EUR/USD testet Widerstand, da schwache US-Arbeitsmarktdaten den Dollar unter Druck setzen
EUR/USD versucht, seine Erholung in Richtung der Widerstandszone von 1,1450-1,1470 auszuweiten, nachdem der gestrige US-Arbeitsmarktbericht den Dollar geschwächt hat. Die Nonfarm Payrolls stiegen im Juni nur um 57.000, was deutlich unter den Erwartungen von nahezu 114.000 lag, während die Arbeitslosenquote von 4,3 % auf 4,2 % sank.
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Die Schlagzeile zur Arbeitslosigkeit sah zwar besser aus, doch das schwächere Beschäftigungswachstum und die geringere Erwerbsbeteiligung machten den Bericht für den Dollar insgesamt negativer.
Fed-Zinserwartungen lassen nach Arbeitsmarktdaten nach
Die Hauptreaktion des Marktes erfolgte über die Treasury-Renditen und die Fed-Erwartungen. Die schwächere Einstellungsbereitschaft dämpfte die Zuversicht, dass die Federal Reserve den geldpolitischen Druck länger hochhalten muss, obwohl das Lohnwachstum mit 0,3 % im Monatsvergleich stabil blieb. Infolgedessen verlor der Dollar an Dynamik, wobei der WSJ Dollar Index seinen stärksten Tagesrückgang seit Anfang Mai verzeichnete.
EZB-Vorsicht begrenzt Euro-Aufwärtspotenzial
Der Euro wird eher durch die Dollarschwäche als durch eine klare Verbesserung der Fundamentaldaten der Eurozone gestützt. Die EZB bleibt nach dem Sintra-Forum vorsichtig und datenabhängig, während Christine Lagarde betonte, dass sich die Geldpolitik an ein volatileres globales Umfeld anpassen müsse. Dadurch bleibt EUR/USD in erster Linie anfällig für US-Daten, insbesondere für die Inflation und Kommentare der Fed.
Technisches Bild verbessert sich nahe wichtigem Widerstand
Der Stundenchart zeigt, dass EUR/USD aus dem Bereich von 1,1330-1,1360 abprallt und wieder über die kurzfristigen gleitenden Durchschnitte steigt. Der Kurs notiert nun innerhalb der markierten Widerstandszone um 1,1390-1,1470, wobei sich das Momentum verbessert, aber noch nicht als vollständige Trendwende bestätigt ist. Ein deutlicher Ausbruch über 1,1470 würde den Weg in Richtung 1,1500-1,1520 ebnen, während ein Scheitern an dieser Zone eine Konsolidierung zurück in Richtung 1,1410-1,1390 auslösen könnte.
Ausblick
Kurzfristig ist das Paar konstruktiv eingestellt, solange es sich über 1,1390 hält, aber der Haupttest bleibt die obere Grenze der Widerstandszone. Die Bullen benötigen eine Bestätigung über 1,1470, um die Erholung in eine stärkere Aufwärtsbewegung zu verwandeln. Bis dahin sieht EUR/USD, wie ich in „EUR/USD prallt innerhalb wichtiger Widerstandszone ab“ schrieb, eher nach einer dollargetriebenen Korrektur als nach einem voll etablierten Aufwärtstrend aus.
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