahrscheinlich von Schlagzeilen rund um den Nahost-Konflikt, anstehenden US-Inflationsdaten und den sich entwickelnden Erwartungen sowohl für die Federal Reserve als auch für die Europäische Zentralbank getrieben.
Der kurzfristige Ausblick, wie in Euro hält Range, während Fed-Ausblick den Dollar im Fokus behält beschrieben, bleibt negativ, und Versuche, die Erholung weiter auszubauen, können für Verkäufe genutzt werden.
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